Home Made. Natürlich hausgemacht

Autor: Yvette von Boven
Verlag: Dumont Buchverlag

Mit ihrem Cousin betreibt sie ein kleines Restaurant namens „Aan the Amstel“ in Amsterdam, ihr Mann fotografierte die Bildern im Buch, und Yvette selbst (ein „Sie“ kommt mir bei dem sympathischen, du-auf-du Buch fast nicht über die Finger) ist nicht nur im Restaurant sondern auch noch als Foodstylistin, Illustratorin, veröffentlicht regelmäßig ihre Rezepte in Delicous., Elle Food, Zeitschriften und hat mit Home Made  2011 den Preis als bestes niederländisches Kochbuch & bestes informativetes niederländisches Kochbuch bei den Gourmand World Cookbook Awards abgeräumt.

Auf ihrer Webseite / Blog beschreibt sie auf wunderbare Art und Weise wie Home Made den Leser durch den Alltag begleitet – vom Frühstück (mit Marmelade, Brot,..) über Lunch (Salate) bis hin zur Überbrückung des Mittagstiefes (Kuchen) und schliesslich zum Abendessen.

Layout:
Ein Buch das auch das versehentliche Ablegen auf der verschmutzte Arbeitsfläche verzeiht, ohne Einband und dafür mit zwei Lesebändchen. Hochwertiges, dickes Papier, bei einem Bücherregalfreundlichen Format. Auch hier setzt sich der Trend zu ausführlichen und verschiedenen Rezeptindex fort, gleich drei lassen kein Rezept überlesen. Dieser werden auch benötigt, den die Einteilung nach dem Ablauf eines Tags lasse manches eher schwer finden, diverse Tee sind in der Mitte zu finden, Kuchen & Gebäck sind zerissen. Vorbildhaft ist auch die Mischung aus Schritt-für Schritt-Bilder Anleitungen mit knappen, kurzen Anleitungen

Homemade

Rezepte:
Gute 270 Rezepte finden sich auf den fast 500 Seiten, selbst an Hundekuchen wurde gedacht. Jedes neue Kapitel startet mit der Schritt-für-Schritt Bilder Anleitung, egal ob u.a. Pralinen, Senf, Grill bauen oder Tee herstellen. Danach folgen jeweils passende Rezepte. Mal etwas leichter, dann auch wieder etwas schwieriger. Für alle was dabei!

Ob es an der Übersetzung liegt? Ganz vorne findet man links einen kleinen Hinweis zu den Mengenangaben (1 EL. = 15g), verwendeter Ofen, gedachte Personenzahl der Rezepte. Sinnvoll, höchst selten in Kochbüchern bisher gesehen (bis auf die Anzahl natürlich). Nur wer hat sich das mit der Grammanzahl ausgedacht? Besonders bei den Teerezepten sind jeweils Grammangaben angegeben, auf 1 l Wasser kommen so schnell 55 g an Kräuter zusammen. Die Teelöffelangabe hätte dort mehr sinn gemacht, daher wie üblich Augen auf beim Rezepte lesen, bevor gekocht & gezaubert wird.

Hier veröffentlichtes Rezepte:  Zitronenverbenen-Thymian-Eistee

Für gut befunden: Sommer-Minestrone, schaumige Erbsensuppe, Bohnensalat, Stachelbeermarmelade

Fehlgriffe: Waldfrucht-Champagner-Gepäck, Clubsandwich

Fazit:
Eine schöne Ergänzung für die deutsche Kochbuchlandschaft, allerdings nichts für jemand der klassisch nach Länder, Backen, Kochen, Menügängen seine Bücher sortieren möchte. Für mich die Art der „bürgerliche Küche“ im Jahre 2012 –  Home Made eben. Und ein unbedingtes Muss im Bücherregal.

Mir wurde freundlicherweise ein Exemplar vom Dumont Verlag zur Verfügung gestellt
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