Brot backen: Martin Johannsons Prototyp No.1

Dieser Blogbeitrag ist unter Zwang erstellt worden!
Nicht nur Jugendliche leiden unter Gruppenzwang auch Foodblogger geht es hier nicht anders, egal ob ein Rezept oder ein Kochbuchb seine Runden zieht – der Blogger kann sich einfach nicht entziehen.

In diesem Fall spielte das ganze allerdings auf twitter, mit der „üblichen Runde“ bestehend aus feinschmeckerle, schwaka, excellensa, Cucina Casalinga und Frau Küchenlatain wurde schon königliche Hochzeit, Eurovison Song Contest, Schrottwichteln sowie Kochen aus Österreich vegetarisch veranstaltet. Seit neustem gibt es unter #twitback auch ein gemeinsames Brot backen am Wochenende.

Martin Johannsons Prototyp No.1

Eine gute Gelegenheit nicht nur neue Rezepte kennen zu lernen, war ich in 2012 doch ein eindeutiges Gewohnheitstier und wechselte zwischen zwei Rezepten ab. Einstieg für mich in Runde 2 mit dem Martin Johannsons Prototyp No. 1 Brot.

Leider eher ein Brot für die Kategorie „Das war nix“ was das aussere angeht. Anstelle auf dem neuen Backstein den Ofentrieb zu folgen ist es quasi fast verlaufen. Und glich eher einem Fladenbrot als einem leckeren Roggenmischbrot. Aber egal, die Inneren Werte zählen bekanntlich mehr und geschmacklich überzeugt das Brot 100%-ig.

Fladen statt brot #twitback

Was falsch gelaufen ist, konnte weder ich noch Frau Küchenlatain erklären, außer das der Teig eindeutig zu flüssig war. Falsch abgewogen? Zutaten vertauscht? Nachdem es allen Beteiligten schmeckte, und alle anderen perfekte Brote präsentieren konnten, verrate ich trotzdem auch hier das Rezept.

Martin Johannsons Prototyp No.1
nach Pain de Martin & Küchenlatein

Zutaten:
Sauerteig
50 g Roggensauerteig aus Roggenmehl Typ 1150 (
100 g Wasser
60 g Roggenmehl, Typ 1150

Teig
300 g Wasser
290 g Weizenmehl, Typ 1050
190 g Roggenmehl, Typ 1150
12 g Salz

Zubereitung:

1. Mindestens 16 Stunden vor dem Backtag (somit Freitag früh) die Zutaten für den Sauerteig vermischen und gute 16 Stunden angedeckt (Duschhaube) bei Zimmertemperatur stehen lassen.

2. Am Backteig das Weizen- und Roggenmehl mit Salz vermischen. Wasser zum Sauerteig geben und verrühren, dann die Mehlmischung hinzugeben und mit einem Holzlöffel glatt verrühren und analog Spätzlesteig schlagen.

3. Den Teig abgedeckt für 45 bei Zimmertemperatur gehen lassen, dann mit einer Teigkarte zusammenfalten. Erneut abdecken, weitere 45 Minuten gehen lassen, ein zweites Mal falten und den Vorgang nach 45 Minuten erneut wiederholen.

4. Den Teig nach dem 3. Falten für 1 Stunde abgedeckt stehen lassen. Iin der Zwischenzeit einen mittleren Gärkorb zuerst mit Reismehl dann mit Roggenmehl ausstreuen (alternativ Schüssel oder Küchensieb mit bemehlten Küchentuch auslegen).

5. Teig auf eine mit Mehl bestreute Arbeitsfläche geben, zu ca. 30×30 mit den bemehlten Händen ausziehen und die Seiten in die Mitte zusammenfalten. Es sollte ein Paket entstehen. Mit der Naht nach unten in den Gärkorb legen und abgedeckt 1 Stunde stehen lassen.

6. Den Backofen auf 250°C rechtzeitig vorheizen, bei verwendung eines Backsteins mindestens 30 Minuten vor geplantem Backbeginn. Nach erfolgreicher Fingerprobe (Teig springt nicht mehr sofort zurück) das Brot auf einen mit Backpapier belegten Schieber stürzen.

7. Das Brot 2 Minuten nach dem Dampfstoss einschiessen, für 15 Minuten backen und dann auf 200°C für ca. weitere 30 Minuten backen.

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7 Kommentare

  1. Bei mir gehen ja gefühlt 50% aller Brotbackversuche schief, aber dieses Brot ist mir letztes Wochenende auf Anhieb super gut gelungen. Dann zahlen sich die Blasen an den Händen vom Brotteig „schlagen“ wenigstens aus. :)

  2. Vielleicht stand das Brot zu warm und damit war die Gare zu lang. Folge: Übergare.

    viele grüße
    Sperling

  3. Ich habe das mal eins zu eins nachgebacken ;-) Schaut einwenig komisch aus aber schmeckt sehr gut ;-) Also das ausehen ist wirklich nicht alles! Heute hatten wir Freunde zu Besuch, die habe ich natuerlich gleich mal kosten lassen. Sie waren ebenfalls hin und weg und ich habe sie gleich mal auf diesen Blog verwiesen.

    LG

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