Dessertkochkurs bei Ludwig Heer

Wozu gemeinsame Mittagspausen doch alles gut sein können. Ohne so eine hätte ich nie von den Kochkursen von Ludwig Heer erfahren (wer sich dahinter versteckt – später). Den in VHS oder Haus der Familien Kursprogrammen zum Thema Kochen & Backen habe ich schon lange nicht mehr geblättert. Gut, es könnte nur an einer schlechten Erfahrung von mir liegen, aber auf „aus dem Internet“ Kopierte Rezepte, und dann in 4-5er Gruppen nachkochen eine einzelnen Ganges kann ich gut verzichten, das probier ich dann lieber selber aus.

Bis mir eben diese Kollegen von den Kochkursen vorschwärmte, ihre Freundinnen wären davon so begeistert. Also erstmal gegoogelt- der Name Alte Post sagte mir dann schon was. Bekannt in der Region für gute Schwäbische Küche, und das der Sohn im Restaurant „Burg Staufeneck“ bzw. in der „Schwarzwaldstube“ gearbeitet hat. Das stimmt auch, daneben spuckte google noch eine Ausbildung im „Culinary Institute of America“ und die größte Überraschung der deutsche Kanditat für den Kochwettbwerb Bocuse d’Or (der übrigens im Januar 2011 stattfindet). Ein Kochbuch wurde in Zusammenarbeit mit einem regionalfokusierten Supermarkt geschrieben, dazu später mehr.

Der Dessertkochkurs letzte Woche erschien mir als perfekte Gelegenheit das ganze auszuprobieren, wobei ich noch das Glück hatte einen Platz zuergattern. Die Kurse sind auf Grund des Preises (25 € Kursgebühr + 15 € Zutaten inkl. Prosecco) sowie der Art immer sehr schnell ausgebucht.

Statt fand der Kochkurs in der Küche der Alten Post, was zur Folge hat, dass das ganze immer Montags veranstaltet wird. Gut, ich liebe süsses, dachte mir also nichts dabei, noch nach 19 Uhr dies zu geniessen.

Das ganze war so aufgezogen wie ich es mir vorgestellt und auch gewünscht hatte, Ludwig Heer kochte zu 80 %, wir Teilnehmer erledigten die Handlanger -Arbeiten und durften das Anrichten übernehmen. Gewürzt war das ganze mit einer Menge Tipps, wie z.B. das er Küvertüre grundsätzlich in der Mikrowelle schmilzt (und das wo er nebenher noch eine Pralinen Manufactur betreibt), oder wie man den Spritzbeutel richtig hält oder wie man mit Apfelspalten Karten spielt oder das man gerne Mousse & co. problemlos eingefrieren kann usw.
Ein gewisser Anteil Humor war auch mit von der Partei, besonders als anstelle der Zartbitter Valrhona nur die Vollmichkuvertüre eingepackt wurde, und die Schokoladenküchlein nicht so ganz gelungen sind – aber mit etwas improvisation wurde das auch noch gerettet ;)

Insgesamt wurden fünf Desserts zubereitet, von der Kokos- Creme Brülee, über Schokoladenmousse zu Schokoladenküchlein, Quarkknödel und Tiramisu mit Basilkum-Minzpesto (leider hiervon kein Bild). Beim letzten Gang gegen 22.45 Uhr musste ich mich allerdings geschlagen geben, zuviel süsses.

Desserts

Die Pause nutze ich um im Kochbuch „Ludwig Heer & friends“ zu schmöckern. Mit 44 Rezepten fällt es eher spärlich aus, allerdings wird jedes Rezept auf einer Doppelseite präsentiert, einzelne Schritte sind nochmals extra bebildert und natürlich gibt es immer ein grosses Bild.

Kochbuch

Am besten schmeckte mir die Kokos Creme Brülee, den Pfiff gaben eindeutig die Pfeffermangos

Kokos Creme Brulee mit Pfeffermango

Kokos Creme Brulee mit Pfeffermango
von Ludwig Heer

150ml Sahne
150ml Kokosmilch
10ml Rum
45g Zucker
4 Eigelb

ca. 50g brauner Zucker
1 Mango
1 Limette
bunter Pfeffer
Zucker
Himbeeren
Minze

1. Eigelb mit Zucker verrühren, die Sahne, Kokosmilch sowie Rum hinzugeben. Nach Möglichkeit nicht schlagen, sollte sich doch etwas Schaum bilden, diesen abschöpfen.

2. Die Masse in Souffletformen oder Creme Brülee Schalen füllen und bei 100°C Umluft für ca. 30 min. backen bis die Masse stockt.
Dann die Förmchen aus dem Ofen nehmen und komplett abkühlen lassen.

3. Die Mango in kleine Würfel schneiden, mit Zucker, Pfeffer sowie der geriebenen Schale der Limitte und Limettensaft abschmecken.

4. Die Förmchen mit Zucker bestreuuen und mit einem Bunsenbrenner karamellisieren. Mit den Pfeffermangos, Himbeeren und Minze garnieren.

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4 Kommentare

  1. hübsche Idee die creme brulee mal etwas anders zu machen. Ein guter Kurs ist mehr wert als 10 schlechte. Die Erfahrung habe ich auch gemacht.

    • Stellt sich nur die Frage was bedeutet gut? Für mich war es diese Art des Kochens, eine andere Kollegen war zutiefst enttäuscht, da sie eher nachkochen unter Anleitung wollte.

  2. Ich musste grad so schmunzeln, weil die alte Post ja in „Kuchen“ ist – der Ortstitel passt also irgendwie auch ganz gut zu einem Dessertkurs. ;-) Schöne Sachen habt ihr da gemacht.

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