Safari am Meer im Mantis Oceana Beach und Wildlife Reserve

Safari mit Blick aufs Meer?

Während meiner letzten Reisen ist mir eines immer mehr bewusst geworden, eine zwei oder dreiwöchige Reise und immer unterwegs? Ob Sightseeing in der Stadt oder Wandern durch Nationalparks. Irgendwann hatte ich immer einen Tiefpunkt, ein bis zwei Tage wo ich mich richtig aufraffen musste, das Hotel zu verlassen.

Safari am Meer Südafrika

Seitdem versuche ich, mehr oder weniger erfolgreich, zwei bis drei Tage Erholung einzubauen. Ein schönes Hotel, ein gutes Buch mit gutem Essen und die Seele kann Kraft tanken.

In Südafrika fiel meine Wahl nach einer Woche Safari auf das kleine Boutique Hotel der Mantis Gruppe, Oceana Beach und Wildlife Reserve, knapp zwei Stunden östlich von Port Elizabeth.

Safari am Meer Südafrika<

Eine Lodge, umschlossen vom Wildlife Resort und begrenzt nur vom endlosen Sandstand der Wildcoast. Dazu liegt im ärmsten Bundesstaat von Südafrika, was man schon bei der Anreise bemerkt. Die R72 wird je nördlicher man kommt, immer schlechter, die Häuser am Strassenrand immer verkommener. Durch die Wildcoast waren zu dem die meisten Touristen nur durch, anhalten? Übernachten? Fehlanzeige.

Vermutlich würden mehr stoppen, wüssten sie was sich hinter dem grünen Hügel entlang der R72 verbirgt – ein traumhafter, menschleerer Sandstrand.

Und man hat ihn quasi für sich alleine, zwar öffentlich zugänglich aber in der Wirklichkeit findet sich fast niemand am Strand. Und im Oceana? Gerade einmal 10 Zimmer und eine Villa teilen sich das Angebot, so dass sich wirklich jeder Gast am Sandtrand verlaufen könnte, wenn er denn wollte. Die kleine Gästeanzahl sorgt zudem für einen der besten und persönlichsten Service, die ich in Südafrika erleben durfte.

Ob vom Pfördner, der sich nach meinen weiterem Ziel erkundigte und noch schnell den ein und anderen Hinweis gab, dem unbeschreiblichen Service des Managers der mal schnell den Tisch fürs Abendessen vor das Kaminfeuer schob, das wäre doch gleich einmal romantischer und viel schöner als mit Blick aufs gut sortierte Bücherregal. Und das um nur ein paar der Erlebnisse zu nennen.

Safari am Meer Südafrika

Endlich entspannen, ob mit einem guten Buch direkt auf dem eigenen Balkon, ein paar Runden im kleinen Pool drehen, oder sich im hauseigenen Fitnesscenter fit zu halten – ich entschied mich da lieber für die Runde Yoga beim Sonnenaufgang auf dem eigenen Balkon inkl. Meditieren mit Brechen der Wellen im Hintergrund und natürlich Zuschauer! Ein paar neugierige Affen schauten immer mal wieder vorbei, also lieber die Tür immer geschlossen halten. Einzig unterbrochen von den leicht starren und wenig flexiblen Essenszeiten, bei schönen Wetter auf der großen Terasse oder am Kamin abends.

Safari am Meer Südafrika

Zwei Highlights hatte mein Tag aber noch, zum einen die nachmittagliche Safari Fahrt und dann der Sandstrand. Da das Oceana direkt im Wildlife Reserve liegt, und sich nicht nur diese Familie dort hin verirrt, ist der direkte Weg zum Strand leider nicht gestattet. Leider spielte bei mir das Wetter nur bedingt mit, es schüttete Tagelang so heftig das die Zufahrt zum Strand teilweise wegrutschte. Chris fuhr mich trotzdem soweit es ging den Weg entlang und erzählte mir zum Glück erst auf dem Rückweg das es natürlich auch die ein oder andere Schlange gibt – wie gut das ich dies nicht wusste.

Aber dieser leere Sandstrand war es wirklich wert, mit Strandtasche und Badehandtuch bewaffnet kämpfte ich mich über Dünen. Sah das Meer doch so nah aus, ist es dann ein ganz schönes Stück bis man das Spiel mit am Strand auflaufenden Wellen spielen kann. So anziehend das Wasser auch war, die starke Strömung und die Haie die es ab und zu gibt waren dann doch gute Gründe nur ganz kurz die Zehen hineinzustrecken.

Safari am Meer Südafrika

Und da war dann noch die Safari. Nach insgesamt 5 vorherigen Safaritagen und dem Glück die Big Five gesehen zu haben, war ich mir nicht sicher ob mich die angebotene tägliche Safarifahrt überhaupt noch „vom Hocker“ reissen könnte – immerhin ist es kein Big Five Reserve sondern das private Wildlife Reserve, dass der texanische Eigentümer Rip aufgebaut hat. Giraffen, Zebras, Büffel und alle möglichen Arten von Wildtieren hat sich so angesammelt.

Aber während die großen Reserves beim Game Drive auf der Suche, mancher würde es schon jagt mit der Kamera bezeichnen, kann man sich hier Zeit lassen. Und während Antilopen & Kudus in der vorherigen Fahrt kein Grund zum anhalten waren, wird hier selbstverständlich so lange angehalten wie man möchte.

Safari am Meer Südafrika

Man merkte Chris auch an, dass er eben nicht nur die Gäste im Safarifahrzeug durch die Landschaft fährt, sondern auch sonst gemeinsam mit dem Tierarzt für die Tiere zuständig ist. Bei fast jedem Tier fiel der Name, oder die Geschichte der Geburt. Und wie das leben so spielt, ist es in einem Wildlife Resort eben nicht nur alles eitler Sonnenschein.

Eigentlich hätte mich Chris zurück am Resort absetzen sollen, die weiteren Gäste stiegen für einen privaten Sundowner auf einem kleinen Hügel aus. Plötzlich wurde es hektisch. Der Manager sprang in den Jeep, die gemütliche Fahrweise von vorhin wurde vergessen und es wurde zügig das freie Gelände angesteuert. Der Grund? Eine der ältesten Antilopen war trächtig und das Team machte sich große Sorgen, plante sgoar die Nacht im Zelt in der Nähe zu übernachten. Und nun hatte die Praktikanten sie leblos im Bush entdeckt. Leider half aber auch das ausreizen des Gaspedals nicht, die telefonische Anleitung zum Kaiserschnitt und Mund zu Mund Beatmung des kleinen waren leider vergeblich. An diesem Abend war das gesamte Team – vom Manager bis zur Servicekraft niedergeschlagen.

Safari am Meer Südafrika

Das eigentliche Highlight des Resorts? Wenn man ganz ehrlich ist, ist aber diese Familie der eigentliche Star des Resorts. Insbesondere wenn man das Glück hat, die drei von der Badewanne aus mit Blick aufs Meer, Sand und den grünen Flächen, am vorbeiziehen beobachten zu können.

(Duch die akute Zunahme an Wildereifällen verzichte ich auf die Angabe der Tierart)

Für mich war das Oceana die perfekte Möglichkeit ein paar entspannte Tage in Südafrika zu verbringen und vor allem Safari direkt am Meer zu erleben. Der Service ist zwar ab und zu etwas holprig, aber wer ein paar Tage in Südafrika unterwegs war, wird (leider) feststellen das dies typisch für das Land ist.

Fakten:
Oceana Wildlife Resort
ab 2,500 Südafrikanische Rand inkl. Safari und Mahlzeiten pro Person
Anreise mit dem PKW rund 2 Stunden nördlich von Port Elizabeth

Top:
Auf den kleine Aufpreis für die Ocean Suites, mit privatem Deck und Badwanne mit Blick auf den Strand sollte nicht verzichtet werden.
Persönlicher Service wird hochgeschrieben, die Game Drive Zeiten können auch individuell vereinbart werden, z.B. bei Familien und für Wlan ist kostenfrei gesorgt.

Verbesserungswürdig:
Zwar hat man alle Zeit der Welt, aber der Essenservice dauert dann doch einen Tick zu lange. Abends kein Problem, aber wer möchte am Nachmittag schon gute 2 Stunden am Tisch sitzen müssen?

Hinweis:
Der Aufenthalt erfolgt auf persönliche Einladung durch das Mantis Oceana Beach and Wildlife Resort, allerdings entspricht der Artikel völlig meiner persönlichen Meinung und Eindrücke.

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