Frohe Weihnachten

24 Dez 2012
24. Dezember 2012

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Happy, happy Christmas,
that can win us back to the delusions
of our childhood days,
recall to the old man the pleasures of his youth,
and transport the traveler back
to his own fireside and quiet home!
Charles Dickens

Liebe Leserinnen & Leser,
ein friedliches, stressfreies und geruhsames Weihnachtsfest auch bei diesen “tropischen” Temperaturen

Liebe Grüße
Tina von Lunch For One

PS: Um ganz mit Charles Dickens zu gehen, werde ich den morgigen Weihnachtstag gemütlich im Schlafanzug mit der DVD “Drei Nüsse für Aschenbrödel” verbringen..wie die letzten 2x Jahre ;)

Auszeit!

14 Dez 2012
14. Dezember 2012

Die vier Wochen Urlaub zwischen Kühe, Kamele, Elefanten, einer Menge an Fliegen und Menschen in der indischen Wüste haben ihre Spuren hinterlassen.

Der Blog war in der Zwischenzeit zwar  gut versorgt – aber aktuell fehlt es an Zeit zum Kochen und backen. Und nach einer langen Woche und viel zu kurzem Wochenende auch einfach die Lust zum bloggen – der Akku ist einfach leer.

Daher gönne ich mir bis ins Jahr 2013 eine kurze Auszeit – ab Januar geht es dann weiter! Versprochen! Auch mit ganz viel Eindrücken aus Indien!

Pfeffernüsse nach Ottolenghi oder Spice Cookies

09 Dez 2012
9. Dezember 2012

Während Deutschland die letzten paar Tage und Wochen in Schnee und Minusgraden in die Adventszeit steuerte, durfte ich mich mit Kühen, Kamelen, Elefanten, Staub und Dreck bei über 30°C herumschlagen – und freute mich schon auf die Rückkehr. Zu Gutsle, Schnee und eben Kälte.

Pfeffernüsse nach Ottolengi (Spice Cookies)

Ob ich dieses Jahr noch selber was backen werde? Nachdem meine Mama mich mit zig Boxen voll mit meinen Lieblingssorten überrascht hat, bezweifle ich es sehr. Nicht zu vergessen, dass es nur noch 2 Wochen bis zum Heiligen Abend sind. Wie nur noch 2????

Wobei ich bei den im Oktober gebackenen Ottolenghi Spice Cookies erneut schwach werden könnten, auch weil die Dose dank Kollegen in kürzester Zeit geleert war. Und wir reden hier nicht über Tage, eher über Minuten ;)

Die Kekse schmecken aber nicht nur super, die Konsistenz passt auch. Weicher Kern, knackig aussen, der leichte Weihnachtsgeschmack durch Zimt, Kardamom & Nelken – dazu einen heisse Tasse Schwarztee nach einem Spaziergang durch den Schnee. So schmeckt Weihnachten für mich!

Pfeffernüsse nach Ottolengi (Spice Cookies)

Pfeffernüsse nach Ottolenghi
aus Jerusalem von Ottolenghi & Tamini

Zutaten:
80 g Rosinen
3 Tl. Bratapfellikär (alternativ: Brandy)
240 g Mehl, Typ 405
1/2 Tl. Kakao
1/2 Tl. Backpulver
1/4 Tl. Soda
1/2 Tl. Zimt, gemahlen
1/2 Tl. geriebenen Piment, Muskatnuss
1/2 Tl. geriebenen Ingwer, frisch
1/4 Tl. gemahlenen Kardamom und Nelken
1/4 Tl. Salz
125 g Zartbitterschokolade, fein gehackt
125 g Butter
125 g Zucker
1 Tl. Vanilleessenz
Abrieb einer Bio-Zitrone und Bio-Orange
1/2 Ei

Glasur
3 Tl. Zitronensaft
150 g Puderzucker
2 Tl. gehackten kandierten Ingwer

Zubereitung:
1. Die Rosinen im Bratapfellikör für 2 Stunden einweichen, die Flüssigkeit wird für den Teig benötigt. Die trockenen Zutaten inkl. der Schokolade in einer Schüssel vermischen.

2. Butter mit Zucker, Vanilleessenz sowie dem Zitrusabrieben verrühren. Das Ei hinzufügen und für eine weitere Minute rühren. Die trockenen Zutaten unterheben, dann die Rosinen inkl. der Flüssigkeit. Mit den Händen zu einer homogenen Masse verkneten.

3. Mit einem Eisportionierer Kugeln von ca. 30 g auf ein Backblech setzten, reichlich Abstand einhalten. Für 2 Stunden im Kühlschrank kaltstellen.

4. Backofen auf 180°C Ober-Unterhitze vorheizen. Die Kekse für 15-18 Minuten backen.

5. Während die Kekse für 5 Minuten auf dem Backblech auskühlen, die Glasur aus gesiebtem Puderzucker und Zitronensaft herstellen. Dann die Kekse auf ein Kuchengitter setzten und mit der Glasur beträufeln, etwas vom gehackten Ingwer darüber streuen. Vollständig auskühlen und trocknen lassen.

Die Kekse halten sich luftdicht verpackt für 2 Wochen.

Schwäbische Küche: Pfitzauf

06 Dez 2012
6. Dezember 2012

Es hält sich hartnäckig das Gerücht, das wir Schwaben es uns mit den englischen leichter tun würden. Unser ehemaliger Ministerpräsident belegte dies aber schon öfters öffentlich. Doch nur eine Internetfinte?

Persönlich wurde mir bisher meist auf Reise eine eindeutig britische Herkunft unterstellt, könnte aber auch an den vielen Reisen auf die Insel liegen. Aber es gibt eine Speise die Schwaben & Engländer verbindet. Der klassische Yorkshire Pudding, welcher bei keinem Sonntagsessen fehlen darf, ähnelt extrem stark dem schwäbischen Pfitzauf.

Pfitzauf

Die schweren Pfitzaufformen gehörten lange Zeit zur Grundausstattung, neben dem Spätzlesschwob, einer schwäbischen Küche. Nur dies sind eindeutig vorbei, bei mir hat es bisher keine in die Küche geschafft. Leider kann ich nur sagen. Der Versuch das ganze in gebutterten Tassen zu backen ging mehr als schief. Auch Muffinformen erzielten nicht wirklich ein positives Ergebnis. Vielleicht auch nur, weil sie dort zu dicht aneinander sassen? Immerhin die Hälfte ist schön in die Höhe gegangen.

Hier als Beilage zu einem Pilzeintopf, persönlich schmecken sie mir aber viel besser mit Apfelmus oder Kirschkompott.

Pfitzauf

Pfitzauf

Zutaten:
250 g Mehl
1 Prise Salz
200 ml Milch (kalt)
300 ml Milch (heiss)
5 Eier
125 g Butter (flüssig & heiss)

Zubereitung:
1. Backofen auf 200°C vorheizen, die Pfitzaufformen ausbuttern.

2. Mehl mit Salz in einer Schüssel vermischen und mit der kalten Milch zu einem glatten Teig verrühren, nach und nach die Eier zugeben. Dann die heisse Milch hinzufügen und zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Jetzt die heisse Butter unterrühren und sofort in die Förmchen füllen (Achtung: nur halbvoll).

3. Unverzüglich in den Ofen stellen und für 30 Minuten backen lassen. In den Förmchen servieren oder sofort stürzen.

Budapest: Märkte und Markthallen

04 Dez 2012
4. Dezember 2012

Jedes Viertel hat scheinbar ihre Markthalle, offene Wochenmärkte hingegen findet man selten direkt in der Stadt.

Markthalle

Zentrale Markthalle (Központi Vásárcsarnok)
In keinem Reiseführer fehlt die grosse Markthalle, direkt an der Freiheitsbrücke gelegen und somit zentral und leicht zu erreichen auf dem Touristenweg durch die Stadt. Das

In der Halle selbst ist alles zu finden, auf drei Geschossen finden Supermärkte, 180 Stände sowie Souvenirläden, Bistro und Essenstände ihren Platz. Leider auch Taschendiebe!

Wo: IX., Fővám tér, Strassenbahn 2 / 49 / 47

Rakoczi

Rákóczi tér Market
Mein persönlicher Lieblingsmarkt in Budapest. Neben den Ständen und einem Supermarkt finden sich auch Verkäufer vom Land mit ihren Waren. Selbsthergestellte Marmeladen, eingemachtes Kompott und Gemüse sowie das weltbekannte Paprikapulver, gepullte Erbsen, usw. Und kaum Touristen!

Wo: VIII, Rákóczi tér 8, Strassenbahn 4 / 6

Lehel

Lehel tér Market
Das Viertel Lehel steht kaum auf dem Programm von Touristen, wobei sich mehr und mehr für den Besuch des Marktes einfinden. Ob es an der zentralen Lage direkt an der U-Bahn Station liegt? Zwar ist der Markt täglich bis 18 Uhr geöffnet, die Security verweigert aber auch schon ab 16.30 Uhr teilweise den Einlass.

Gefühlt das höchste Preisniveau, beste Auswahl an Fleischwaren.

Wo: XIII, Lehel tér, U Bahn Linie 3 “Lehel Station”

Marzipan Pistazien Plätzchen

02 Dez 2012
2. Dezember 2012

Endlich wieder ist es soweit – der 1. Aventsonntag.
Die Wohnung ist weihnachtlich geschmückt, mit leichtem erstaunen was sich so alles in der Weihnachtsdekokise findet, die erste Herze brennt. Und natürlich sollen auch die ersten Gutsle (=Plätzchen) nicht fehlen, wobei eigentlich gab es am 1. Advent früher noch gar keine. Frühestens ab dem 2. Advent wurden die Metalldosen geöffnet und der kostbare Schatz herausgerückt.

Marzipan-Pistazien Kekse

Beim Blättern im Sonderheft der Landiee (Kaufempfehlung für alle Ausgaben der Reihe) fiel mir sofort das grüne etwas auf- Pistazien. Und dann noch in der Kombi mit Marzipan. Ein muss für mich, und somit als erstes auf der Backliste für dieses Jahr. Neben den Klassikern gibt es auch immer noch 3-4 neue Rezepte, etwas Abwechslung auf dem Gutsleteller muss dann schon sein.

Wer bei diesen zugreift, sollte unbedingt auch Marzipan & Pistazien mögen. Der Zimt im Teig kommt nur ganz leicht heraus, und wird selbst vom Rum im Guss überdeckt. Aber durch das grün ein sehr schöner Hingucker – und bei den Kollegen (die hier testen durften) in “Sekunden” vernichtet.

Marzipan-Pistazien Kekse

Marzipan Pistazien Plätzchen
nach “Landidee – Adventsbacken”
Zutaten:
250 g Mehl, Typ 405
1 Tl. Zimt
1 Prise Salz
50 g Puderzucker
1 Ei
1 Eigelb
150 g Butter, kalt & in Scheiben geschnitten
400 g Marzipanrohmasse
100 g Pistazien, gemahlen
50 g Puderzucker
4 EL Sahne
2 EL Rum
100 g Puderzucker
25 g Pistazien, gehackt

Zubereitung:
1. Für den Teig das Mehl mit Zimt, Salz, gesiebten Puderzucker vermischen. Auf eine Arbeitsfläche häufe, in der Mitte eine Mulde drücken und Ei & Eigelb geben. Die Butterscheiben auf den Rand verteilen, mit einem Messer krümelig hacken. Rasch mit den Händen zu einem homogenen Teig verarbeiten. In Frischhaltefolie gewickelt für 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

2. Backofen auf 160°C Ober-Unterhitze vorheizen, Backblech mit Backpapier belegen.

3. Für die Füllung Marzipanrohmasse mit Puderzucker und Pistazien verkneten. In 4 30 cm lange Rollen formen.

3. Den Teig vierteln, und je zwischen Frischhaltefolie zu einem 10×30 cm Rechteck ausrollen. Die Teigfläche mit Sahne bestreichen und die Marzipan-Pistazienrolle daraufsetzen. Fest einrollen und mit der Naht nach unten auf das Backblech legen. die restlichen 3 Teigstücke gleich verarbeiten.

4. Für 20 Minuten backen und abkühlen lassen. Für den Guss den gesiebten Puderzucker mit Rum zu einer zähen Masse verrühren. Jeweils die Oberseite der Rollen damit bestreichen und mit Pistazien bestreuen. Wenn der Guss getrocknet ist, in 0.5 dicke Scheiben schneiden.

Hinweis: Zur Aufbewahrung in Metalldosen legen, die einzelnen Schichten mit Pergamentpapier trennen.