Hokkaido Milk Bread

01 Jul 2011
1. Juli 2011

Bei Asien denkt man nur bedingt an gute Backwaren, ob es an unserem typischen dt. Selbstbewusstsein was das Bäckerhandwerk angeht, liegt?
Schon während meines Transsib-China Trip durfte ich in Peking und Shanghei diverse leckere Backwaren geniessen. So richtig “erwischt” hat es mich allerdings in Japan. Luftiges, geschmacksintensives Brot, Brötchen, mit Matcha, Schokolade und co. gefüllt, verwandelte Süsse Teilchen verführten mich alltäglich. Grundlage hierfür war meistens ein Hefeteig mit Milch, ohne Butter.

Durch Zufall wurde ich von Foodfreak bei Twitter auf meiner Suche nach einem Brioche Rezept für meinen French Toast auf das Rezept von Chili und Ciabatta verwiesen.

Glück gehabt – zukünftige Reisetrips nach Kyoto in meine Lieblingsbäckerei sind somit gespart, die Umwelt freuts.

Hokkaido Milk Bread

550g Weizenmehl Typ 550
60g Weizenmehl Type 405
9g Trockenhefe
30g Milchpulver
75g Zucker
9g Salz
1 Ei (Klasse l)
250ml Milch
150ml Schlagsahne

1. Milch lauwarm erhitzen, Sahne hinzugeben und die Trockenhefe darin auflösen. Alle weiteren Zutaten bis auf das Salz in eine Schüssel geben, Milch dazuggeben und für 4 Min. auf Stufe 2 kneten. Erst dann dass Salz einrieseln lassen und weitere 15 min. auf Stufe 4 kneten, bis ein elastischer Teig ensteht, der sich vom Boden sowie vom Wand lösst.

2. Abgedeckt (oder im Müllsack) für 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche geben und entgasen (oder Frustabbau ;) ). In vier Stücke teilen, rund formen und erneut zugedeckt für 25 min. ruhen lassen.

3. Eine Kastenform (30cm) fetten. Jedes Teigstück etwas breiter als die Kastenform ausrollen. Die Seiten leicht einschlagen und eng aufrollen. Hintereinander in die Kastenform setzten und abgedeckt für 1 Stunde gehen lassen. Während dessen den Backofen auf 175°C vorheizen.

4. Mit Sahne bepinseln und für 40 min. backen.

Fruchtiger Sommersalat

28 Jun 2011
28. Juni 2011

Eigentlich muss einem das Wetter diese Jahr leid tun. Zuerst jammern wir über zuviel, dann zu wenig Schnee. Dann ist es wochenlang wunderschön, aber zu trocken. Der Mai war genau wie man es sich wünschte, der Juni liess die Bauern über etwas Regen freuen und nun pünktlich zum Siebenschläfer Tag rückt OT Bild !Hitzewelle im Anmarch” an, was sämtliche Eltern in Süden mit schrecken an vermutlich verregnete Sommerferien (die hier nach Ende des Siebenschläfers beginnen) und 6 Wochen Indoor Beschäftigungsprogram für die lieben Kids denken kann.

Mir persönlich waren die 20-25°C der letzten Wochen auch ganz recht, nachdem ich quasi zwischen einer warmen Dachwohnung und einer sich der Aussentemparatur anpassendem Büro (Winter= kalt / Sommer =heiss) an 5 Tagen pendle. Daher steht mir an diesen Tagen immer an etwas frischem, fruchtigen, und nicht zu schwerem. Einer meiner Lieblings-Sommerzutaten ist der Rucola. Leider musste ich feststellen, dass er gekauft eher ein Reinfall darstellt. Meistens lässt er bereits die Blätter hängen, bei mir auf dem Balkon ist es entweder zu nass oder zu heiss für den Eigenanbau.
Wie gut das aktuell meine Eltern sich im Urlaub befinden und ich daher die Früchte des kleinen Garten ernten darf, neben Zucchini fiel auch etwas Rucola für mich ab.

Fruchtiger Salat I

Und da das ganze so wunderschön farbenfroh ist, mein Beitrag für den Blog Event LXIX Farbenfrohe Gerichte, gehostet vom Sylvie.

Fruchtiger Salat II

Fruchtiger Sommersalat
für 1 Person

1/2 Bund Rucola
4 Erdbeeren
1 Nektarine
1 Weinbergpfirsich
1/4 Mozarella
etwas Rohrzucker

Olivenöl
Balsamico
Salz, etwas Pfeffer

1. Früchte waschen, Erdbeeren halbieren. Netkarine in Schnitze scheiden, Weinbergpfrisch in Scheiben schneiden. Die Rucolastängel entfernen, waschen, grob von Hand in Mundgerechte Stücke rupfen.

2. In einer beschichteten Pfanne den Zucker schmelzen, Nektarine und Weinbergpfirsich kurz von beiden Seiten darin anbraten. Den Rucola auf eine Platte legen, mit den Erdbeeren, warmen Nektarinen und Weinbergpfrischen belegen. Mozarella von hand zerkleinern und darüber geben.

3. Grobes Meersalz sowie etwas gemahlener Pfeffer darüber geben, Olivenöl und Balsamico nach belieben.

PS: Nicht stehen lassen, sofort servieren

Banoffee Cupcakes

26 Jun 2011
26. Juni 2011

Es gibt Klassiker, die schmecken nur einfach nur genial, und das Rezept darf auf gar gar keinen Fall abgewandelt werden. Aber auch die, welche erst dann zum Hit in der Küche werden, wenn sie abgewandelt werden.

Gefühlt würde ich sagen die Cupcakes gehören zu letzterem. Der Banoffee Pie ist besonders in britischen Gefielden bekannt, besteht aus dem “Keks-Butter-Boden”, Bananen, ganz viel Sahne und Duce de leuche und vielleicht noch etwas Schokosauce.

Nun bin ich nicht wirklich ein Fan der Keks-Butter-Boden Rezepte, mit Ausnahme von Cheesecake, hatte aber trotzdem gelüsten eben den Banoffee Pie auszuprobieren. Aber eben anders – als damals das Cupcake Fieber noch grösser war, warum nicht als Cupcake? Es könnte natürlich auch daran liegen, dass ich noch von meinem Japan-Trip im Frühjahr 2010 ein paar hübsche Cupcake Förmchen übrig hatte, die dringend verbraucht werden sollten.

Neben den Zitronen-Cupcakes eindeutig eines meiner Lieblingsrezepte, besonders da das Topping ohne Butter auskommt.

Banoffee Pie

Banoffee Cupcakes
für 12 Stück

1/2 Menge Bananenkuchen Rezept

Für das Topping
250g Frischkäse
100g 3,5% Joghurt (eher eine feste Sorte)
120g Magerquark
200 ml Schlagsahne (geschlagen)
50g Puderzucker
3 Blatt Gelantine
1 Spritzer Zitrone
1/2 Dose Duce de Leche
1 Banane
Schokoladenraspeln

1. Den Banenankuchen nach Rezept herstellen, jedoch in Muffinförmchen backen (max. zur Hälfte füllen), auskühlen lassen und evtl. “köpfen”, damit eine glatte Oberfläche entsteht.

2. Gelantine nach Packungsanleitung einweichen, mind. 10 min. Den Frischkäse mit Joghurt, Magerquark, gesiebten Puderzucker, Zitronensaft, Duce de Leche (Karamel herstellt aus Milchmännchen) verrühren.

3. Gelantine mit 2 El. Wasser auf geringer Stufe erhitzen, bis sie flüssig ist (nicht kochen!). Dann jeweils nach und nach 1 El. der Frischkäse Masse unterrühren, bis die Masse vollständig untergezogen wurde. Für 15 min. anziehen lassen, erst dann die geschlagene Schlagsahne unterheben.

4. Mit einer Sterntülle die Masse auf die Cupcakes spritzen, kaltstellen. Kurz vor dem Servieren mit Bananenscheiben und Schokoraspeln verzieren.

Mango-Avocado Salat mit verstecktem Ziegenkäse

23 Jun 2011
23. Juni 2011

Kennt ihr es auch, ihr schaut in den Kühlschrank und findet lauter Reste? Zuwenig um damit noch was “richtiges” zu kochen, aber auch zuviel um es einfach so zu essen?
Kommt bei mir besonders gerne vor Urlauben vor, wenn der Kühlschrank eigentlich leer sein sollte- falls man nicht möchte das der Speiseplan der Eltern (oder ähnlichem) komplett durcheinander kommt, weil ein voller Korb mit rasch verwertbarem übrig bleibt?

Der heutige Eintrag hat eindeutig daher seinen Ursprung, wurde auch schon vor Wochen verbrochen, aber wie so üblich hänge ich noch etwas hinterher mit Einträgen.

In weniger als 15 min. auf dem Tisch und somit das perfekte “Später-Feierabend” Mahl.

Ziegenkäse gut verpackt

Mango-Avocado Salat mit verstecktem Ziegenkäse

1/2 Mango
1/2 Avocado
1 Tomate
1 Stück Ziegenfrischkäse
1 Scheibe Schinken
etwas Butter
Himbeeressig, Rapsöl, Salz, Pfeffer

1. Mango, Avocado sowie Tomate würfeln (natürlich nach schälen, bzw. aushölen, bzw. waschen). Den Frischkäse in den Schinken einwickeln.

2. In einer Pfanne ganz wenig Butter erhitzen, das Ziegenkäse-Paket von beiden Seiten anbraten. Aus Essig, Rapsöl, Salz und Pfeffer eine Dressing herstellen und über den Salat geben. Kurz durchmischen.

3. Ziegenkäse-Paket auf den Salat geben und sofort geniessen

Lieblingstasse

21 Jun 2011
21. Juni 2011

Eine der wenigen Sachen die bestimmt jeder, sogar der “Küchenobermuffel”, in seinem Schrank stehen hat – die persönliche Lieblingstasse. Das kann in Büros schonmal zu verzweifelten Pinnwand-Aufrufen führen, sollte die Tasse abhanden kommen, und so mancher hütet diese wertvoller als jedlichen Goldbarren (komisch, ich war der Ansicht nur Kugelschreiber würden sich grundsätzlich bei kurzfristiger 10 min. abwesenheit vom Arbeitsplatz vernachlässigt fühlen und sich ein neues Zuhause suchen).

Oder steht morgens schön brav in der Küche und spült sie, wo sonst doch alles, aber sogar das Goldrandgeschirr der Oma und das Silber in die Spühlhilfe von Siemens, Miele & co. wandern darf muss.

Es dreht sich natürlich um die Tasse – genauer um die Lieblingstasse. Peggy hat schon vor Wochen, nein Monaten dazu aufgerufen seine Lieblingstasse zu verbloggen, hochzuladen.

Bis vor kurzem platzte mein Tassenschrank regelrecht über, meistens irgendwelche Werbegeschenke und Tassen die ich nie aber auch nie verwenden würde -was ich auch nie gemacht habe. Also wurde aussortiert, und verbleiben sind ein paar.

Neben einer Starbucks-Tasse aus Koyto (die einzige), zwei aus “Kindheitstagen” von denen ich mich nicht trennen kann, meine 2. Lieblings-Morgens-Grüntee-Trinktasse, extra gross für die morgendliche Koffein-Dosis, und da darf nur Grüntee rein.

Und eben diese – die erste und wirklich Innig geliebte Tasse, von mittlerweile vier. Ich bin nicht wirklich der Typ für Merchandise, aber mittlerweile muss bei jeder Tour einer gewissen Band eine dieser Tassen gekauft werden.

Das war das erste Konzert, die erste Tour der Band seit vielen vielen Jahren. Aber eigentlich mag ich die Form, einer der Tassen die perfekte in der Hand liegt, für heisse Schokoladenabende auf dem Sofa, auf dem Schoss ein gutes Buch -und dann die Welt vergessen.

Lieblingstasse

PS: Und ja, es darf auch Kaffee in die Tasse, geht irgendwie auch mit der Nespresso ;)

French Toast mit Erdbeeren

19 Jun 2011
19. Juni 2011

Nach einem kurzen Blick auf die Wettervorhersage für dieses Wochenende war recht klar – irgendwie wird das im Juni nicht wirklich was mit “Sommertauglichkeit für Berufstätige”. Also war dringend Soul Food notwendig. Seit ein paar Wochen überkam mich jedes Mal beim Anblick von Erdbeeren die Sehnsucht nach der perfekten Kombination, welche ich vor gut 10 Jahren in einem herrlichen Bed & Breakfast auf Vancouver Island geniessen durfte. Die erste Reise, die teilweise im Internet organisiert wurde, in der “alten Zeit”, wo die wenigstens B&B’s eigene Homepages hatte, Hotelkritiken noch in den Kinderschuhen steckten und man bei der Ankunft noch nicht wusste ob es ein Volltreffer war, oder ob man sich nicht doch noch einen Schlafsack bzw. Gummistiefel für die Dusche wünschen würde? Es enttäuschte nicht, egal ob Regenkleidung für die Regenwaldtour, Tipps um den abendlichen Hunger zu stillen, oder das leckere Frühstück in der grossen Runde mit allen Gästen. Und eben French Toast, frischen Erdbeeren und ganz viel Schlagsahne.

French Toast 1

Kennt ihr das auch ? So Kleinigkeiten, die jahrelang irgendwo im Gedächnis abgelegt wurden, und plötzlich wieder auftauchen und man es dann unbedingt, sofort, unverzüglich, asap ausprobieren möchte?

French Toast

French Toast

4 dicke Scheiben Brioche oder Milchbrot
3 Eier
5 El. Milch
Vanilleextrakt
etwas brauner Zucker
Butter

1. Eier mit Milch und dem Vanilleextrakt schaumig schlagen. Die Scheiben entweder halbieren, oder ganz von beiden Seiten in die Eiermilch legen.

2. Butter in einer Pfanne erhitzen, die Brotscheiben von beiden Seiten anbraten bis sie goldbraun sind, mit etwas Zucker bestreuuen.

Tipp: Erdbeeren, Blaubeeren, Ahornsirup, Sahne, Eis, es gibt eigentlich nichts was nicht zu French Toast passt.