Mango Espresso Schokoladen Torte

Traditionell gehören für mich zu Ostern neben einem Osterzopf auch eine Torte für die Kaffeetafel am Ostersonntag dazu. Und irgendwie hatte ich wieder mal Lust eine etwas aufwendigere Torte zu backen. Mit Schreck hatte ich festgestellt, dass die letzte Backaktion schon ein paar Monate zurück lag.

Und dann folgte gleich der nächste Schreck, es scheint dass in deutschen Magazinen sich alles nur noch um Cupcakes, Cheesecakes & Blechkuchen dreht. Will den niemand mehr die klassische deutsche Torte mit Biskuitboden, Creamfüllung & Deko?

Mango Schokoladen Espresso Torte (1 von 1)

Und selbst die Blogs sind da nicht besser, besonders nachdem sich der englischschprachige Tortengeschmack (viel Boden & wenig Creme und sehr hoch) nicht mit meinem deckt (und vielleicht auch nicht dem deutschen)?

Also musste ich mir selber was ausdenken, fruchtig sollte es sein, mit Schokolade. Bei der Suche bin ich irgendwann hier  gelandet. Und irgendwie kehrte ich danach immer wieder zum Rezept zurück.

Die Mischung aus Mango & Schokolade & Espresso harmonierte hervorragend, nur die Genache war mir persönlich etwas zu fest- das Rezept habe ich bereits entsprechend abgeändert. Nicht vom langen Rezept abschrecken lassen, die Zubereitung ist recht einfach & schnell gemacht als gedacht.

Mango Schokoladen Espresso Torte (2 von 1)

Mango Espresso Schokoladen Torte
für 26 cm Form

Für den Biskuit:
4 Eier (Klasse L)
50g Zucker
1 El. Vanillezucker
3 El. Wasser
1 Pr. Salz
40g Mehl
30g Mondamin
20g Kakaopulver

Für die Tränke:
60 ml Wasser
100 g Zucker
2 Tl. Espresso Pulver (Instant)

Für die Füllung:
1,5 reife Mangos
1 Zitrone (Saft und Abrieb)
500 g Magerquark
250 g Mascarpone
100 g Zucker
1 Tl. Vanilleessenz
1 El. Amarula Likör
10 Blatt Gelatine
200 ml Schlagsahne

Für den Spiegel:
240 ml Milch
2 Tl. Espressopulver (instant)
45 g Zucker
4 Blatt Gelatine
(Rest der Tränke falls vorhanden)

Für die Genache:
200 ml Sahne
170 g Zartbitterschokolade

Zubereitung:

1. Backofen auf 180°C Ober-Unterhitze vorheizen, den Boden einer 26er Springform mit Backpapier oder Pergamentpapier auskleiden. Der Rand muss komplett freibleiben.

2. Die Eier trennen. Das Eigelb mit dem Wasser sowie 25g Zucker und Vanillezucker auf höchster Stufe für 5 min. schlagen (es sollte wie Creme bzw. Pudding aussehen). Das Eiweiss steif schlagen, die Prise Salz sowie den Zucker einrieseln lassen sobald es “fluffig” aussieht.

3. Mehl mit Mondamin und Kakao mischen. Das Eiweiß auf die Eiermasse heben, die Mehlmischung darüber sieben. Alles locker und vorsichtig unterheben.

4. In die Springform füllen und sofort backen. Die Backzeit beträgt 20-25 min. Stäbchenprobe nicht vergessen. Vollständig auskühlen lassen. Dann den Biskuit halbieren, hierbei sollte der als Boden bestimmte Teil ca. 2-2.5 cm dick sein.

5. In einem Topf das Wasser mit dem Zucker vermischen und erhitzen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat und ein dünnflüssiger Sirup entstsanden ist. Dann das Espressopulver hinzugeben & abkühlen lassen.

6. Den als Boden bestimmten Teil des Biskuits auf eine Tortenplatte legen, einen hohen Tortenring darum befestigen. Den Boden mit einem Teil der Tränke bestreichen.

7. Für die Füllung die Gelantineplatten in kaltem Wasser einweichen (mindestens 10 min.). In der Zwischenzeit die Mangos schälen, das Fruchtfleich entlang des Steins entfernen & gemeinsam mit Zitronensaft und Abrieb fein pürieren. Durch ein Sieb streichen. Zur Seite stellen.

8. Die Schlagsahne steif schlagen, kalt stellen. Dann in einer weiteren Schüssel den Quark mit Mascarpone, Zucker kurz verrühren. Mangopüree und den Likör hinzugeben.

9. Die Gelatine leicht auspressen, mit 2 -3 El. Wasser in einem Topf auf kleinster Stufe (oder Mikrowelle) auflösen, löffelweise die Quarkmasse hinzugeben und gut verrühren. Wenn ca. 1/3 der Masse untergerührt wurde, zur restlichen Quarkmasse geben und unterziehen. Kurz zur Seite stellen, wenn die Masse anfängt fest zu werden, vorsichtig die geschlagene Sahne unterheben.

10. Etwas mehr als die halbe Füllung einfüllen. Den weiteren Biskuit vorsichtig daraufsetzten und leicht andrücken. Mit etwas Tränke bestreichen und die restliche Quarkmasse einfüllen. Glatt streichen. Für 2 Stunden kalt stellen.

11. Gelatine in Wasser einweichen (mind. 10 Minunten). Nach der Einweichzeit die Milch mit Zucker und Espressopulver verrühren und erhitzen, bis der Zucker sich vollständig aufgelöst hat. Vom Herd ziehen. Gelatine ausdrücken und zur Flüssigkeit geben. Alles gut verrühren. Solange kalt stellen, bis die Masse leicht angezogen hat. Erst dann vorsichtig als Spiegel durch ein Sieb auf die Torte giessen. Für weitere 3 Stunden kalt stellen.

12. Für die Genache Schokolade in eine hohe Rührschüssel geben. Die Sahne erhitzen (aber nicht koche) und über die Schokolade giessen. Nicht verrühren, sondern 5 Minuten warten bis sich die Schokolade vollständig aufgelöst hat. Verrühren und abkühlen lassen. Dann mit dem Handrührgeräte aufschlagen.

13. Tortenring entfernen und den Rand mit der Genache bestreichen und die Torte nach Wunsch dekorieren.

Teile diesen Beitrag

5 Kommentare

  1. Doch, ich will sie, die klassische deutsche Torte! Wenigstens zum Geburtstag muss es für das jeweilige Geburtstagskind eine „echte“ Torte sein. Geburtstag feiern geht sonst nicht. Und Deine klingt besonders lecker!
    Herzliche Grüße,
    Dani

  2. Boah, lecker! Mango und Schokolade ist eine Klasse-Kombination! Und dann noch Espresso!
    Dass englische Torten derzeit online im Trend sind, liegt wohl daran, dass alle Trends ihren Ursprung in England und Amerika haben, sich dann über die anglophilen Länder ausbreiten und erst (zwei bis fünf Jahre) später zu uns kommen. Und wenn wir eine Torten backen, machen wir einen Boden, den wir zwei bis drei Mal durchschneiden, während die Engländer eben drei oder vier Böden backen. Total verrückt.
    Ich finde es jedenfalls toll, mal wieder eine klassische deutsche Torte zu sehen!
    ♥sabrina

  3. So muss eine Torte sein! Das sieht nach dem perketen Kuchen-Creme-Verhältnis aus!
    Schade, dass wir am Wochenende nicht mehr Zeit zum quatschen hatten, vielleicht können wir das mal nachholen :)
    LG
    Julia

  4. Auch bei uns darf eigentlich eine klassische Sahne- oder Cremetorte zumindest an Geburtstagen nicht fehlen. Sonst backe ich eigentlich bunt gemischt vom Rührkuchen bis zum Cupcake, aber eigentlich weniger cremiges/sahniges.

    Liebe Grüße,
    Barbara

  5. Sieht sooo schön aus!! Und schmeckt wahrscheinlich auch schön:-)

    Das Zitronen-Thymian-Küchle habe ich schon gemacht…. löcker!!!

    Grüßle
    Claudia

Comments are closed.