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Nepal: Patan

Kennt ihr das auch? Man ist ein paar Tage weg vom ganzen Trubel, egal ob Privat oder Geschäftlich, fremde Kultur, kein Strandurlaub, und hat noch ein paar Tage vor sich – alles ist perfekt und trotzdem kommt er, der Durchhänger. So ein Tag, wo man rein gar nichts machen möchte, außer Faul im Strassencafe oder noch schlimmer im Bett zu verbringen?

Ob es an zwei recht schlaflosen Nächten in kalten Zimmern bei 0°C in Tibet lag? Am Höhenunterschied, immerhin von 5.100 m wieder zurück auf “nur” 1.300 m und einer 8 stündigen Fahrt über perfekte Strassen in Tibet und holpriges Schlaglochumfahren auf Nepal’s bester “Schnellstrasse”?

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Das einzige wozu ich mich an dem Tag aufmachen konnte, war ein kurzer Gang durch Patan. Einer der vier größten Städte von Nepal, wie Kathmandu im Kathmandu Tal gelegen und eigentlich mittlerweile mit Kathmandu zusammengebaut.

Kurz davor fand eines der wichtigsten Hinduistischen Feste “Diwali”(=Lichterfest) statt, so dass die meisten Häuser zwar geschmückt, die Geschäfte leider noch geschlossen war.

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Herrlich war am nächsten Tag der Rundgang durchs Patan Museum, für die touristische Reisegruppen die nach 10 Uhr auf den Durban Square stürmten, reichte dafür wohl die Zeit nicht mehr. Und das Cafe war ein herrlicher Zufluchtsort vor dem Lärm, den Gerüchen der Strassen.

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Gerne hätte ich euch noch in mein schönstes Hotel der Reise genommen, ein wunderschön saniertes altes Newarihaus Newa Chen, einem traumhaftenInnenhof & offenen Räumen im DG (inkl. sehr steiler Treppe bei niedriger Decke) und dem beste Frühstück in ganz Nepal. Herrlich wer sich früh morgens zum Frühstück im Innenhof einfand, und so noch die Opfergabe für die Götter miterlebte. Leider habe ich die Bilder versehentlich gelöscht.

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Einfache Stachelbeer Tarte (Tarte rustique)

Ich mag Rhabarber eigentlich nicht. Neben Stachelbeeren das einzige aus dem elterlichen Garten, was bisher immer dankend abgelehnt wurde.

Das findet sich im Blogeintrag vom 20. Mai.2012 – und als gestern meine Mama am Telefon meinte “Wir haben im Garten geernet…magst du?” und ich mit “gerne, könnte ich vielleicht auch noch ein paar Stachelbeeren bekommen?”

Ich- und Stachelbeeren? Da gab es bisher keine Liebe – nur Abneigung. Und aktuell frage ich mich, warum eigentlich? Jahrelang vermied ich es Stachelbeeren auch nur anzurühren, weder pur, noch in der Torte (die einzige Art der Verwendung in der Familie – bisher). Mindestens seit über 20 Jahren, wenn nicht sogar schon länger.

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Bis ich letzte Woche bei meinen Eltern die Schale Stachelbeeren sah, und mehr so nebebei eine probierte. Sauer, aber irgendwie interessant, auf keinen Fall der Geschmack wie ich ihn im Gedächnis hatte, oder es mir einbildetet wie Stachelbeeren schmecken müssen. Ob ich es im Winter mal mit Rosenkohl probiere?

Für die Stachelbeeren ist mir schon auf den Heimweg, die Tarte rustique von Bolli’s eingefallen , von der auch feinschmeckle schwärmte. Ob das mit Stachelbeeren funktionieren könnte?

Und ob! Und da es quasi das erste Ma(h)l war – passt es perfekt für den Blogevent von Nata

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Stachelbeer Tarte
nach Bolli’s Kitchen
Zutaten:
Mürbteig (für 4 Tarte’s a la 15cm)
250 g Mehl, Typ 405
1 Ei (Klasse M)
100 g Butter
75 g Puderzucker
1 Prise Salz

Für den Belag (kleine 15er Tarte)
1 El. gemahlene Mandeln
150 g Stachelbeeren, geputzt
25 g Heidelbeeren
1El. Puderzucker

Zubereitung:
1. Aus Mehl, Butter, Ei, Salz und Puderzucker einen Mürbteig herstellen, für mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen (oder falls nur eine kleine Tarte gebacken werden soll, Rest einfrieren)

2. Backofen auf 180°C Ober-Unterhitze vorheizen. Backbleck mit Backblech belegen.

3. Mürbteig für die gewünschte Größe )+ 5cm zum einklappen) zwischen Frischhaltefolie ausrollen. Vorsichtig auf das Backblech legen. Mit den gemahlenen Mandeln (bis auf den geplanten Rand) bestreuuen. Die ganzen Stachelbeeren dicht aneinander legen, on top ein paar Heidelbeeren verteilen. Den Rand umschlagen, die Früchte mit Puderzucker bestreuuen.

4. Für 35-45 Minuten backen. Zum Servieren mit etwas Puderzucker bestreuen.

Blog-Event LXXIX - Das erste Ma(h)l (Einsendeschluss 15. Juli 2012)

Und weil es so schön zum Dauerevent Kleine Kuchen passt

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Der Frage Foto Freitag #KW 26

Letzten Samstag hätte man annehmen können das Zeus höchstpersönlich dem Schwäbischen Himmel einen Besuch abstattete, selten hatte ich so viele Blitze in kurzer Zeit gesehen (oder auch nicht..Gewitter sind nicht meines). Ob dies nun die nächsten 7 6 Wochen so bleibt? Durchwachsen, schwül mit Unwettern?

Lassen wir uns überraschen, dieses Wochenende sieht es schon mal anders aus….auch Steffi’s heutige Fragen sind irgendwie anders..

Die schönste Ansage diese Woche?
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Säure – süsse – heimisch

Wofür liebst du deinen Job?
http://instagr.am/p/MtQxyLEOud/
Wie die Klammern….immer ist es anders..ob gross oder klein…

Was hast du zuletzt bestellt?
http://instagr.am/p/MtQxyLEOud/
Frisch eingetroffen

Womit hast du nicht gerechnet?
http://instagr.am/p/MtQxyLEOud/
Trotz täglicher Ernte es wird nicht weniger..

Deine liebste Kombi momentan?

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Salat fruchtig mit Ziege

Schönes Wochenende!

Gebeizter Lachs mit Gin und Zitrone

Momentan fehlt mir irgendwie die Lust aufs Kochen und aufs Bloggen. Es wartet noch soviel, nicht zu vergessen die letzten Berichte aus Nepal und Tibet, natürlich folgten Zwischenzeitlich noch weitere Reisen und wir haben schon wieder Halbzeit. Also Halbzeit des Jahres 2012.

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Die Bilder der nicht gebloggten Rezepte häufen sich, wie zum Beispiel vom Muttertagsbrunch. Spontane Überlegung anstelle der üblichen Essenseinladung doch einfach auch für einen kleinen Kreis einen gemütlichen Brunch auf die Beine zu stellen. Müssen es den immer 10 oder mehr Personen hierfür sein?

Das ganze klappte auch perfekt- persönlich würde ich aber gestehen, dass ein Brunch bedeutend mehr Arbeit bereitet als ein schnelles 3-Gänge-Menü. Oder lag es daran, dass plötzlich noch ein nicht geplantes Gericht aufgetischt wurde?

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Als bei Twitter die Frage von mir auftauchte – um was ich den Brunch noch ergänzen könnte, verwies mich Petra auf gebeizten Lachs, was auch noch 2 Tage vorher kein Problem sein sollte. Frischen Lachs am Stück mit Haut zu bekommen, gestaltet sich am Fusse der Schwäbischen Alb allerdings recht schwierig. Normalerweise würde ich ihn einfach vorbestellen – nur wenn die Idee um 22 Uhr entsteht? Ich hatte Glück..und bin froh das ich mich zum ersten Mal getraut habe, Lachs selbst zu beizen. Super einfach, und kein Vergleich zum gekauften.

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Gebeizter Lachs mit Gin und Zitrone
nach Foodfrek

Zutaten:
100 g grobes Meersalz
100 g Zucker
100 ml Gin
3 Bio-Zitronen
1 kg Lachsfilet, frisch, ohne Gräten und mit Haut
1 Bund Petersilie, glatt
2 Stiele Minze

Zubereitung:
1. Salz mit Zucker, Gin und dem Abrieb von 2 Zitronen vermischen.

2. Ein Arbeitsbrett (aus Plastik) mit etwas der Salzmischung bestreichen, die Lachshälfte darauf legen und mit der restlichen Mischung bestreichen. Nun den Lachs fest mit Frischhaltefolie umwickeln. In eine Auflaufform (oder ähnliches) legen, mit mind. 1 kg beschweren (hier: weiteres Arbeitsbrett + 5 Schifferplatten) 48 Stunden ziehen lassen, dabei einmal wenden.

3. Den Lachs mit kalten Wasser abspülen, in mit etwas Zitronensaft vermischten gehackten Kräutern (Minze und Petersilie) wälzen (eine Seite nur). Dünn aufgeschnitten servieren.

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Post aus meiner Küche – Licht und Schatten

Gestern hatte ich euch bereits verraten was meine Tauschpartnerin bei der Aktion “Post aus meiner Küche” – diese Runde dreht sich alles um “Verry Berry” – erhalten hat.

Eigentlich versteckt sich hinter “Post aus meiner Küche” nichts anderes, als eine Wichtelakton von Blogger, Lesern & all deren, die im Netz über Twitter, Facebook oder eben Pinterest über die Aktion gestolpert sind. Nur das hier der Vermerk noch lautet “schickt es hübsch verpackt an euren Tauschpartner”. Mehr Vorgaben als das jeweilige Thema und den Versendezeitraum gibt es nicht. Auch keine ca. Anzahl was den sich in den hübschen Paketen befinden soll. Ach so, und man beschenkt sich gegenseitig.

Und wenn man sich das Pinterest Board so anschaut – haben Augenscheinlich alle der Teilnehmer auch die F.A.Q. und was sich hinter “Post aus meiner Küche” verbirgt, auch gelesen..kreative Küchenabenteuer hübsch verpackt zu verschicken.

Natürlich ist nicht jeder von uns begabt was den Umgang mit Schere & Papier angeht (me!) oder kann es sich finanziell nicht leisten extra Stempel, Papier & co. bei den diversen Kreativshops zu bestellen.

Das muss auch nicht sein, und sollte es auch nicht.

Dann noch die Schwierigkeit der Themen – Schokoladiges im Mai & Verry Berry zur Hitzewelle mit 33°C. Bisher hat es weder DHL, Hermes, DPD geschafft extra für uns Foodverrückte ein Klimapaket ins Angebot aufzunehmen. Und in LKW’s, den Postfilialen wird es nun leider warm.

Untitled(direkt aus dem Paket – nur die Servietten geöffnet)

Mein Paket war leider so ein Opfer,  schon beim aufheben des Paketes bemerkte ich die Fettflecken. Die Erdbeerbutter war geschmolzen & geronnen..die in Servietten verpackten Cranberry-Cookies (ich denke es waren Cranberry Cookies) überlebten leider den Versand nicht….

Es gibt zwar viel Sonnenschein bei der Aktion aber leider auch etwas Schatten.

Und für mich heisst dies leider…das war die letzte Teilnahme!

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Post aus meiner Küche – Meersalz-Heidelbeer-Lemoncurd Cookies

Premiere! Nachdem ich die erste Runde der Aktion “Post aus meiner Küche” noch kritisch beäugte – besonders hinsichtlich des Versands von Schokolade im Mai zu evtl. frühsommerlichen Temperaturen – gab ich mir für die zweite Runde “Verry Berry” einen Ruck und meldete mich an.

Natürlich war das Wetter ausgerechnet diese Woche auch eher hochsommerlich, so dass ich leider einige der Ideen wegen dem Postversand verwerfen musste..die tolle Schachtel für die Kekse hatte ich innerhalb von ein paar Minuten selbst gebastelt…selbst für mich als “unkreative” ein Kinderspiel.

Meine Tauschpartnerin durfte sich (so hoffe ich doch) über die folgende Post aus meiner Küche freuen

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Rhabarber-Ketchup  (Tomaten gehören zur Gattung der Beeren) – Erdbeer & Estragon & Pimms Marmelade – Meersalz & Heidelbeer & Lemoncurd & Clotted Cream Cookies

Eigentlich liebe ich nur Double Chocolate Cookies, wenn man die klassisch amerikanischen Cookies betrachtet. Diese Meersalz & Heidelbeer & Zitroniges & feuchtes innere etwas Cookies haben es mir aber angetan.

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Sie sind nicht süss, harmonieren aber perfekt zum Glas Milch – die Heidelbeeren geben den beerigen Touche und der Lemon Curd rundet es ab.

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Meersalz & Heidelbeer & Lemoncurd & Clotted Cream Cookies
für 2 Bleche

Zutaten:
170 g Butter, zimmerwarm
135 g brauner Zucker
1 Bio-Limette
2 Eier
300 g Mehl, Typ 405
½ Tl. Backpulver
½ Tl. Natron
1 Tl. Meersalz
150 g Heidelbeeren
4 El. Clotted Cream
4 El. Lemon Curd

Zubereitung:
1. Butter mit Zucker schaumig rühren, dann Eier, Saft und Abrieb der Limette hinzugeben und verrühren. Mehl mit Backpulver, Natron und Salz vermischen und hinzufügen, glatt rühren. Zum Schluss vorsichtig die Heidelbeeren unterheben. Für 30 Min. kalt stellen.

2. In der Zwischenzeit den Backofen auf 170°C Ober- Unterhitze vorheizen, 2 Baclbleche mit Backpapier belegen.

3. Mit einem Eisportionierer den Teig portionsweise auf die bemehlte Arbeitsfläche setzen. Mit bemehlten Händen leicht flach drücken, einen Klecks Clotted Cream und Lemon Curd in die Mitte setzten, und vorsichtig zu einer Kugel formen. Aufs Backblech mit Abstand setzen und für 20-25 min. backen. Abkühlen lassen.