Käsekuchen nach Tante Else

Ist das Wetter im Moment eigentlich nicht ein Traum? Also für alle die jenigen, die nicht im freien Arbeiten. Mit leichtem Entsetzten beobachtete das halbe Büro letzte Woche wie bei -13°C der Dachstuhl auf der gegenüberliegenden Baustelle fertig gestellt wurde. Da ist mir mein leicht kaltes Büro dann doch lieber ;)

Und endlich sind bei mir in der Wohnung Eisblumen aufgetaucht – ist das nicht ein toller Anblick?

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Ein Vorteil der Kälte ist ausserdem das der Körper mehr benötigt zum verbrennen- also wenn das kein guter Anlass für meinen Lieblings-weltbesten Käsekuchen ist. So sehr ich auch die New York Cheesecakes mag, der klassische Schwäbische Käsekuchen ist mir dann doch lieber.

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Laut meinem Kochbuch stammt das Rezept von Tante Else – und dürfte so aus der Jahrhundertwende (also der vorletzten) stammen, ich glaube mich noch richtig zu erinnern das es sich dabei um die Schwester meiner Uroma handelte- die in eine Bäckerei einheiratete (wo der Schwiegersohn noch 30 Jahre nach Übernahme „Nei Begg“ genannt wurde)….bitte um Korrektur liebe Mama sollte das nicht stimmen?

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(gebacken von meiner Mama)

Tante Else’s Käsekuchen

Mürbteig
200g Mehl
60g Zucker
80g Butter
1 Ei
1 Pr. Salz

Quarkmasse
100g Zucker
6 Eier (Klasse M)
50g Butter
120g Zucker
1 El. Zitronensaft
Abrieb einer Bio-Zitrone
750g Magerquark
500g Sauermilch
100g Mehl

1. Butter, Zucker und Salz geschmeidig kneten. Das Ei hinzugeben und untermengen. Dann das Mehl hinzufügen und rasch zu einem homogenen Teig verarbeiten. In Frischhaltefolie einschlagen und für mmind. 1 Stunde kalt stellen.

2. Eine 26er Springform gut ausfetten. Den Teig zwischen zwei Frischhaltefolien ausrollen un die Form (inkl. Rand) auskleiden. Backofen bei Ober-Unterhitze 200°C vorheizen.

3. Eier trennen. Das Eiweiss fast steif schlagen, dann 100g Zucker langsam einrieseln lassen. Kalt stellen.

4. Butter schaumig rühren, 100g Zucker zugeben und schaumig schlagen. Nach und nach die Eier zugeben, jeweils für 30 Sekunden rühren lassen. Zitronensaft, Zitronenabrief, Quark, Sauermilch und das gesiebte Mehl zugeben. Vorsichtig alles verrühren. Das Eiweiss unter die Masse heben. In die Form füllen.

5. Für 30 Minuten backen, wenn die Quarkmasse aufgeht den Kuchen aus dem Ofen nehmen (dabei sämtliche Türen und Fenster schliessen) und vorsichtig mit einem Messer die Quarkmasse entlang des Randes einschneiden (Achtung, nicht durch den Boden schneiden, die Quarkmasse sollte sich vom Rand lösen). Dann ca. 10-15 min. warten, bis die Masse sich gesetzt hat. Für weitere 40-50 Minuten backen. Evtl. nach der hälfte der Zeit abdecken.

6. Kuchen auf ein Kuchengitter stürzen. Abkühlen lassen. Erst dann von der Form lösen.

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8 Kommentare

  1. herrlich – den gibt’s gleich nächstes wochenende. tante else hatte wohl auch hühner, so viele eier, wie in die masse reinkommen? ;-)

  2. Liebe Tina,

    leider hat sich im Rezept der Fehlerteufel eingeschlichen, richtig wäre
    1/2 l Sauermich statt Sauerrahm. Das Rezept stammt von Uromas Schwägerin
    nicht vom „Noi Begg“

    Mama

  3. Mit Sauermilch?! Soso..interessante Kombi…werde ich mir gleich mal nächste Woche aus de Heimat mitnehmen…sowas gibt’s hier nämlich nicht…
    Danke für’s Rezept!
    Groetjes,
    Maren

  4. Genau über solche „alten“ Rezepte freue ich mich! :) Ich bin schon auf Deine „neues“ Rezept gespannt ;)

    Danke schon mal für Deinen ersten Beitrag :)

    Liebe Grüße Alice

  5. […] Käsekuchen Contest aufrief. Den für mich besten deutschen Käsekuchen hatte ich bereits verbloggt – der hier spielt in der Liege der weltbesten New York Cheesecakes ganz weit vorne […]

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