Der Frage Foto Freitag KW#4

25 Jan 2013
25. Januar 2013

Der Januar ist fast vorbei – wie steht es um eure Neujahrsvorsätze? Schon aufgegeben? Ich kämpfe mich tapfer in der Mittagspause aktuell durch Schnee & Glatteis & frierend in der Kälte um eine kurze 10 Minuten Runde zu drehen – der einzige Vorsatz der bei es bei mir in die Woche 4 geschafft hat.

Ob ich am Wochenende auch endlich den Sprung ins Hallenbad schaffe (Vorsatz 2)? Mal schauen, vermutlich werde ich aber eher in Blogs & co. stöbern für Ideen für den Genf-New York-Washington-Venedig Trip in ein paar Wochen (über eure persönlichen Tipps freue ich mich besonders). Jetzt aber erstmal Part 2 des Spaziergangs durch meine Wohnung mit Steffi’s Foto Frage Freitag – kommt doch mit!

Dein liebstes Ritual Zuhause?
Ritual
Winter time = tea time mit meinem Lieblingskräutertee & Tasse

Dein Lieblingsplatz?
platz
My place im Winter: Teetasse, Decke & gutes Buch & Blick aufs Kochbuchregal

Was soll eigentlich keiner sehen?
chaos
Chaos-Schublade

Freust du dich immer wieder drüber?
freuen
Rot & weiss – ein schickes paar

Deine liebste Lampe?
lampe
Ufo-like

Schönes Wochenende

Kochbuchtipp: Jerusalem von Ottolenghi

23 Jan 2013
23. Januar 2013

In den letzten zwei Jahren gab es einen Briten der aus diesem Foodblog und so vielen anderen nicht weg zuAdobe Photoshop PDF denken war – Yotam Ottolenghi. Er faszinierte mit seinem 2011 erschienen “Genussvoll vegetarisch” die Blogs – endlich war die Ottolenghi Welle auch nach Deutschland geschwappt.

In London ist Ottolenghi schon lange kein unbekannter mehr, seine 2002 gegründeten Ottolenghi Shops, Bakery ist der falsche Begriff – Cafe wegen der oft fehlenden Sitzgelegenheit auch – nennen wir es Mix aus Bakery & Take Away, sind hoch beliebt und auch mal ganz schnell ausverkauft. Persönlich liebe ich den Shop in Kensington – und so oft war dies der erste Weg nachdem abgegeben des Koffers, eine der kleinen Köstlichkeiten und heissen Kaffee im nahegelegenen Park geniessen. Ein Traum!

Nicht nur die Shops, auch Kochkurse und die wöchentliche Guardian Kolumne runden Ottolenghi ab. Was macht ihn nur aus? Die Einflüsse aus seiner Heimat Israel – bzw. besonders Jerusalem kombiniert mit denen seines Partners Sami Tamimi, der aus dem arabischen Teil der Stadt stammt?

Und genau dies spiegelt sein neuestes Kochbuch Jerusalem: Das Kochbuch wieder.

Israel der Ort wo so viele verschiedene kulinarische Einflüsse zusammen getroffen sind und treffen, gepaart mit der arabischen Küche. Ein Volltreffer könnte man meinen, besonders wenn man an die schlichte so typische Ottolenghi Küche denkt.

Layout:
Die mir vorliegende englische Ausgabe hat eigentlich nur drei Schwächen – den Einband, Register sowie nur ein Lesebändchen. Besonders der Einband ist die Schwachstelle des Buchs, zwar sieht das Cover fantastisch aus – der Stoffeinband eignet sich aber nicht wirklich für die Ablage in der Küche. Hoffen wir das der deutsche DK Verlag hier entweder auf den bewährten Ottolenghi Einband zurückgreift, auch wenn diese in Foodblogger Kreisen höchst umstritten ist.
Die Aufteilung ist klassisch, mit einer wunderschönen ausführlichen Einführung in das Buch, Jerusalem, die Küche, die Geschichte. Um dann klar strukturiert in die Rezepte zu starten – egal ob Gemüse, Suppe, gefülltes oder eben auch Fleisch und Fisch. Um nur ein paar davon zu nennen.
Umso wichtiger, das Register oder auch Index genannt, schwächelt deutlich. Eine Mischung aus Zutaten, Rezeptnamen – hier fehlt deutlich die Struktur! Auch hier, hoffentlich ist die deutsche Ausgabe besser aufgebaut.

Rezepte:
Kaum ein Rezept hat es nicht – ein kurzes Vorwort. Entweder zu einer der Zutaten, der Zubereitungsweise oder der Geschichte. So kommt einem die Küche noch einen Schritt näher.
Nicht zu vergessen die Bilder, die so einfach, so schlicht wirken. Keine unscharfen Hintergründe, unwichtige Accessoire – die Gerichte stehen in ihrem vollen Farbvielfalt im Vordergrund. Und verführen zum nachkochen.

Die Auswahl der Rezepte ist so vielfältig wie die ganze Köche, pürierte Rote Bete mit za’atar trifft auf Risotto, Pasta, Fisch kebab, Milchpudding und Hefezopf..

PicMonkey Collage

Hier veröffentlichte Rezepte:
Spiced Cookies
Hackfleischbällchen mit Granatapfelkernen
Milchpudding

Fehlgriffe bisher Fehlanzeige!

Fazit:
Mein persönliches Lieblingskochbuch des Jahres 2012, und eine deutliche Bereicherung für mein Kochbuchregal. Keines der Rezepte bisher ein Fehlgriff, dazu sind die Zutaten ohne Schwierigkeiten selbst in der schwäbischen Provinz zu finden. Ein unbedingter Kauftipp – Jerusalem erscheint am 25. Januar auch in Deutsch beim DK Verlag.

Budapest: Ungarische Küche

22 Jan 2013
22. Januar 2013

Die ungarische Küche hatte ich bisher eher weniger auf dem Schirm, und offen gestanden bin ich auch nicht wirklich ein Fan von schwerer Hausmannskost – wie Gulasch, Gulaschsuppe, & co. vermuten lassen. Dazu herrschten zu meiner Reisezeit im Juni 2012 noch über 30 Grad.

Trotzdem wurde ich positiv überrascht.

Pozsonyi Kisvendeglo
Pozsonyi_Kisvendeglo
Ein einfacheres Lokal in der Radnoti Miklos, ein Ort wo sich selten Touristen hin verirren – ausser in das mittlerweile auch in einigen Reiseführern erwähnte Pozsonyi Kisvendeglo. Wer strahlendweise Tischdecken, Teller wie im 3* Michelin Restaurant erwartet, ist hier leider falsch aufgehoben. Einfache Hausmansküche ist angesagt, traditionelle ungarische Küche steht auf dem Programm. Die Gulaschsuppe (Vorspeise) reichte vollkommen aus, war heiss und köstlich! Dazu reichlich frisches Brot. Sehr günstig!

Tipp: Entlang der Donau auf dem Rückweg spazierengehen und nicht mit der Tram zurückfahren, auf dem Rückweg gibt es auch noch eine tolle Eisdiele.

Sinnvoll ist es vorzureservieren oder rechtzeitig zu erscheinen, im Sommer lädt die Bestuhlung auf dem Bürgersteg ein.

Pozsonyi Kisvendeglo
Radnoti Miklos utca 38.,
Budapest

Irgendwo rund um die Opera
unknown
Keine Sorge, das Restaurant oder besser die Weinbar heisst nicht so, nur (peinlich!) mir fällt der Name nicht mehr ein. Es war der letzte Tag in Budapest, nach 4 Tage über 35 Grad schüttete es nur so aus Kübeln, passende Kleidung (und Schuhe) war natürlich Fehlanzeige! In einer der Seitenstrassen in der Nähe der Oper fand ich aber dieses entzückende kleine Lokal, recht gut besucht. Nachdem Katha nur so von Mangalica Wurst schwärmte, war klar das ich mich für die Mangalica Würste mit Kartoffeln entschied. Gute Wahl! Unbedingt a la card bestellen und nicht das Set Menu, das mit gegartem Blumenkohl eher enttäuschte.

Street Food – Hummus Bar
Street Food
Es war heiss in der Stadt, zudem fand noch die Fussball-EM statt und quasi direkt vor meiner Haustür wurde das ganze per Public Viewing übertragen. Ausserdem eine gute Chance ungarische Küche zu probieren, wie z.B. die fritierten Fladenbrote (Langos) mit Belag nach Wahl.
Für das deutsche Spiel wollte ich mir allerdings recht früh einen Platz sichern, somit gab es ein Take Away Dinner von der Hummus Bar – Hummus, Laffa & Falafel. Eine gute Wahl besonders im Sommer, auch um es mit zum Donauufer zu nehmen.

Hummus Bar
diverse Restaurants u.a. Október 6. str. 19, Budapest

http://www.hummusbar.hu


Der Frage Foto Freitag KW#3

18 Jan 2013
18. Januar 2013

Seit ihr schon angekommen in 2013?
Hatte ich die ersten Tage noch so meine Schwierigkeiten mit der “13″ – wie oft haben meine Finger doch noch den Weg zur liebgewonnen “12″ gesucht- wird es so langsam besser. Und endlich kann ich sagen, ich bin wieder angekommen! Nach vier herrlichen, anstrengenden, anderen Wochen in Indien – einer stressigen “Vorweihnachts” und “Zwischen-den-Jahren” Phase wird es langsam wieder ruhiger.

Und endlich wieder Zeit für Steffi’s Fragerunde. Meine Premiere in 2013 gleich mit etwas neues – kommt mit auf einer Tour durch meine Wohnung:

Auf deinem Couchtisch?
on my table #ffr
Urlaubsvorbereitungen!

An deiner Wand?
on the wall#ffr
New York hat Nepal abgelöst – in meiner Küche

In deinem Bad?
Uggs #FFR
“Wohnung-Auto-Büro-Mittagsrunde-Büro-Auto-Wohnung” Schneechaosschuhe

Auf deiner Fensterbank?
fensterbank
Tapfer halten die letzten Kräuter vom Balkon auf dem Küchenfenster durch

In der Küche?
küche
Japaner, Italiener, Engländer, Amerikaner..Kochlöffel aller Nationen versammelt euch ;)

 

Schönes Wochenende!

PS: Ihr wollt nix verpassen? Wie wäre es mit Bloglovin, Feedburner oder ganz neu Blog-Connect..natürlich auch ganz klassisch per e-mail (ganz rechts)

Budapest: Strudel, Kuchen, Gebäck

15 Jan 2013
15. Januar 2013

Ungarn ist bekannt für ihre traumhaften Backwaren, somit stand fest – im Budapest Urlaub wird auch bei über 30 Grad ein Cafe & Backhaus nach dem anderen abgeklappert – und jeder Stopp hat sich (fast) gelohnt.

Beste Strudel in Budapest – Retes
Fast an jeder Ecke findet man eine Bäckerei die Strudel verkauft, den besten hatte ich aber in einem kleinen Geschäft das sich auf Strudel spezialisiert hat. Ganz weit ausserhalb vom Center, aber in der Nähe der Lehelmarkthalle bzw. mit der Tram ganz schnell erreichbar.
RETES
RETES
Robert Karoly Körot (Kreuzung zur Lehel u.)
Budapest
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 7 bis 19 Uhr
Strassenbahn: Linie 1 oder 1 A (Lehel utca) oder Linie 14 (Róbert Károly körút)

Daubner Cukrászda
Daubner
Eine kurze Strassenbahnfahrt und ein Spaziergang ein Stück hoch zum Daubner Berg (nicht weit & steil) werden mit köstlichen Kuchen, Gepäck, Torten, und Eiscreme belohnt. Touristen verirren sich eher weniger hierher, dafür umso mehr Einheimische. Die Bestellung erfolgt klassisch – die Bäckerei ist in diverse Stationen unterteilt, und jeweils wird bestellt und bezahlt. Englisch wird weniger gesprochen, mit dem üblichen Handzeichen kann man sich aber sehr gut verständigen. Unbedingt vorbeischauen!

Daubner Cukrászda
Szépvölgyi út 50
Budapest

http://daubnercukraszda.hu/

Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag 9 bis 19 Uhr
Strassenbahn: Linie 17 (Kolosy tér)

Ruszwurm Cukrászda
Ruszwurm Cukrászda
In jedem Reiseführer findet man das das Cafe Ruszwurm, welches 1827 gegründet wurde und somit eines der ältesten noch bestehenden Cafes in Budapest ist. Die Lage direkt im Burgviertel könnte allerdings auch der Grund dafür sein, wer den Anstieg zu Fuss gewagt hat sucht gerne ein Plätzchen zum Ausruhen – bzw. jeder der vielen Touristen ein Ort zur Kaffeepause! Entsprechend überfüllt und touristisch geht es im Cafe zu, mit Glück erwischte ich noch einen Tisch im freien. Die Torte war gut, aber nix aussergewöhnliches. Dafür das innere des Cafes, die alte Einrichtung begeistert!

Ruszwurm Cukrászda
Szentháromság u. 7
Budapest

http://www.ruszwurm.hu/

Öffnungszeiten: 9 bis 20 Uhr

Hörnchen

13 Jan 2013
13. Januar 2013

Seit mich Ulrike vor zwei Jahren mit einem Sauerteig-Baby versorgt hatte, gingen meine Bäckereinkäufe drastisch zurück. Extra für frische Brezeln und Brötchen bin ich aber auch vorher nie ins Dorf gefahren (zu Fuss wäre es etwas zu weit), somit gab es lange Zeit Brezeln meist nur bei geschäftlichen Sitzung oder Besprechungen.

Hörnchen

War ich deshalb umso erstaunter, als ich mir gestern eine Brezeln kaufte und kurz über den Preis stolperte – stolze 69 Cent wurde dafür verlangt. Und das war keine im Familienbesitz befindliche Bäckerei, die mit 99% Sicherheit die Brezeln nicht als Teiglinge in einem Osteuropäischen Land herstellen lässt, sondern einer dieser Backshops im lokalen Edekamarkt.

Ob ich mich jetzt doch noch an dem Süddeutschen Backwerk versuchen werde? Der erste Versuch mit etwas anderem als Brot hat super geklappt, wobei mit Rezepte vom Plötzblog nichts falsch zu machen ist.

Herrliche Hörnchen, wenn auch das rollen am anfang etwas Übung erforderte- aber schön “flauschig” innen, wenn ihr wisst was ich als Backleie meine.

Hörnchen

Hörnchen
nach Plötzblog, für ca. 8 Stück
Zutaten:
Vorteig (water roux)
200 g Milch
40 g Weizenmehl, Typ 550

Hauptteig
Vorteig
460 g Weizenmehl, Typ 550
140 g Milch
25 g Butter
9 g Salz
6 g Frischhefe
1 Eigelb

Zum Bestreichen
1 Eiweiß und etwas Milch (vermischen)

Zubereitung:
1. Für den Vorteig die Milch klumenfrei mit dem Mehl verrühren, und in einem Topf und ständigem Rühren erhitzen. Wenn diese leicht stockt, von der Platte nehmen und für 2 min. kräftig rühren, bis sich der Teig vom Boden löst. Abgedeckt abkühlen lassen.

2. Für den Teig die weiteren Zutaten inkl. dem Vorteig zu einem Teig kneten, hierbei 5 Minuten auf Stufe 1 sowie 10 Minuten auf Stufe 2 (KitchenAid) bis sich der Teig vom Schüsselboden löst. Über Nacht zugedeckt im Kühlschrank ruhen lassen.

3. Am Backtag aus dem Kühlschrank nehmen, und für 2 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen. Den Teig teilen, und je dünn ausrollen (ca. 30x30cm) und in vier Dreicke schneiden. Straff zu einem Hörnchen aufrollen (beginnend bei der dicken Seite), auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzten. Mit der Eiweiss-Milch Mischung bestreichen und für weitere 60 Minuten gehen lassen.

4. Backofen auf 200°C Ober-Unterhitze vorheizen, die Hörnchen für 20 Minuten backen lassen.

Tipp: Eignen sich perfekt zum einfrieren