Jerusalem von Ottolenghi

In den letzten zwei Jahren gab es einen Briten der aus diesem Foodblog und so vielen anderen nicht weg zuAdobe Photoshop PDF denken war – Yotam Ottolenghi. Er faszinierte mit seinem 2011 erschienen „Genussvoll vegetarisch“ die Blogs – endlich war die Ottolenghi Welle auch nach Deutschland geschwappt.

In London ist Ottolenghi schon lange kein unbekannter mehr, seine 2002 gegründeten Ottolenghi Shops, Bakery ist der falsche Begriff – Cafe wegen der oft fehlenden Sitzgelegenheit auch – nennen wir es Mix aus Bakery & Take Away, sind hoch beliebt und auch mal ganz schnell ausverkauft. Persönlich liebe ich den Shop in Kensington – und so oft war dies der erste Weg nachdem abgegeben des Koffers, eine der kleinen Köstlichkeiten und heissen Kaffee im nahegelegenen Park geniessen. Ein Traum!

Nicht nur die Shops, auch Kochkurse und die wöchentliche Guardian Kolumne runden Ottolenghi ab. Was macht ihn nur aus? Die Einflüsse aus seiner Heimat Israel – bzw. besonders Jerusalem kombiniert mit denen seines Partners Sami Tamimi, der aus dem arabischen Teil der Stadt stammt?

Und genau dies spiegelt sein neuestes Kochbuch Jerusalem: Das Kochbuch wieder.

Israel der Ort wo so viele verschiedene kulinarische Einflüsse zusammen getroffen sind und treffen, gepaart mit der arabischen Küche. Ein Volltreffer könnte man meinen, besonders wenn man an die schlichte so typische Ottolenghi Küche denkt.

Layout:
Die mir vorliegende englische Ausgabe hat eigentlich nur drei Schwächen – den Einband, Register sowie nur ein Lesebändchen. Besonders der Einband ist die Schwachstelle des Buchs, zwar sieht das Cover fantastisch aus – der Stoffeinband eignet sich aber nicht wirklich für die Ablage in der Küche. Hoffen wir das der deutsche DK Verlag hier entweder auf den bewährten Ottolenghi Einband zurückgreift, auch wenn diese in Foodblogger Kreisen höchst umstritten ist.
Die Aufteilung ist klassisch, mit einer wunderschönen ausführlichen Einführung in das Buch, Jerusalem, die Küche, die Geschichte. Um dann klar strukturiert in die Rezepte zu starten – egal ob Gemüse, Suppe, gefülltes oder eben auch Fleisch und Fisch. Um nur ein paar davon zu nennen.
Umso wichtiger, das Register oder auch Index genannt, schwächelt deutlich. Eine Mischung aus Zutaten, Rezeptnamen – hier fehlt deutlich die Struktur! Auch hier, hoffentlich ist die deutsche Ausgabe besser aufgebaut.

Rezepte:
Kaum ein Rezept hat es nicht – ein kurzes Vorwort. Entweder zu einer der Zutaten, der Zubereitungsweise oder der Geschichte. So kommt einem die Küche noch einen Schritt näher.
Nicht zu vergessen die Bilder, die so einfach, so schlicht wirken. Keine unscharfen Hintergründe, unwichtige Accessoire – die Gerichte stehen in ihrem vollen Farbvielfalt im Vordergrund. Und verführen zum nachkochen.

Die Auswahl der Rezepte ist so vielfältig wie die ganze Köche, pürierte Rote Bete mit za’atar trifft auf Risotto, Pasta, Fisch kebab, Milchpudding und Hefezopf..

PicMonkey Collage

Hier veröffentlichte Rezepte:
Spiced Cookies
Hackfleischbällchen mit Granatapfelkernen
Milchpudding

Fehlgriffe bisher Fehlanzeige!

Fazit:
Mein persönliches Lieblingskochbuch des Jahres 2012, und eine deutliche Bereicherung für mein Kochbuchregal. Keines der Rezepte bisher ein Fehlgriff, dazu sind die Zutaten ohne Schwierigkeiten selbst in der schwäbischen Provinz zu finden. Ein unbedingter Kauftipp – Jerusalem erscheint am 25. Januar auch in Deutsch beim DK Verlag.

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