Jahresrückblick eines Foodblogs – 2012

Das war es also fast das Jahr 2012, und was für ein Jahr es war.

Egal ob es der Schritt in die (WordPress-)unabhängigkeit, tolle Treffen mit lieben Mitbloggern und Lesern, oder kulinarische Abenteuer in London, Budapest oder zuletzt in Indien war. Soviel ist passiert, soviel hat sich verändert.

Nachdem ich immerhin fast jeden Jahresrückblick verpasst habe – greife ich aber gerne Christina’s Idee des kulinarischen Rückblicks auf.

––– Mein kulinarische Jahr 2012 —

1) Am häufigsten gekocht
Die leider zu oft anfallende Resteverwertung eines wenig Latte 1-Personen-Haushalts: Milch- bzw. Griesbrei

2) Zu wenig bzw. gar nicht gekocht
Selbstgemachte Nudeln, egal ob „pur“ oder gefüllt standen 2012 gar nicht auf dem Speiseplan. Davon das ich seit 2010 die japanische Variante der Ravioli ausprobieren möchte sprechen wir mal lieber gar nicht.

3) Herzhaftes Lieblingsgericht
Kartoffelgulasch aus Österreich vegetarisch, zwar nicht das schnellste aber doch mit wenig Aufwand ein richtiges Soulfood, perfekt nach einem stressigen Bürotag.

4) Süßes Lieblingsgericht
Muss ich mich hier wirklich entscheiden? Falls ja dürften es ganz knapp die Pfeffernüsse aus Jerusalem werden.

5) Ein Gericht, das total in die Hose ging
Das dritte Schwäbische Nationalgericht (nach Spätzle und Linsen) – Pfitzauf. Nicht wirklich richtig aufgegangen, nicht aus der provisorischen Form gegangen. Ob ich 2013 einen neuen Anlauf wage?

6) Kulinarische Neuentdeckung
Erneut gab es so einiges was ich dieses Jahr erstmals probiert oder seit langen Jahren versucht habe. Und bei so manchem wurde es nicht nur ein kurzes probieren – es entstand quasi eine Liebe auf den zweiten Blick.

Ziegenfrischkäse (its love), Wirsing, Rhabarber, Kakaonibs, Okraschoten, Quitten, Rote Bete

7) Küchengerät des Jahres
Eindeutig der Julienne Hobler (Roko DesignLine) von Börner, auch wenn so mancher Fingernagel daran glauben musste. Super scharf, sogar feine Streifen aus Rote Bete und Gurken gelingen damit.

Obwohl die Mason Cash & Staub Keramikschüsseln auch soo schön sind, und dazu noch praktisch.

8) Restaurantbesuch des Jahres
Menza in Budapest, obwohl persönlich der laue Sommerabend an der Donau mit Hummus & Farfalle & Brot wohl der schönste Moment war.

9) Kochbücher 2012 – Top 3
Österreich vegetarisch von Katharina Seiser & Meinrad Neunkirchner.
Nicht nur wunderschöne Bilder von Thomas Apolt begleiten die Reise durch die Jahreszeiten, auch die Rezepte überzeugen. Und dazu gibt es noch viele Hinweise auf Variationen, passende Beilagen. Und keine Sorge, für nicht österreicher gibt es auch eine Hilfestellung dafür.

Jerusalem: Das Kochbuch von Ottolenghi & Tamimi
Ein weiteres Ottolenghi Buch das begeistert, für mich sein bisher bestes. Die Mischung aus jüdisch & arabischer Küche quer durch das Menü inkl. toller Backwaren ohne gleich halb verzweifelt im Supermarkt nach den Zutaten zu suchen. Dazu einfache Rezept, die bisher alle funktionierten. Im Januar auf deutsch erhältlich! Am besten gleich vorbestellen!

Jahreszeiten: 200 Rezepte – schnell und unkompliziert von Donna Hay
Die australische Version von Jamie Oliver ist ähnlich produktiv was die Arbeit an Kochbüchern angeht. Wer wenig Lust hat, sein Kochbuchregal um weitere Bücher zu ergänzen ist mit diesem gut bedient, beinhaltet es doch Rezepte aus den bisherigen Büchern bzw. Donna Hay Magazinen. Praktisch sortiert nach Jahreszeiten, besonders für Leckermäuler eine Kaufempfehlung.
Selbst die fehlende Bindung und unhandliche Format lässt sich nach einem Löffel des Apple Pie’s verkraften.

10) Kochbücher 2012 – Flop
Lecker: Soulfood: Die besten Rezepte für Körper und Seele
Bei der Aussage „Die besten Rezepte für Körper und Seele“ waren mir spontan Hühnersuppe, Eintöpfe, Schokolade in jedlicher Form usw. eingefallen. Tja, nicht so für die Redaktion, dreht es sich doch eher um die schlanke Linie als um Futter für die Seele. Dazu noch Rezepte aus den bereits erschienen Lecker Rezepten – leider ein absoluter Reinfall für mich, da auch ein teil der nachgekochten Rezepte einfach nicht wirklich funktionieren.

Asiatisch gut gekocht!: Das Grundkochbuch von Marlisa Szwillus
Die Idee klingt gut, ein Grundkochbuch für die asiatische Küche, und hier liegt auch schon das Problem. Wurde doch glatt der gesamte Kontinent Asien in so ein kleines Buch gepackt, auch mit den doch ganz anderen Küchen Indiens und Japans. Und ohne gut ausgestatteten Asienmarkt stellte sich das Nachkochen leider schwieriger dar als zuerst gedacht.

11) Bestes kulinarik-verwandtes Erlebnis 2012
Muss ich mich hier wirklich entscheiden? Immerhin gab es mit Bloggertreffen auf der Buchmesse, Hüttenforumtreffen, Twitter kochen so einiges in 2012..alles war schön!

12) Eure Top 3 – welche Rezepte habt ihr am meisten angeklickt?

Sinnlicheste Salat der Welt
(soo schlicht und doch so gut)

Einfacher Bananenkuchen
(zuerecht – der beste Bananenkuchen)

Schwarzes Sesameis
(etwas aufwändiger – aber eines meiner Lieblingssorten)

 

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