Chicken Tikka Masala

Vor ein paar Wochen hatte ich Lust auf Hühnchen, und war schon kurz auf dem Weg zur Fleischtheke (zum Wochenmarkt schaffe ich es zum Fleischkauf leider nie), als mir in der letzten Sekunde noch einfiel „Warum eigentlich nur Brüste kaufen?“ Bedeutend saftiger sind bekanntlich die Keulen, aber ich könnte dann ja auch gleich ein ganzes Hühnchen kaufen?

Gesagt, getan. Mein erstes ganzes Huhn, dass vor der Zubereitung noch zerlegt werden sollte. Dank videotechnischer Unterstützung bei den küchengötter war es ein Kinderspiel, und ich fragte mich mal wieder – warum nicht schon früher ausprobiert?

Hühnchen wurde zerteilt, über Nacht eingelegt, die Karkasse eingefroren (für spätere Hühnersuppe). Gibt es eine bessere Nutzung aller Ressourcen?

IMG_0379

Die restlichen Ressourcen wurde zu einem Klassiker verwendet, so mancher schwört dabei auf „klassische britische Kochkunst“. Wobei, britischer Presse zufolge, das Gericht ernsthaft in Gefahr ist – es mangelt an indischen Nachwuchsköchen. Genau, indisch – es handelt sich dabei um Chicken Tikka Masala. Gerüchtezufolge gibt es CTM auch immer an Orten im Ausland wo die Gefahr auf Briten zu treffen hoch ist.

Chicken Tikka Masala
Chicken Tikka Masala
nach 660 Curries von Raghavan Iyer

Für das Huhn
3 Hühnerfilets
125ml türkischer Joghurt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
2cm Ingwer, geschält, gerieben
2 EL Koriandergrün, fein gehackt
2 TL Koriandersamen,
1 TL, Kreuzkümmel,
1 1/2 TL Paprika edelsüss, gemischt mit
1/2 TL Cayennepulver
1 1/2 TL grobes Meersalz
1/2 TL Punjabi Garam Masala
1/2 TL Kurkuma

Curry
2 EL Ghee (oder Butterschmalz)
1 kleine rote Zwiebel, grob gehackt
1 kleine rote Paprikaschote, entkernt, in 1-cm-Würfelchen
1 Dose (400 g) gehackte Tomaten
50 ml Schlagsahne
1/2 Tl grobes Salz
1 Messerspitze Cayenne
1/2 Teelöffel Punjabi Garam Masala
Koriandergrün, zum Servieren

1. Am Vorabend in einer kleinen Pfanne den Kreuzkümmel und Koriandersamen leicht anrösten, bis ein Duft nach Indien durch die Küche weht. Auskühlen lassen, und im Mörser fein mahlen. Mit den restlichen Gewürzen, dem Joghurt, Koriandergrün, Ingwer und Knoblauch zu einer Marinade vermischen. Mit den Hühnerfilts in einen Gefrierbeutel füllen, verschliessen und übe Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.

2. Backofen auf 220°C vorheizen. Ein Backblech mit Alufolie auskleiden (kleine Grillschale formen), die Hühnerfilts aus der Marinade heben und nicht von Marinadenresten befreien. Für ca. 15-20 min. auf beiden Seiten grillen.

3. In der Zwischenzeit den Butterschmalz erhitzen, Zwiebeln und Papirka anschwitzen, rühren. Nach 5 min. die restlichen Gewürze (bis auf Koriandergrün) hinzugeben kurz umrühren, dann mit den gehackten Tomaten ablöschen. 10-15 min. köcheln lassen, zum Schluss Sahne zugeben.

4. Hühnerfilets in Scheiben schneiden, in eine Servierform (oder Teller) geben und mit dem Curry übergiessen, mit den Koriandergrün bestreuuen – sofort geniessen.

Tipp: Passende Beilagen Reis, Naan Brot

4 Kommentare

  1. Also ich habe gelesen, dass Chicka Tikka Masala sowieso eine Erfindung (indischer) Briten ist. Ob man deshalb Inder zum Nachkochen braucht?

    Habe aber in Schottland selbst, dass beste Chicken Tikka Masala meines Lebens gegessen. Überhaupt war das Essen sehr gut. Nicht zu sprechen von der tollen Auswahl an Lebensmittel *hach*. Ich will auch wieder nach GB.

  2. Hmmmm, ich liebe Chicken Tikka Masala! Und unser Inder, der definitiv kein Brite ist, macht das auch wirklich gut. ;-)

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte hinterlassen Sie einen Kommentar
Bitte tragen Sie hier Ihren Namen ein