Spätzle

Es scheint als könnte ich diese Woche auch in „offizielle Lunch for One Nudelwoche“ umbennen. Erst japanisch, heute das schwäbische Nationalgericht. Vermutlich muss die Liebe für Spätzle in jeder Variation waschechten Schwaben schon in die Wiege gelegt werden. Den man findet sie hier einfach überall, egal ob als Käsespätzle (oder je nach Region auch gerne als Kassspatzen), als Bestandteil des typischen Landesgerichts Linsen & Spätzle, oder (leider) unter einem See von Bratensauce ertränkt, als Beilage zu allerlei – am liebsten zu Schnitzel oder Rostbraten.

Oder liegt es an der einfachen zubereitung? Im Gegenzug zu den italienischen Pasta braucht man keine Nudelmaschine, es reicht eine Schüssel, Holzlöffel und ein 10 min. Fitnessprogramm, und schon hat man perfekte lange Spätzle. Die schwäbische Hausfrau schabt sie noch von einem Brett ins kochende Wasser, alle anderen behelfen sich Spätzlesschwob (=presse), Spätzlebrett oder ähnliches. Mein Favorit liegt hier eindeutig beim Spätzleschwob, vermutlich aber auch nur da ich es eben nur so kenne.

Zum guten gelingen von Spätzle spielt das Mehl eine nicht unwichtige Rolle, am besten eignet sich das passend bezeichnete Spätzlemehl, was eine spezille Körnung aufweist.

Käsespätzle

Spätzle
für 4 Personen als Hauptgericht


500g Spätzlemehl
4 Eier
200ml Wasser
2 Tl. Salz
1 Tl. Öl

Spätzle

Spätzlemehl, Eier, Wasser (etwa 50ml am Anfang zurückbehalten, je nach Eiergröße hängt die Wassermenge davon ab), Salz und Öl in eine Schüssel geben (am besten keine aus Plastik, aus Metall oder Porzellan ist besser zum schlagen geeignet). Nun alles glatt mit einem Holzlöffel mit Loch verrühren und anschliessend so lange schlagen bis der Teig Blasen wirft. Läuft der Teig langsam und ohne zu reisen vom Holzlöffel hat er die richtige Konsistenz, falls nicht entweder noch etwas Wasser oder Mehl hinzugeben. Nun für eine halbe Stunde ruhen lassen.

Zum kochen braucht man folgendes:
– grossen Topf mit Salzwasser
– Schüssel mit heissem Salzwasser
– Sieb + Teller darunter
– Schöpfkelle
– scharfes Messer
– Spätzlesschwob, Brett oder ähnliches (wird das Brett zuerst befeuchtet, klebt der Teig später nicht).

Das Wasser zum kochen bringen, Spätze entweder schaben ( Etwa ein bis zwei Löffel Teig auf das Brett geben und glatt streichen, das zugespitze Ende des Bretts über den Topf halten, und mit dem Schaber oder Messer in raschen Bewegungen kleine Stücke vom Teig direkt in den Topf schaben.) oder bequem einfach den Spätzlesschwob verwenden (nicht zuviel Teig einfüllen, sonst läuft er „über“).
Sobald die Spätzle oben schwimmen, sind sie gar. Mit einem Schöpfkelle in die Schüssel mit heissem wasser geben – während dessen für die nächste Portion das Wasser erneut zum kochen bringen. Sind die nächsten im Topf, die Spätzle aus der Schüssel ins Sieb geben – zum warmhalten in einer Schüssel in den Backofen stellen.

Tipp: Man kann das Wasser auch vollständig durch Eier ersetzen.

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