Lauch-Fenchel Quiche

Wo kommt die den her? Ich mag doch gar keinen Fenchel? Warum habe ich die den gekauft und wann?

So oder ähnlich spielte sich wohl die Szene vor dem Kühlschrank letzte Woche statt, als ich bei der Durchsicht meines BioFresh Faches auf eben die Knolle Fenchel gestossen bin. Ein Gemüse das ich bislang gerne übergangen habe, weder in Flüssiger Form als Tee oder als Gemüse. Egal wie oft Jamie Oliver und ähnliche TV Köche und Blogger auch die Knolle anpriessen, ohne mich. Frau muss nicht alle Trends mitmachen.

Nur hat sich mein Einkaufsverhalten wohl nicht daran erinnert das ich es eben nicht mag, warum mein Gehirn das annahm weiss ich allerdings auch nicht. Denn ich kann mich nicht daran erinnern, dass es jemals bei Mama, Oma oder Uroma auf den Tisch gekommen ist. In Restaurants oder auf der Mensa sowieso nicht. Muss also am vielen Fencheltee den ich als Kind Baby getrunken habe, gelegen haben.

Aber so still und heimlich entsorgen wollte ich ihn, den Fenchel, dann doch nicht. Das Gemüse kann schliesslich nichts für mein Fehleinkauf, also die Kinder-Verweigertaktik angewendet, und unter weiteres Gemüse gemischt. Dann noch etwas Ei-Sahne-Käse. Fertig, Gehirn überlistet. Wird aber trotzdem nicht mehr eingekauft. Bestimmt. Ausser mein Gehirn überlistet mich wieder.

Lauch-Fenchel-Quiche 2

Dazu noch eine absolute Premiere, die erste selbstgemachte Quiche. Die neuen Förmchen mussten endlich mal eingeweiht werden. Sicher nicht die letzte, die Größe scheint auch perfekt zur Mitnahme ins Büro, kleine Portion Salat dazu und fertig ist ein schnelles Mittagessen (wenn der TK Versuch gelingt).

Lauch-Fenchel-Quiche 1

Lauch-Fenchel Quiche
für 5 kleine 1 Portionen Formen oder 28er Quiche Form

200g Dinkelvollkornmehl
40g Mehl Typ 505
100g Butter
1 Ei
1 El. Wasser
1/2 Tl. Salz

1 Fenchelknolle
1 Stange Lauch
40g gewürfelten Speck
3 Eier
200ml Sahne
100g geriebenen Bergkäse
Salz, Pfeffer, Muskatnus
Butter

Trockenerbsen oder Keramikerbsen zum Blindbacken

1. Dinkelvollkornmehl mit Salz und Mehl vermischen, aufhäufen und in der Mitte eine Mulde formen, die Butter in Scheiben schneiden, an die Aussenseite legen. Ei und Wasser in die Mulde geben, und mit einer Gabel in kreisförmigen Bewegungen mit dem Mehl vermischen. Mit schnellen Zügen zu einem festen Teig verkneten, in Frischhaltefolie verpacken und für 30 min. im Kühlschrank ruhen lassen.

2. Quicheformen ausfetten, den Backofen auf 160°C Ober-Unterhitze vorheizen. Den Teig in fünf teilen, jeweils zwischen Frischhaltefolie dünn ausrollen. In die Quicheform legen, überschüssigen Teig abschneiden. Mit Backpapier auslegen, Trockenerbsen einfüllen. Für 10 min. blind backen.

3. Fenchel und Lauch fein schneiden. Den Speck in einer beschichteten Pfanne auslassen, herausnehmen. Im Fett vom Speck (evtl.noch etwas Butter hinzugeben) den Fenchel für 5 min. dünsten, dann den Lauch hinzugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen.

4. Eier mit Sahne verquirlen, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Zum Schluss den Bergkäse hinzugeben.

5. Die Quicheformen aus dem Backofen nehmen, die Erbsen sowie das Backpapier entfernen (Achtung Verbrennungsgefahr). Zuerst das Gemüse, dann den Speck hineingeben. Mit der Eiermasse aufgiessen. Für 30 min. bei 160°C weiterbacken.

Teile diesen Beitrag

5 Kommentare

  1. Hallo Schnapperin,

    Du solltest dem Fenchel noch EINE Chanche geben.
    Dann aber gebraten!
    In Steifen schneiden und mit Knoblauch scheiben in Olivenöl stark anbraten. Mit ganz wenig Brühe angießen und noch leicht bissfest dünsten. Klein geschnittenes Fenchelkraut, Salz und Pfeffer darüber.
    Warm oder kalt als Beilage zu Fisch. Oder lauwarm als Vorspeise.

    Hat mit „Fenchel“ im herkömmlichen Sinn nichts mehr zu tun.

    Wenn sich mal wieder ein Fenchel zu Dir verirren sollte ; )

    Liebe Grüße
    Anne

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte hinterlassen Sie einen Kommentar
Bitte tragen Sie hier Ihren Namen ein