Archiv für Kategorie:Geflügel

Chicken Tikka Masala

26 Apr 2012
26. April 2012

Vor ein paar Wochen hatte ich Lust auf Hühnchen, und war schon kurz auf dem Weg zur Fleischtheke (zum Wochenmarkt schaffe ich es zum Fleischkauf leider nie), als mir in der letzten Sekunde noch einfiel “Warum eigentlich nur Brüste kaufen?” Bedeutend saftiger sind bekanntlich die Keulen, aber ich könnte dann ja auch gleich ein ganzes Hühnchen kaufen?

Gesagt, getan. Mein erstes ganzes Huhn, dass vor der Zubereitung noch zerlegt werden sollte. Dank videotechnischer Unterstützung bei den küchengötter war es ein Kinderspiel, und ich fragte mich mal wieder – warum nicht schon früher ausprobiert?

Hühnchen wurde zerteilt, über Nacht eingelegt, die Karkasse eingefroren (für spätere Hühnersuppe). Gibt es eine bessere Nutzung aller Ressourcen?

IMG_0379

Die restlichen Ressourcen wurde zu einem Klassiker verwendet, so mancher schwört dabei auf “klassische britische Kochkunst”. Wobei, britischer Presse zufolge, das Gericht ernsthaft in Gefahr ist – es mangelt an indischen Nachwuchsköchen. Genau, indisch – es handelt sich dabei um Chicken Tikka Masala. Gerüchtezufolge gibt es CTM auch immer an Orten im Ausland wo die Gefahr auf Briten zu treffen hoch ist.

Chicken Tikka Masala
Chicken Tikka Masala
nach 660 Curries von Raghavan Iyer

Für das Huhn
3 Hühnerfilets
125ml türkischer Joghurt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
2cm Ingwer, geschält, gerieben
2 EL Koriandergrün, fein gehackt
2 TL Koriandersamen,
1 TL, Kreuzkümmel,
1 1/2 TL Paprika edelsüss, gemischt mit
1/2 TL Cayennepulver
1 1/2 TL grobes Meersalz
1/2 TL Punjabi Garam Masala
1/2 TL Kurkuma

Curry
2 EL Ghee (oder Butterschmalz)
1 kleine rote Zwiebel, grob gehackt
1 kleine rote Paprikaschote, entkernt, in 1-cm-Würfelchen
1 Dose (400 g) gehackte Tomaten
50 ml Schlagsahne
1/2 Tl grobes Salz
1 Messerspitze Cayenne
1/2 Teelöffel Punjabi Garam Masala
Koriandergrün, zum Servieren

1. Am Vorabend in einer kleinen Pfanne den Kreuzkümmel und Koriandersamen leicht anrösten, bis ein Duft nach Indien durch die Küche weht. Auskühlen lassen, und im Mörser fein mahlen. Mit den restlichen Gewürzen, dem Joghurt, Koriandergrün, Ingwer und Knoblauch zu einer Marinade vermischen. Mit den Hühnerfilts in einen Gefrierbeutel füllen, verschliessen und übe Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.

2. Backofen auf 220°C vorheizen. Ein Backblech mit Alufolie auskleiden (kleine Grillschale formen), die Hühnerfilts aus der Marinade heben und nicht von Marinadenresten befreien. Für ca. 15-20 min. auf beiden Seiten grillen.

3. In der Zwischenzeit den Butterschmalz erhitzen, Zwiebeln und Papirka anschwitzen, rühren. Nach 5 min. die restlichen Gewürze (bis auf Koriandergrün) hinzugeben kurz umrühren, dann mit den gehackten Tomaten ablöschen. 10-15 min. köcheln lassen, zum Schluss Sahne zugeben.

4. Hühnerfilets in Scheiben schneiden, in eine Servierform (oder Teller) geben und mit dem Curry übergiessen, mit den Koriandergrün bestreuuen – sofort geniessen.

Tipp: Passende Beilagen Reis, Naan Brot

Hühnchenbrust mit asiatischen Kaffeezwetschgen

04 Okt 2011
4. Oktober 2011

Es wird langsam herbstlich, besonders die kalten, sternenklaren Nächte und der leichte Frost führen dazu das ich zusehen kann, wie sich die Wälder der Schwäbischen Alb so langsam gelb und rötlich verfärben. Wer braucht da schon den Indian Summer- Swabian Summer ist genauso schön ;)

2011 09 29_1525

Noch haben auch noch die Zwetschgen Saison, und schon beim Foodpairing Wettbewerb im Frühjahr dieses Jahres, hatte ich irgendwie immer wieder Kaffee in Verbindung mit Zwetschgen im Kopf. Dabein herausgekommen ist das leicht herbstliche Hähnchen, mit einer leichten Note von Kaffee und einem asiatischen Touch.

Herbstliche Hähnchenbrust mit asiatischen Kaffeezwetschgen

Wichtig ist ein, eine nicht zu starke, salzige Sojasauce auszuwählen und lieber vorsicht mit dieser umzugehen. Nachwürzen geht immer noch.

Herbstliche Hähnchenbrust mit asiatischen Kaffeezwetschgen
für 4 Personen

4 Hühnerbrüste
1 Stange Zitronengras
2 Limetten, unbehandelt
1 El. Kaffeebohnen (Espresso)
Fingerkuppen dickes Stück Ingwer

500g entsteinte Zwetschgen
1 El. brauner Zucker (wenn vorhanden Muscavodo)
1 Espresso (Nespresso Roma)
4 El. Sake
4 El. Sojasauce (milde)
4 El. Mirin
1 El. Balsamico

Reis oder Ebly als Beilage

1. Aus Alufolie eine Tasche falten, dabei die Seiten 2x einschlagen, eine Seite offen lassen. Limette in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Ingwer fein würfeln. Zitronengras mit Messerrücken “breit klopfen”. Die Hühnerbrüste waschen, Limettenscheiben, Kaffeebohnen sowie Ingwerwürfel sowie eine halbe Stange Zitronengras in die Tasche füllen – Hühnerbrüste darauf legen. Restliches Zitronengras darüber legen. Tasche verschliessen. Im Backofen bei 200°C Heissluft 15-20 min. garen.

2. Reis nach Anweisung kochen.

3. Die entsteinten Zwetschgen in 1 cm dicke Scheiben schneiden, Zucker in einer beschichteten Pfanne schmelzen. Zwetschgen hinzugeben und sobald der Zucker leicht braun sich verfärbt mit Sake ablöschen. Sojasauce, Mirin sowie Balsamico und Kaffe hinzugeben, leicht einköchen lassen, bis sich eine Sirupartige Sauce ergibt.

4. Hühnerbrust in Scheiben schneiden, mit den Asiatischen Zwetschgen sowie Reis anrichten, etwas des Bratensaftes über den Reis/Ebly geben – den Sirup über das Fleisch.

Hähnchenbrust a la Indien

15 Jun 2011
15. Juni 2011

Sobald die ersten Sonnenstrahlen im April die Temperaturen auf 20°C steigen lassen, wird der gesamten Nachbarschaft Samstag abends der Mund wässrig gemacht. Nachbars schmeissen dann ihren High-Tech-Jeden-Ami-neidisch-werden-lassen-Grill an.

Nachdem ich mir ein paar Wochenenden bzw. einen ganzen Sommer übrig von allen Seiten Grillgeruch habe antun müssen (und nein mich stört das auch gar nicht), habe ich 2010 zum Rückschlag angegrillt – es zog nämlich ein kleiner Elektrogrill in die Vier Wände von Lunch for one ein.

Nun wird vermutlich jeder Griller mit entsetzten die Hände über dem Kopf zusammen schlagen, aber für meine Bedürfnisse ist der kleine genau der richtige, gross genug für mehr als einen Portion – auf der Rückseite auch als japanischen Grill verwendbar, und vor allem schnell zu reinigen.

Wo früher noch auf das (wirklich gute) marinierte Fleisch des lokalen Supermarktes zurückgegriffen wurde -wird seit 2011 selbst eingelegt. Geht wirklich einfach, wichtig nur genügend Gefrierbeutel auf Vorrat zu haben.

Grillen 1

Um zum einen den frischen vietnamesischen Koriander (der sogar auf meinem Balkon wuchert -im Gegensatz zum 2010er Versuch mit normalen) abzuernten, und zum anderen weil ich einfach Lust auf einen Hauch Indien hatte – wurde eine leicht indisch angehauchte Marinande (oder doch eher british, weil ich bisher nur die british-indische Küche geniessen durfte?)

Hähnchenbrust indisch

Indische Hähnchenbrust Marinade
je für 1 Hähnchenbrust

2 El. 3,5% Joghurt
5 Blätter Koriander (vietnamesischen)
1 El. Limettensaft
Schale einer halben Limette
0,5 cm geriebenen Ingwer
etwas Meersalz
Messerspitze Kurkuma und Kardamon

1. Alle Zutaten gut verrühren, Hänchenbrust in einen Gefrierbeutel geben, Marinade hinzufügen und alles gut “verkneten”. Für mind. 3 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.

2. Hähnchenbrust auf beiden Seiten für 5-7 min. grillen.

Dazu passt Naan, indische Chutneys oder wie bei mir Paparikagemüse.

Putenrollbraten mal anders

14 Aug 2010
14. August 2010

Der klassische Sonntagsbraten (wobei Sunday Roast im englischen irgendwie “moderner” klingt, falls ihr versteht wie ich es meine) ist bei mir bzw. auch allgemein bei uns etwas in vergessenheit geraten.

Ich kann mich aber noch gut an frühe (na ja soo früh auch nicht, so alt bin ich ja noch nicht ;) ) Besuche bei Oma erinnern wo grundsätzlich ein leckerer Braten aus dem Rohr auf dem Tisch kam, nie etwas kurzgebratenes oder vegetarisches. Und ja, es war irgendwie etwas besonders, wenn die Teller befüllt wurden, Papa das Fleisch aufschnitt…hilfe klingt das spiessig. War es vermutlich auch, aber aus dem jetzt betrachtet auch gut so.

Nur haben sich die Zeiten geändert und auch ich gestehe den klassischen Sonntagsbraten gab es auch bei mir schon lange nicht mehr – ab und an mal ein besonders Stück Fleisch aber das auch mal so unter der Woche wenn ich Lust darauf hatte.

Zeit das zu ändern – zurück zum Sonntagsbraten? Konsumieren (oder sollte man es nicht besser, essen nennen?) wir nicht alle zuviel Fleisch? Warum nicht nur einmal die Woche, dafür etwas leckers mit liebe und muse zubereitet?

Gut darunter fällt der Putenrollbraten vielleicht nicht, aber mit liebe und muse ist er auf jeden Fall schonmal zubereitet ;)

Und eines meiner Lieblingsrezept, die Füllung ist wandelbar und perfekt wenn die Beilagen bzw. Vor-und Dessert zeitaufwändiger sind und man das Fleisch einfach nur vergessen möchte

Putenrollbraten mal anders

für 6 Portionen

1,2 Putenbrust (vom Metzger für einen Rollbraten aufschneiden lassen)
8 Scheiben Schwarzwälder Schinken
400ml Hühnerfond
150ml Weisswein
125 ml Sahne
Salz, Pfeffer
Rosmarin -, Thymianzweig, Oregano
2 Knoblauchzehen
Biskin

für das Pesto
Basilikum-Pesto

50 g Basilikum
Zitronenschale von einer halben Zitrone
20 g Parmesan
1 Handvoll Pinienkerne
1 Knoblauchzehe
30 g Olivenöl

Zuerst das Pesto zubereiten, dafür einfach alle Zutaten in einen Becher geben und mit dem Stabmixer zu einer homogenen Masse verarbeiten – alternativ geht es auch perfekt mit einer Moulinette.

Von der Putenbrust evtl. Sehnen wegschneiden, auf die Seite legen.
Die Arbeitsfläche reinigen, trocken reiben. Meersalz und frischen Pfeffer auf die Arbeitsfläche mahlen, in der Größenordnung des entrollten Putenbratens.

Das Flesich mit der schönen Seite nach unten darauf legen, Pfeffern und salzen (achtung weniger salz verwenden), mit dem Speck belegen. Hierbei ca. je 1cm Rand lassen.
Das Pesto auf den Speck streichen und anschliessend das Fleisch aufrollen. Mit Küchengarn zu einem Rollbraten “schnüren”.

Backofen auf 180° Ober – und Unterhitze vorheizen.

Biskin in einer Pfanne erhitzen, den Knoblauch & Gewürze hinzugeben und das Fleisch von allen Seiten scharf anbraten.

Entweder in einer ofenfesten Pfanne sofort in den Backofen stellen oder das Fleisch in einen Bräter umbetten und offen in den Backofen stellen (Kräuter und Knoblauch nicht vergessen mitzugeben).

Die hälfte des Hühnerfond erhitzen und den Rollbraten mit einer Kelle davon immer wieder übergiessen – meistens 2-3x alle 15 minuten.

Je nach Größe braucht der Rollbraten zwischen 50-60 min

In der Zwischenzeit den restlichen Hühnerfond mit dem Weisswein aufkochen, und langsam einreduzieren lassen, nach ca. 15 min. die Sahne hinzugeben, ganz dick einkochen lassen.

10 min. vor Ende der Garzeit die Flüssigkeit aus dem Bräter durch ein Sieb zu der Sauce geben, erst jetzt mit Salz und Pfeffer nach bedarf abschmecken.

Wenn der Garpunkt des Rollbratens erreicht ist, aus dem Backofen nehmen, in Alufolie einpacken und ca. 5 min. ruhen lassen.

Das Küchengarn entfernen und in Scheiben aufschneiden.

Dazu passt mediterranes Gemüse mit Polenta, Pasta oder auch Knöpfle.

Tipp: Reste kalt als Aufschnitt oder in Portionen geschnitten einfrieren -auch für Singles zum Vorkochen bestens geeignet

Hinweis: Meistens wird bei mir der Rollbraten als erstes morgens fertig gefüllt und verschnürt in Frischhaltefolie verpackt in den Kühlschrank verfrachtet bis es zeit ist in anzubraten – sehr stressfrei für ein Menü.

Green Curry mit Huhn

08 Jun 2010
8. Juni 2010



Green Curry

Ursprünglich hochgeladen von schnapperin

Eines meiner Lieblings-”fast food” gerichte, da es einfach unheimlich schnell ohne grossen Zeitaufwand geht.

Und hier gönne ich mir eine fertige Green Cury Paste – zwar habe ich auch alle Zutaten daheim um diese selber zu machen, aber so ganz schnell kurz nach der Arbeit ist mir die Variante lieber.

Allerdings muss ich gestehen das ich bislang noch keine richtig leckere Green Curry Paste in Deutschland entdeckt habe, daher wird diese immer auf “vorrat” bei Whole Foods in England eingekauft.

Green Curry a la Tina

2 Eßl. Green Curry Paste
200 g Hühnerbrust
1 Dose Kokosmilch
1 Zucchini
1 grüne Paprika
200g Bohnen oder Zuckerschoten
Koriander (frisch)
Duft oder Jasminreis

Die Hühnerbrust in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden.
Zucchini, Paprika und Bohnen waschen, in “mundgerechte” Stücke schneiden.

Eine größere Pfanne (WOK Style) erhitzen, die Green Cury Paste hinzugeben, kurz aufkochen lassen. Die Hühnerbrust hinzugeben, mit der Paste verrühren – mit Kokosmilch ablöschen.
Das Gemüse hinzugebe und solange bei kleinerer Hitze köcheln lassen bis alles gar ist (dauer ca. 15 min)

Zeitgleich den Reis kochen.

Je nach Geschmack noch frischen Koriander auf das fertige Green Curry geben!

Tipp: Schmeckt auch am Tag danach aufgewärmt in der Mikrowelle noch lecker.