Reiseideen 2016

Reiseideen 2016

Kaum steht das neue Jahr vor der Tür schwiert auch das große Fragezeichen über unseren Köpfen – wohin nur im neuen Jahr verreisen?

Es ist jedes Jahr die Qual der Wahl, der Luxus unserer westlichen Welt. Zu einem Leben wir nicht nur in einem wunderschönen Land, unser Reisepass öffnet uns die Türen zu über 200 Ländern.

Und jedes Jahr folgt bei mir auch die Frage, wie machst du das nur mit dem Arbeiten und dem vielen Reisen? Dazu gehören bei mir 30 Tagen Urlaub, einem Arbeitszeitkonto und flexibler Arbeitszeit.

Feiertage: Ostern, Pfingsten, sowie der 3. Oktober sind in 2016 alles Wochenende mit mindestens 3 freien Tagen. Perfekt für Reisen innerhalb Europa’s, wobei natürlich nicht nur Deutschland an diesen Tagen frei hat. Die Feiertage(bis auf den 3. Oktober) sind bekanntlich überall. Dies bedeutet meist volle Städte, teurer Flüge oder Bahntickets, sowie früh ausgebuchte Hotels. Hier hilft die flexible Arbeitszeit, eine Anreise am Donnerstag bzw. Freitag nachmittag kann so manchen Flugpreis reduzieren und kostet mich keinen Tag Urlaub.

Brückentage: Der Mai ist jedes Jahr perfekt für so manchen 4 Tages Trip mit zwei weiteren Brückentagen dank den zwei Feiertagen die auf einen Donnerstag fallen. Dazu kommt noch der 1. November. Je nach Abstimmung mit den Arbeitskollegen fällt hier meist ein Brückentag für mich ab und somit ein Urlaubstag oder Gleitzeittag an. Da beide Feiertage meist nur in Deutschland bestandteil des Kalenders sind, eindeutig meine Lieblings-Reisezeit. Und in 2016 fällt ein Brückentag sogar noch auf meinen Geburtstag – ein Vorteil muss ein Schaltjahr immerhin haben.

Wochenende: Es muss nicht immer ein Tag Urlaub geopfert werden, am Freitag nachmittag um 12 Uhr den Stift hinwerfen und ab zum Bahnhof, Flughafen oder Auto und bis Sonntagabend verschwinden. Ob innerhalb Europa’s oder in Deutschland, wie wäre es mit Urlaub in der eigenen Stadt in 2016?

Fernreisen: Ich muss gestehen dass ich zwischenzeitlich gerne drei Wochen am Stück verreise, das lässt mir die Zeit vom Stress, Chaos und Hektik des Büroalltags abzuschalten (und unter uns bei der Abwesenheit kann die Vertretung nicht alles liegen lassen). Und gleichzeitzig bleibt genügend Zeit in das Reiseland einzutauchen, quasi Slow Travel. Sich Zeit lassen, nicht in die japanische Reisementalität zu verfallen. Sich auch mal einen Nachmittag für einen Afternoon Tea zu gönnen, oder gemütlich am Strand mit Drink den Sonnenuntergang zu geniessen.
Wen man dazu noch Abends fliegt spart man einen weiteren Tag Urlaub. Vor dem Urlaub oder danach noch einen extra Tag Urlaub? Spare ich mir beides, gepackt werden kann mit etwas vorbereitung bequem am Abend vor der Abreise, und ausgepackt ist auch schnell nach der Rückkehr.

Und dann hat natürlich jeder noch so seinen Reise-Rhythmus, das erste Halbjahr des Jahres springe ich quasi von Wochenendtrip über Feiertags-Trip bis zum Brückenwochenende. Irgendwann im Juli (und somit vor den Sommerferien in Baden Württemberg) geht es für eine Woche in die Berge oder auch mal in die ferne, den Sommer genieße ich gerne auf meinem Balkon (dann ist auch weniger im Büro los) und starte irgendwann Ende September/Mitte Oktober in meinen drei-wöchigen Urlaub um dann im November noch eine Woche in die ferne Sonne zu tanken.
Weihnachtszeit? Im Kreise der Familie, auch wenn in guten Jahren (wozu 2016 nicht gehört) natürlich wenig Urlaub für viele freie Tage benötigt wird. Aber manchmal ist Urlaubstagesparen nicht alles.

Und falls ihr jetzt Ideen für eure Reisen 2016 benötigt, meine persönlichen Reiseideen 2016.

Brighton (England)
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Das charmante Seebad an der Küste von England hat mich im Sommer in seinen Bann gezogen. Kleine Gassen, tolle Einkaufsgelegenheiten, ein prunkvolles royales „Sommerhäuschen“ und dazu direkt am Meer. Für das Sternchen auf dem i fehlt nur noch der Sandstrand, aber alles kann man bekanntlich nicht haben.
Reisedauer: Typische Stadt für einen Wochenendtrip mit Ankunft am Freitag abend oder mittag und Rückflug am Sonntag, wobei insbesondere am Wochenende die Stadt von „Hen“ und „Stag“ Nights heimgesucht wird. Wer es ruhiger mag, sollte daher lieber unter der Woche Brighton besuchen.
Kosten: Deutlich günstiger als London mit sonst typischem europäischem Preisniveau.
Highlight: Ein Spaziergang entlang der Uferpromenade bis zum Cliff Path vorbei an den prachtvollen Villen der Regency Zeit
Transportmittel: Zu Fuss kann man schnell die Innenstadt erkunden, für die Umgebung stehen Buse oder Taxi zur Verfügung.
Anreise: Ab London ist Brighton innerhalb von rund 2 Stunden mit dem Zug bzw. Bus erreichbar. Bei Ankunft am Flughafen Gatwick bleibt einem die Fahrt in die Stadt erspart, hier halten die meisten Züge nach Brighton und es sind nur noch rund 1 Stunde.
Reisezeit: Um den besonderen Charme des Seebades zu spüren lohnt sich ein Besuch zwischen April und Oktober.

Achensee (Österreich)
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Wer hätte gedacht das ich einmal freiwillig für eine Auszeit in die Berge „flüchten“ würde. Gut gestärkt ein paar Stunden mit wandern verbringen und nachmittags sich in der Sauna bzw. Poollandschaft entspannen. Ich muss gestehen, daran könnte ich mich gewöhnen, wobei ich gestehen muss dass bei meinem Aufenthalt am Achensee das Wetter auch mitspielte und quasi für Kaiserwetter sorgte.
Reisedauer: Von einem Tagesauflug bis zu einer Woche oder länger, je nach Anreisedauer
Kosten: Typisches Preisniveau für eine Wanderregion in Österreich, man sollte sich überlegen jenachdem was man vorhat ob sich die Achensee Erlebniscard rentiert.
Anreise: PKW ist zu empfehlen
Reisezeit: Ab Juni bis Oktober (je nach Herbstwetter) empfehlt es sich zum wandern,man muss allerdings auch im Sommer mit z.B. einem kleinen Wintereinbruch rechnen.

Spreewald (Deutschland)
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Bekannt vom ZDF Spreewaldkrimi und den Spreewald Gurken überraschte mich die Region im Mai bei traumhaften Sommerwetter mit ihren Grünschattierungen. Für einen aktiven Urlaub, über Wandern, Radfahren oder Kayakfahren wird alles geboten. Mich überraschte das kulinarische Angebot, die Region hat ohne Zweifel noch mehr zu bieten als die bekannten Spreewaldgurken.
Reisedauer: Während für die Berliner ein Tagesausflug in den Spreewald möglich ist, sollte man bei einer längeren Anreise mindestens ein langes Wochenende in der Gegend verbringen.
Kosten: Typisch deutsche Preise für eine Touristenregion, ein komplettes Ferienhaus kann man je nach Ausstattung schon ab 50 Euro pro Nacht mieten.
Highlight: Mit dem Kajak durch die Kanäle paddeln.
Transportmittel: Auch ohne Auto kommt man von A nach B, wobei man dann auf ein Fahrrad nicht verzichten sollte.
Anreise: Ab Berlin bequem mit der Bahn erreichbar.
Reisezeit: Hochsaison beginnt von April bis Oktober – im Sommer sollte man die Mücken nicht unterschätzen.

Neuseeland
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Die Landschaft Neuseelands dürfte vielen unbewusst aus dem Kleinen Hobbit oder Herr der Ringe bekannt sein, und ist ohne Zweifel einer der schönsten Flecken der Erde für einen Roadtrip. Besonders da sich der Verkehr auf den Strassen der Südinsel in Grenzen hält, ein Fleckchen Erde schöner als das andere sich anschließt und die Freundlichkeit der Neuseeländer unbeschreiblich ist.
Ein Paradise für alle Naturliebhaber, oder auch für sportbegeisterte. Ob auf dem Meer mit dem Kajak unterwegs, dem Sprung von der Brücke, der rasanten Fahrt mit einer ehemaligen American Cup’s Jacht oder dem Spaziergang auf dem Gletscher – es ist quasi alles möglich.
Reisedauer: Beide Inseln schafft man in einem Monat fast nicht, und auch für die Nord-bzw. Südinsel sollte man sich inkl. Anreise jeweils rund 3 Wochen Zeit nehmen.
Kosten: Im Gegensatz zum zum USD hält sich der Absturz des neuseeländischen Dollar in Grenzen, trotzdem sollte man ein höcheres Budget für die Reise einkalkulieren. Während Restaurants & Cafe auf europäischem Niveau liegen (Hauptmahlzeit rund 20 €) sind Lebensmittel deutlich teurer.
Highlight: Zu viele! Über die Fährüberfahrt von Wellington, der Zwei-Tageskreuzfahrt auf dem Doubtfull Sound oder die Wanderung im Mt. Cook Nationalpark.
Transportmittel: Ohne Zweifel ist der Mietwagen unverzichtbar auf der Nord- bzw. Südinsel, immerhin ist die Hauptsehenswürdigkeit die Natur.
Anreise: Einen Direktflug nach Neuseeland findet man leider nicht, es führen aber viele Wege auf die beiden Inseln. Entweder über die USA via Los Angeles oder über Asien bzw. Australien. Mindestens eine Zwischenlandung muss man einplanen. Vor Flugbuchung sollte die grobe Route auf den Inseln stehen, bei den Entfernungen kann ein Multi-Stop Flug (hin nach Auckland – zurück von Wellington oder Christchurch) sinnvoll sein.
Reisezeit: Im Oktober startet der neuseeländische Frühling und es sind noch wenige Touristen unterwegs als zur Hochsaison im Dezember. Persönlich habe ich im November 2013 traumhaftes Wetter erlebt.

Transsibirische Eisenbahn
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Manchmal ist der Weg das Ziel und das eigentliche Highlight einer Reise. So erging es mir auch, als ich Anfang 20 alleine auf der transsibirischen Eisenbahn unterwegs war. Einmal fast quer durch Russland, die Mongolei bis nach Peking. Je nachdem wann der erste Stopp eingelegt wird, sind es einige Tage im Zug, in dem sich der Alltag der Moskauer Zeit anpasst und sich immer weiter vom Spiel aus Nacht und Tag entfernt. Noch nie habe ich unterwegs so gut geschlafen wie entlang der Transsibirischen Eisenbahn, wurde so rührend umsorgt mit schwarzem Tee und trockenen Keksen oder spielte ohne russisch Kenntnisse Karten mit dem ein oder anderen Glas Wodka.
Reisedauer: Mit ein paar Stops unterwegs sollte man mindestens 2 bis 3 Wochen einplanen.
Kosten: Der russische Rubel ist aktuell extrem schwankend, und die wirtschaftlichen Schwierigkeiten sorgen für drastische Anstiege der Lebensmittelpreise. Aber durch den Rubelkurs ist eine Reise nach Russland aktuell so günstig wie noch nie. Die Bahntickets bekommt man für den russischen Teil der Strecke am günstigsten über die Deutsche Bahn, sollte man über russisch Kenntnisse verfügen dann auch online.
Highlight: Ein Stopp am Baikalsee sowie in der Mongolei mit einem Abstecher in die Wüste ist ein absolutes muss.
Transportmittel: Es muss nicht unbedingt der Sonderzug „Zarengold“ sein, erlebt man auch mit den normalen Zügen der russischen Eisenbahn. Bequemer geht es im Zug „Rossiya“ im 1. Klasse Abteil.
Anreise: Von Moskau bis Wladiwostok oder von Moskau bis Peking reicht die Transsibirische Eisenbahn, wählt man die letztere Strecke bleibt einem meist nur jeweils zwei One-Way Flüge (nach Moskau und zurück von Peking) übrig.
Reisezeit: Einer der besten Jahreszeiten für mich ist der Herbst, die Touristenströme werden weniger, die Sonne erhitzt die Abteile nicht mehr so stark.

Macau
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Einen Abstecher in das Las Vegas von Asien? Für viele ist Macau aus diesem Grund nur einen Tagesausflug von Hong Kong aus wert, aber mich überraschte die Stadt im November mit ihrer Mischung aus traditionellem China und westlichem Prunk. Dazu ein kulinarischer Traum, nicht ohne Grund beinhaltet der erste Michelin Street Food Guide neben Hong Kong auch Macau.
Reisedauer: Knapp 3 Tage reichen zur Erkundung der ehemaligen portugiesischen Kolonie, daher kann der Städtetrip wunderbar mit einem Abstecher nach Hong Kong verbunden werden. Wer noch etwas mehr Zeit in China verbringen möchte, ohne Geld für das teure Visa auszugeben, sollte sich eine Rundreise Hongkong-Peking/Shanghai (max. 72 Stunden)-Macau zusammenstellen.
Kosten: Unter der Woche sind die Hotelpreise deutlich günstiger als am Wochenende, liegen aber teilweise über dem Niveau von Hongkong. Die weiteren Preise sind nahezu auf europäischem Niveau.
Highlight: Schlange stehen für die besten Egg Tartes und anschliessend den Kontrast zwischen Casino und UNESCO Weltkulturerbe bestaunen.
Transportmittel: Taxis sind eher selten, mit dem Bus oder zu Fuss kommt man aber bequem überall hin
Anreise: Ab München, Frankfurt oder Düsseldorf fliegt Cathay Pacific direkt nach Hong Kong, von dort aus dauert es noch rund 60 Minuten mit der Fähre nach Macau. Erst 2017 wird Macau durch eine Brücke mit Hong Kong verbunden sein.
Reisezeit: Zwischen Oktober und Dezember sind die Temperaturen angenehm.

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3 Kommentare

  1. Tolle Reiseideen für 2016 hast du zusammengestellt! Und wieder bin ich froh, dass unsere Planungen zwar weit vorangeschritten, aber noch nicht abgeschlossen sind 🙂
    Wochenendtrips und kürzere Ausflüge sind auch unser Ding, die kleinen Inseln im Alltag 🙂 Auch ein Vollzeitjob darf nicht am Welt entdecken hindern, für 2016 haben wir uns dafür auch verstärkt die Region rund um die eigene Haustüre vorgenommen. 🙂

  2. Was für eine gute Reiseplanung ! Ich habe ja immer Probleme, meine Reisen im voraus zu organisieren. Nur die grösseren Reisen sind voraus geplant. Alles andere ist dann spontan. Ich muss aber auch sagen, dass ich oft einfach zu träge bin, für ein längeres Wochenende zu verreisen, da bleibe ich lieber zu Hause und stehe spät auf 🙂

  3. Schöne Reiseideen! Nachdem ich im den Januar fast komplett in Australien verbracht habe, verschlägt es mich dieses Jahr noch für eine kurze Auszeit in die Berge, dann im Sommer für einen Road Trip nach Portugal und im Herbst hoffentlich noch nach Marrakesch… Mal sehen ob zumindest der eine oder andere Ausflug übers Wochenende auch noch klappt, ansonsten sieht es mit Urlaubstagen leider schon ziemlich mau aus…. 🙁
    Aber wie du sagst, es muss ja nicht immer das andere Ende der Welt sein, daheim ist’s ja auch schön!

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