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Glücksmomente: Marillenknödel

Klassisches Soulfood & eng verknüpft mit Sommer & Sonne sind einfach Marillenknödel (=Aprikosenknödel), bislang immer mit Kartoffelteig zubereitet, an den typischen Topfenteig (=Quarkteig) hatte ich mich nie ran getraut. Es gibt bekanntlich immer ein erstes Mal, besonders für mich in 2012 – soviele erste Male in diese bisher sieben Monaten.

Marillenknödel

Tja, und dann ist da noch Astrid, die ihren 3 Bloggeburtstag feiert und sich alles rund ums Thema “3″ wünscht.

Marillenknödel

Drei Kochlöffel wurden benötigt…
Drei Handgriffe mit dem “Mainact”…
Drei Gewürze…
Drei Schichten…
Drei Knödel auf meinem Teller…

Qualifikation erfüllt!

Marillenknödel

Gut nicht ganz, natürlich hatte ich mir Topfen auf die Einkaufsliste geschrieben, aber nicht die Semmelbröselvorräte überprüft. Marillenknödel nach Katha’s Rezept ohne Brösel? Geht nicht, als Ersatz blieben mir nur Pankoflocken, welche dem ganzen einen leicht crunchigen Geschmack gaben und perfekt gewesen wären..hätte ich nicht 10 Sekunden zu spät die Pfanne von der Platte gezogen. Etwas dunkel..aber noch nicht bitter. Auch bei mir in der Küche gelingt nicht immer alles ;)

Marillenknödel

Marillenknödel
nach Esskultur

Zutaten:

60 g Butter, weich
1 Prise Salz
1 Ei (Klasse M)
1 Eigelb (Klasse M)
150 g Mehl (Typ 405)
250 g Topfen
150 g Quark, Magerstufe
12 Aprikosen (bei kleineren mehr)
etwas brauner Zucker

80 g Butter
80 g Semmelbrösel (hier: Panko)
40 g brauner Zucker
1/2 Tl. Zimt

Zubereitung:

1. Butter mit Salz verrühren, Eigelb und Ei hinzugeben und homogen verrühren. Dann Mehl, Topfen und Quark hinzugeben und zu einem glatten Teig verrühren. Für 3 Stunden abgedeckt im Kühlschrank ruhen lassen.

2. Den Stein der Aprikosen (gewaschen & trocken) mit einem dünnen Stil eines Kochlöffel von oben nach unten vorsichtig durchstossen. In die Öffnung je nach vorliebe mehr oder weniger (oder gar keinen) Zucker füllen.

3. Salzwasser in einem grossen Topf zum kochen bringen. In der Zwischenzeit den Teig mit bemehlten Händen auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einer Rolle formen und in 12 Teile (oder mehr je nach Größe) teilen. Die Teiglinge rundlich flach drücken, eine Aprikose daraufsetzen und zu einem Knödel formen.

4. Die Knödel einzeln in das kochende Wasser setzten, anschliessend auf mittlerer Stufe herunter schalten (Induktion 5 von 9), es sollte nur leicht köcheln, je nach Größe zwischen 12-15 min. sobald sie oben schwimmen und sich drehen, sind sie fertig.

5. Brauner Zucker schmelzen, sobald er sich leicht bernsteinfarben verfärbt von der Platte ziehen, die Butterstücke hinzugeben, verrühren. Dann die Semmelbrösel und den Zimt hinzugeben und leicht und unter ständigem rühren rösten (Achtung, sie sind schneller verbrannt als man denkt).

6. Knödel mit einer Siebkelle aus dem Wasser nehmen, kurz abtropfen lassen und in den Brösel wälzen. Mit den restlichen gleich verfahren.

Tipp: Laut Katha sind die Topfenknödel perfekt zum einfrieren geeignet (für alle Ein-Personen-Haushalte), dafür einfach die Knödel (vor dem Kochschritt) gut bemehlt auf einem bemehlten Tablett einfrieren. Sobald sie durchgefroren sind, in eine Gefriertüte füllen. Gefroren ins kochende Wasser geben und wie oben verfahren.

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Der Frage Foto Freitag KW#28

Liebes Wetter, könntest du dich evtl. einmal für eine Jahreszeit entscheiden? Wir hätten gerne langeweile für die Wetterfrösche, quasi täglich grüßt das Murmeltier. Nix mit morgens Herbst, mittags sommerlich und abends Hitzegewitter. Und jetzt auch noch quasi Winter – so von 28°C Anfang der Woche auf max. 15°c am Wochenende.

Ob wenigstens Steffi’s heutige Fragen sommerlich sind? …

Etwas, das du immer machst?
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In den Tag mit Musik & Tee starten

Wer hilft dir beim gut aussehen?
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Nicht ohne meinen Mascara!

Höhepunkt der Woche?
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Frische Kirschen – täglich

Was hast du dich getraut?
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Halb offene Schuhe bei strömendem Regen – es ist Sommer. Punkt. aus. 

Was machst du Samstagabend?

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Zum Herbstwetter gehört das Herbst-TV Programm!

Schönes Wochenende!

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Home Made. Natürlich hausgemacht

Autor: Yvette von Boven
Verlag: Dumont Buchverlag

Mit ihrem Cousin betreibt sie ein kleines Restaurant namens “Aan the Amstel” in Amsterdam, ihr Mann fotografierte die Bildern im Buch, und Yvette selbst (ein “Sie” kommt mir bei dem sympathischen, du-auf-du Buch fast nicht über die Finger) ist nicht nur im Restaurant sondern auch noch als Foodstylistin, Illustratorin, veröffentlicht regelmäßig ihre Rezepte in Delicous., Elle Food, Zeitschriften und hat mit Home Made  2011 den Preis als bestes niederländisches Kochbuch & bestes informativetes niederländisches Kochbuch bei den Gourmand World Cookbook Awards abgeräumt.

Auf ihrer Webseite / Blog beschreibt sie auf wunderbare Art und Weise wie Home Made den Leser durch den Alltag begleitet – vom Frühstück (mit Marmelade, Brot,..) über Lunch (Salate) bis hin zur Überbrückung des Mittagstiefes (Kuchen) und schliesslich zum Abendessen.

Layout:
Ein Buch das auch das versehentliche Ablegen auf der verschmutzte Arbeitsfläche verzeiht, ohne Einband und dafür mit zwei Lesebändchen. Hochwertiges, dickes Papier, bei einem Bücherregalfreundlichen Format. Auch hier setzt sich der Trend zu ausführlichen und verschiedenen Rezeptindex fort, gleich drei lassen kein Rezept überlesen. Dieser werden auch benötigt, den die Einteilung nach dem Ablauf eines Tags lasse manches eher schwer finden, diverse Tee sind in der Mitte zu finden, Kuchen & Gebäck sind zerissen. Vorbildhaft ist auch die Mischung aus Schritt-für Schritt-Bilder Anleitungen mit knappen, kurzen Anleitungen

Homemade

Rezepte:
Gute 270 Rezepte finden sich auf den fast 500 Seiten, selbst an Hundekuchen wurde gedacht. Jedes neue Kapitel startet mit der Schritt-für-Schritt Bilder Anleitung, egal ob u.a. Pralinen, Senf, Grill bauen oder Tee herstellen. Danach folgen jeweils passende Rezepte. Mal etwas leichter, dann auch wieder etwas schwieriger. Für alle was dabei!

Ob es an der Übersetzung liegt? Ganz vorne findet man links einen kleinen Hinweis zu den Mengenangaben (1 EL. = 15g), verwendeter Ofen, gedachte Personenzahl der Rezepte. Sinnvoll, höchst selten in Kochbüchern bisher gesehen (bis auf die Anzahl natürlich). Nur wer hat sich das mit der Grammanzahl ausgedacht? Besonders bei den Teerezepten sind jeweils Grammangaben angegeben, auf 1 l Wasser kommen so schnell 55 g an Kräuter zusammen. Die Teelöffelangabe hätte dort mehr sinn gemacht, daher wie üblich Augen auf beim Rezepte lesen, bevor gekocht & gezaubert wird.

Hier veröffentlichtes Rezepte:  Zitronenverbenen-Thymian-Eistee

Für gut befunden: Sommer-Minestrone, schaumige Erbsensuppe, Bohnensalat, Stachelbeermarmelade

Fehlgriffe: Waldfrucht-Champagner-Gepäck, Clubsandwich

Fazit:
Eine schöne Ergänzung für die deutsche Kochbuchlandschaft, allerdings nichts für jemand der klassisch nach Länder, Backen, Kochen, Menügängen seine Bücher sortieren möchte. Für mich die Art der “bürgerliche Küche” im Jahre 2012 -  Home Made eben. Und ein unbedingtes Muss im Bücherregal.

Mir wurde freundlicherweise ein Exemplar vom Dumont Verlag zur Verfügung gestellt
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Home Made: Zitronenverbenen-Thymian-Estragon Eistee

Der erste Sommer wo mein brauner Daumen nicht versagt – ob es am fehlenden Sommer liegt? Der Wechsel zwischen Sonne, schwüle und viel Regen scheint jedoch perfekt für meinen kleinen Kräuter- und Salatanbau auf meinem Balkon zu sein. Weniger Giesskannen schleppen musste ich auch ;)

Kräuter

Im 4. Sommerversuch auf diesem Balkon habe ich scheinbar meine Blümchen & Kräuter gefunden, der Lorbeer stammt noch von der Küchenfesternbank und hat sich wunderbar vom Kälteschock im Mai erholt. Und der Salat, quasi die zweite Zucchini was die Ernte angeht.

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Nicht nur der Salat wird kräftig geernet, die schöne Sommerzeit der letzten Tage (immerhin 27°C im Süden) war genau das richtige Wetter um die Abendsonne auf dem Balkon mit einem eisgekühlten, selbstgemachten Eistee zu geniessen.

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Im wunderschönen Buch Home Made von Yvette Van Boven (mehr dazu hier)  fanden sich dafür einige Ideen, besonders angetan hat es mir der Zitronenverbenen-Thymian-Estraon Eistee. Kurz morgens, mit Schere (und im Schlafshirt) auf den Balkon, frisch geernet und mit heissem Wasser übrbrüht. Auskühlen lassen, bis abends in den Kühlschrank verbannt. Kalt genossen. Sommergefühl pur!

Zitronenverbenen-Thymian-Estragon-Eistee
nach Home Made von Yvette Van Boven

Zutaten:
1 Zweig Zitronenverbene (ca. 25 cm)
1 Zwei Estragon (ca. 12,5 cm)
3 Zweige Zitronenthymian (je ca. 4 cm)
1,5 l Wasser
Eiswürfel

Zubereitung:

1. Die Kräuter auf Größe des verwendeten Teesiebes zuschneiden (hier: Teeesiebeinsatz), Wasser zum kochen bringen. Kochend die Kräuter übergiessen. Für 15 Min. ziehen lassen. Kräuter entfernen. .

2. Abkühlen lassen, kalt stellen. Vor dem Servieren Eiswürfel hinzufügen.

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Nepal: Patan

Kennt ihr das auch? Man ist ein paar Tage weg vom ganzen Trubel, egal ob Privat oder Geschäftlich, fremde Kultur, kein Strandurlaub, und hat noch ein paar Tage vor sich – alles ist perfekt und trotzdem kommt er, der Durchhänger. So ein Tag, wo man rein gar nichts machen möchte, außer Faul im Strassencafe oder noch schlimmer im Bett zu verbringen?

Ob es an zwei recht schlaflosen Nächten in kalten Zimmern bei 0°C in Tibet lag? Am Höhenunterschied, immerhin von 5.100 m wieder zurück auf “nur” 1.300 m und einer 8 stündigen Fahrt über perfekte Strassen in Tibet und holpriges Schlaglochumfahren auf Nepal’s bester “Schnellstrasse”?

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Das einzige wozu ich mich an dem Tag aufmachen konnte, war ein kurzer Gang durch Patan. Einer der vier größten Städte von Nepal, wie Kathmandu im Kathmandu Tal gelegen und eigentlich mittlerweile mit Kathmandu zusammengebaut.

Kurz davor fand eines der wichtigsten Hinduistischen Feste “Diwali”(=Lichterfest) statt, so dass die meisten Häuser zwar geschmückt, die Geschäfte leider noch geschlossen war.

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Herrlich war am nächsten Tag der Rundgang durchs Patan Museum, für die touristische Reisegruppen die nach 10 Uhr auf den Durban Square stürmten, reichte dafür wohl die Zeit nicht mehr. Und das Cafe war ein herrlicher Zufluchtsort vor dem Lärm, den Gerüchen der Strassen.

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Gerne hätte ich euch noch in mein schönstes Hotel der Reise genommen, ein wunderschön saniertes altes Newarihaus Newa Chen, einem traumhaftenInnenhof & offenen Räumen im DG (inkl. sehr steiler Treppe bei niedriger Decke) und dem beste Frühstück in ganz Nepal. Herrlich wer sich früh morgens zum Frühstück im Innenhof einfand, und so noch die Opfergabe für die Götter miterlebte. Leider habe ich die Bilder versehentlich gelöscht.

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Einfache Stachelbeer Tarte (Tarte rustique)

Ich mag Rhabarber eigentlich nicht. Neben Stachelbeeren das einzige aus dem elterlichen Garten, was bisher immer dankend abgelehnt wurde.

Das findet sich im Blogeintrag vom 20. Mai.2012 – und als gestern meine Mama am Telefon meinte “Wir haben im Garten geernet…magst du?” und ich mit “gerne, könnte ich vielleicht auch noch ein paar Stachelbeeren bekommen?”

Ich- und Stachelbeeren? Da gab es bisher keine Liebe – nur Abneigung. Und aktuell frage ich mich, warum eigentlich? Jahrelang vermied ich es Stachelbeeren auch nur anzurühren, weder pur, noch in der Torte (die einzige Art der Verwendung in der Familie – bisher). Mindestens seit über 20 Jahren, wenn nicht sogar schon länger.

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Bis ich letzte Woche bei meinen Eltern die Schale Stachelbeeren sah, und mehr so nebebei eine probierte. Sauer, aber irgendwie interessant, auf keinen Fall der Geschmack wie ich ihn im Gedächnis hatte, oder es mir einbildetet wie Stachelbeeren schmecken müssen. Ob ich es im Winter mal mit Rosenkohl probiere?

Für die Stachelbeeren ist mir schon auf den Heimweg, die Tarte rustique von Bolli’s eingefallen , von der auch feinschmeckle schwärmte. Ob das mit Stachelbeeren funktionieren könnte?

Und ob! Und da es quasi das erste Ma(h)l war – passt es perfekt für den Blogevent von Nata

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Stachelbeer Tarte
nach Bolli’s Kitchen
Zutaten:
Mürbteig (für 4 Tarte’s a la 15cm)
250 g Mehl, Typ 405
1 Ei (Klasse M)
100 g Butter
75 g Puderzucker
1 Prise Salz

Für den Belag (kleine 15er Tarte)
1 El. gemahlene Mandeln
150 g Stachelbeeren, geputzt
25 g Heidelbeeren
1El. Puderzucker

Zubereitung:
1. Aus Mehl, Butter, Ei, Salz und Puderzucker einen Mürbteig herstellen, für mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen (oder falls nur eine kleine Tarte gebacken werden soll, Rest einfrieren)

2. Backofen auf 180°C Ober-Unterhitze vorheizen. Backbleck mit Backblech belegen.

3. Mürbteig für die gewünschte Größe )+ 5cm zum einklappen) zwischen Frischhaltefolie ausrollen. Vorsichtig auf das Backblech legen. Mit den gemahlenen Mandeln (bis auf den geplanten Rand) bestreuuen. Die ganzen Stachelbeeren dicht aneinander legen, on top ein paar Heidelbeeren verteilen. Den Rand umschlagen, die Früchte mit Puderzucker bestreuuen.

4. Für 35-45 Minuten backen. Zum Servieren mit etwas Puderzucker bestreuen.

Blog-Event LXXIX - Das erste Ma(h)l (Einsendeschluss 15. Juli 2012)

Und weil es so schön zum Dauerevent Kleine Kuchen passt