Hereinspaziert- Tag der offenen Küche

Der Mensch ist von Natur aus neugierig. Mir geht es genauso – euch auch?
Umso mehr freut es mein Gemüt, dass Steph es auch so gut und zum allgemeinen „Tag der offenen Küche“ aufgerufen hat.

Vor der Wohnungssuche war mir klar wie meine erste „richtige“ Küche aussehen muss: Grosser Kühlschrank, hochgebauter Backofen, am liebsten noch mit hochgebauter Spülmaschine und eine Kochinsel. Gut letzteres war damals schon eher eine Träumerei.

Bei der Wohnungssuche war schnell klar, eine Wohnung zu finden, welche die drei wichtigsten Regeln des Immobilienmarktes (Lage, Lage, Lage) entspricht, einen praktischen Grundriss, mir gefällt und noch mit der perfekten Massen für meine Küche würde einem 6er mit Zusatzzahl im Lotto gleichen.

Der schwäbische Wohnungsbau scheint seit Mitte der 90er davon auszugehen, dass die Schwäbische Hausfrau nicht mehr kocht. Daher findet man entweder nur eine Küchenzeile im Wohn-Ess-Kochbereich vor. Mit viel Glück gibt es schon einen Mini-Quadratischen Raum oder eben einen Schlauch.

Genau das wurde es bei mir!

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Nix da mit hochgebauten Backofen

So manchem Küchenplaner war bereits der Hochschrank für den Kühlschrank (mit 0°C Zone) zuviel, max. Halbhoch sollte es hier gehen. Aber nachdem Staufläche im Wohnzimmer eher Mangelware sein würde, wollte ich möglichst viel in der Küche unterbringen.

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Kochinsel? Fehlanzeige

Blick vom Wohn-Esszimmer in die Küche, die Schiebetür ist super praktisch. Schnell ist sie zu, man ist aber auch eigentlich während des Kochens mitten drinnen im Geschehen.

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Chaos pur – Zwillingen eben!

Ein kleiner Teil der Gewürz & Salz & Pfeffersammlung, mittleweile in den Blechdosen wie so manch anderer Bloggerkollege auch. Die vorherigen Gläser waren einen Tick zu hoch, und die Schublade hing mehr als einmal. Jetzt passt alles perfekt rein, daneben ist (noch) Platz für das was man so alles schnell benötigt, Cup & Spoon Measuring, Schneidebretter, Microplane Reiben usw.

Mein Eckschrank! Das grosse ? in meiner Küche, so richtig nutzen kann ich ihn bislang nicht. Nur die Teevorräte (frisch vom Englandaufenthalt aufgefüllt), Trockenvorräte sowie in der 2. Ebene die Gewürzvorräte finden hier Platz. Mir persönlich immer zu umständlich, etwas was öfters benötigt wird dort zu parken.

PS: Die Krümmel in der anderen Schublade stammen vom Brot – Platz für einen Brotkasten habe ich irgendwie keinen ;)

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Keine Gardinen!

Ostseite, herrlich morgens die Sonne in ihrem morgendlichem Kampf über den „Bergrücken“ zuzuschauen. Nachteil, es bleibt wenig Licht in der Recht dunklen Küche zum Fotografieren.

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Die Wand gegenüber der „Küchenzeile“

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Mal kurz in Erinnerungen schwelgen

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Kochlöffel aus den USA; UK, Italien und Japan sind hier zufinden – sowie der neuste Küchenzuwaschs

Schon gesehen? „Keep calm and …“ – die ehemaligen Plakate aus dem 2. Weltkrieg freuen sich in UK mittlerweile grosser beliebtheit, seitdem jeder das Layout & Wortlaut verwenden darf. Tassen, Schüsseln, Schürzen, Karten, ach es gibt einfach nichts was nicht ohne „Keep calm and..“ auskommen würde – auch keine Topflappen.

Aber passen sie nicht perfekt zu meiner KitchenAid??

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Mein Küchenkauf-Odysee:
– Planungsbeginn: 9 Monate vor dem Einzugstermin
– Festlegung auf 2 Hersteller (Häcker & Schöller) nach einer Tour durch die Küchenausstellung des Möbelriesen aus Ulm
– Welcher Anbieter in der Region bietet die Hersteller an? (genau drei Stück)
– Jeweils Planung erstellen lassen (von 2 diese auch erhalten)
– Internetforum zur Küchenplanung einbeziehen (ok von der Seite)
– Preisvergleich der Geräte (Mittelwert bei geizhals.at + Speditionskosten)
– Feilschen!!! Feilschen!! Feilschen!!
– Termin zum Einbau vereinbaren, bei mir wurde die Küche 1 Monate davor bereits bestellt, um evtl. Verzögerungen von Häcker vorbeugen zu können.

Fazit:
Meine Küche lag zum Schluss 35% unter dem 1. Angebot der Konkurrenz, dafür aber in Lack, mit Montage von Wasser (5 Std. dauerte der komplizierte Anschluss) & Strom, 2 Tage Montage der Küche von Schreinern (keine Subler). Und das von einem Anbieter wo ich bestimmt nicht so reingeschaut hätte („Nobel-Möbelhaus“). Auf Anzahlung hatten wir auch verzichtet, diese würde ich berufsbedingt nie leisten – sondern max. gegen eine Anzahlungsbürgschaft leisten, und dann verzichten die meisten ;)

13 Kommentare

  1. In deiner Küche fühlt man sich sofort behaglich. Frühmorgens gibt es ja noch nicht viel abzuwaschen. So kann man seine Blicke in die Ferne schweifen lassen.

  2. Schön bei dir und endlich wieder mal jemand, bei dem die Schubladen aussehen wie bei mir. ;-))))) Ich habe die gleichen Leuchten unter den Schränken.

  3. Wow ‚Tina, tolle Küche, tolle Farben und ein schöner Ausblick. Sehr gemütlich. Ich dachte gerade, du hast meine Schubladen fotografiert *grins *

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