Schwarzes Brot nach Mellow Bakers

Ich liebe frisches Brot. Frisch aus dem Ofen, kurz abkühlen lassen und dann die erste Scheibe anschneiden. Mit etwas Meersalzbutter – und die Erde darf sich für ein paar Minuten ohne mich drehen.

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Hätte mal jemand vor 1,5 Jahren mir erzählt das ich in Zukunft mein Brot selber backen würde (zu dem Zeitpunkt gab es hier kaum Brot), mittlerweile 2 Brotbackbücher im Regal stehen (das dritte wurde gerade bestellt) habe, und nun im Kalender „St“ Termine zum füttern stehen habe – ich hätte die Person für verrückt erklärt.

Dank Ulrike ist es aber genauso gekommen. Und selbst für 1-Personen-Haushalte & Berufstätige ist Brot backen kein Problem. Sauerteig füttere ich meistens schnell morgens, Brühstücke & Sauerteige werden auch meistens Freitags angesetzt – immer während mein Teewasser fürs Frühstück kocht. Die paar Stunden mehr bis zum Samstag morgen hat bisher nie geschadet.

Frisches Brot auskühlen lassen, in Scheiben von Hand geschnitten und sofort eingeforen – auch ohne Toaster schmeckt das eingefrorene Brot guad (wie der Schwabe sagt).

Mittlerweile wage ich mich sogar, Ulrikes’s ausprobierte Rezepte zu verändern. Die Mischung aus Roggen, Weizen, Dinkelmehl mit Haferflocken und Altbrot schmeckte herrlich, mir persönlich aber zu wenig Roggen.

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Schwarzes Brot
nach Jeffrey Hamelman Bread

Sauerteig
233g Roggenmehl, Typ 1150
187g Wasser
12g Sauerteig

Brühstück
3 Scheiben Roggenbrot
1 Tl. Rapsöl
270g Wasser

Brotteig
168g Roggenmehl, Typ 1150
130g Weizenmehl, Typ 550
80g Dinkelmehl, Typ 1150
50g Haferflocken, grobe
2,8g Trockenhefe
12g Salz

1. Am Vortag alle Zutaten des Sauerteiges vermengen, und zugedeckt (z.B. im Müllbeutel) für 24 Stunden reifen lassen (bei Zimmertemperatur). Gleichzeitig das Roggenbrot in grobe Würfel schneiden, mit kochendem Wasser übergiessen und zugedeckt stehen lassen.

2. Am Backtag das Wasser des Brühstückes abgiessen (jedoch auffangen) und erwärmen, es soll max. lauwarm sein. Alle Zutaten (ink. dem Wasser), dem Sauerteig und dem Brühstück vermischen. Mit der Küchenmaschine auf langsamer Stufe für 3 Minuten und auf mittlerer Stufe für weitere 3 Minuten kneten.

3. Den Teig bei Zimmertemperatur für 1 Stunde gehen lassen. Dann in zwei Teile teilen, formen und in bemehlte (Tipp: mit Reismehl) Garkörbchen für weitere 50-60 Minuten fermentieren lassen.

4. Backofen auf 240°C vorheizen (mit dem Backblech), dann die Brote aufd das heisse Blech stürzen, mit Dampf für 15 Minuten backen. Dann die Temperatur auf 225°C reduzieren und für weitere 30 Minuten backen.

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5 Kommentare

  1. Davon würde ich mich mir jetzt gerade sehr gerne eine Scheibe abschneiden. Dein Brot sieht wundervoll aus. Es stimmt, man braucht da wirklich nur ein wenig gute Salzbutter dazu, die absolute Krönung wäre Rauchsalz-Butter von Bordier!

  2. Sieht super aus und die Art wie du das Brühstück machst, finde ich – ebenso wie anscheinend Christel – sehr interessant!

  3. wer haette das gedacht, dass wir sauerteigmuetter tatsächlich dabei bleiben :-) kann mir ein leben ohne selbst gebackenes brot auch nicht mehr vorstellen!

  4. Mir geht es genauso. Der Brotbackvirus hat mich vor ca. 3 Jahren befallen, bzw. eine Freundin hatte mich angesteckt und damals hätte ich auch nicht gedacht, dass ich unheilbar bin. In der Zwischenzeit hat sich der Virus auch in der Nachbarschaft ausgebreitet :-) Dein Brot sieht sehr verführerisch aus. LG, Paule

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