Rhabarbercurd

Rhabarbercurd – der erste Sommergruß in der Küche

Alles positiv zu sehen fällt einem nach einem verregneten Pfingstwochenden im Süden etwas schwer – das Glas halb voll oder doch halb leer? Gefühl eher halb leer. Aber da wäre noch mein kleiner Balkongarten, der sich über den Regen freut. Die Petersilie breitet sich aus, der Mangold scheint in vollständiger 6 Setzlinge zu überleben und der Salat ist mit etwas Glück nächste Woche das erste Mal erntbar.

Rhabarbercurd

Sonst sieht es im Garten aktuell noch eher mau aus, außer der von mir unbeliebte Rhabarber. Im Süden eher in der unappetitlichen grünen Variante, und leicht säuerlich. Erst in den letzten Jahren habe ich mich an Rhabarber getraut, ob als Rhabarbersirup, oder im Rhabarber im Bierteig oder der bekannte Tomaten Rhabarber Ketchup.

Ganz langsam haben sich die Stangen in meine Küche geschlichen – aber noch nicht in mein Herz, und als es auf dem Wochenmarkt mal wieder lose Stangen gab, konnte ich es mir nicht verkneifen. Ohne Idee, ohne Rezept wanderten zwei Stangen in meinen Einkaufskorb. Zwei! Viel zu wenig für einen Kuchen, der geplante Nachtisch wurde dann eine reine Erdbeervariante. Marmelade? Da lies die Qualität der Erdbeeren durch das anhaltene Regenwetter zu wünschen übrig.

Rhabarbercurd

Resteverwertung bei geliebtem Obst ist kein Problem, aber bei Rhabarber? Irgendwann viel mir Curd ein, die Lemon Curd oder auch Meyer Lemon Variante gehört zum festen Bestandteil in meiner Küche. Ob pur, als Aufstrich, ins Joghurt, Kuchen oder Eis. Curd ist vielseitig verwendbar. Und es müsste doch auch mit Rhabarber funktionieren?

Bei der Farbe des Rhabarbercurd hatte ich allerdings Glück, meine Eier waren überraschenderweise nicht ganz so intensiv gelb wie sonst, der Rhabarber war einer der roten und die wenigen Erdbeeren sorgten noch für einen extra Farbkick. Dazu ofenfrische Scones – fehlte eigentlich nur noch eine Tasse englischer Breakfast Tea!

Tja und auch hier enttäuscht der Curd nicht, wer weiß vielleicht wage ich mich 2016 sogar an einen Rhabarberkuchen?

Rhabarbercurd
Write a review
Print
Zutaten
  1. 300 g Rhabarber
  2. 100 g Erdbeeren
  3. 2 El Zucker
  4. 100 ml Wasser
  5. 75g Zucker
  6. 100 g Butter
  7. 3 Eier
Zubereitung
  1. Den Rhabarber waschen, schälen und in 5 cm große Stücke schneiden. Erdbeeren waschen, Strunk entfernen und halbieren. In einer Schüsseln mit 2 El. Zucker vermischen und für 30 Minuten abgedeckt ziehen lassen.
  2. Nun in einem kleinen Topf das Obst mit dem Wasser zum kochen bringen, und so lange köcheln lassen bis der Rhabarber vollständig zerfallen ist. Abkühlen lassen, und den Saft durch ein Sieb passieren.
  3. Für den Curd in einem Topf die Eier mit dem Zucker verrühren, 250 ml des Rhabarbersaft hinzugeben. Butter in kleinen Stücken beigeben. Auf kleiner Flamme unter ständigem Rühren köcheln bis die Masse anfängt dick zu werden.
Reiseblog Foodblog Lunch For One https://www.lunchforone.de/blog/
Teile diesen Beitrag