Genussbuch – Küchengarten und Garten Basics

Ab sofort dreht sich die nächsten paar Tage alles rund ums Genussbuch, was Astrid passenderweise wie folgt beschreibt:

Genuss liegt in so vielen Momenten und Dingen unseres Lebens verborgen

Für mich bedeutet dies, morgens mit Messer & Schüssel bewaffnet den Balkon zu betreten und frische Salatblätter aus dem Blumenkästen ernten. Staunend dem Mangold zuschauen, wie aus den kleinen Setzlingen so grosse Blätter wurden – und wie lange es dauert.

Balkongarten

Daher gibt es zum Einstieg von Jeden Tag ein Buch gleich zwei kleine Gartenratgeber. 

Garten Basics von Mascha Schacht
im GU Verlag erschienen

Auf knapp 160 Seiten versucht die freie Gartenjournalistin Mascha Schacht in Garten Basics die Grundlagen des Gärtnerns rüberzubringen. Egal ob es die Erwähnung des perfekten Gießzeitpunkts (4 Uhr nachts), die Wichtigkeit der richtigen Erde und das Problem des Düngens. Und das gerade mal auf den ersten 20 Seiten.

Danach geht es in vier Kapiteln durch das Gärtnerjahr, mit detaillierter Anleitung wie die Aussaat & spätere einsetzen gelingt. Für uns mit braunem Daumen gibt es dazu ein Best Off der gelingt immer Blumen & Pflanzen, sowie eine Doppelseite mit dem wichtigen der Saison – wer mag kann sich den Rest des Kapitals fast schon sparen.

Die Balkongärtner kommen zwar etwas kurz im Buch, es gibt aber einige Wertvolle Tipps wie z.B. die Drainageschicht. Eines der Highlights auf der letzten Seite, ein umfangreicher Aussaat und Pflanzkalender – von der Vorkultur bis zur Ernte mit den bekannten Blumen & Pflanzen

Nicht so schön: Lieber noch ein paar Euro mehr verlangt und das Softcover durch ein Hardcover ausgetauscht, gerade im quadratischen Format wird es schnell unpraktisch, und aufgeschlagen hält keine Seite.
Die Grundlagen sind im Buch zwar gut erklärt, es fehlt dann aber an den Details, ein paar Sonderseiten zu schattig, sonnig oder unüberdachte Plätze hätten das ganze wunderbar abgerundet.

Fazit: Für jemand der erst mit dem Gärtnern anfangen möchte eine eindeutige Kaufempfehlung!

GOY

Küchengarten für Selbstversorger von Renate Hudak
im GU Verlag erschienen

Die beim Botanischen Garten Augsburg beschäftigte Kräuter- und Heilpflanzenfachfrau, Buchautorin und Diplom Ingenieurin Gartenbau Renate Hudak hat für den Gräfe und Unzer Verlag schon so manches Buch rund um das Thema Garten verfasst. Auf knapp 160 Seiten springt nun auch GU mit dem Küchengarten für Selbstversorger“ auf den Zug „Selbstversorger“ auf, scheinbar ist es seit die Zeitschriften mit dem „Land“ im Titel so erfolgreich sind, wieder in sich mit dem Thema zu beschäftigen.

Das Buch unterteilt sich in drei Kapitel, der Anlage & Pflege des Küchengartens, der Auswahl und der Gestaltung, und schon auf den ersten Seiten wird erkennbar – nicht unbedingt für den Anfänger geeignet. Zwar findet sich so mancher Begriff im Glossar, aber die Menge an ununterbrochenem Text schreckt dann doch auf den ersten Blick etwas ab.

Allerdings lohnt es sich, denn sinnvoll wird erklärt welche Pflanzen sich als Nachbarn eignen und welche möglichst nicht nebeneinander angebaut werden sollten. Danach geht es mit Bildern & Text weiter, der auf den zweiten Blick dann doch genau erläutert wie man es umsetzt.

Toll ist das mittlere Kapitel mit einer Umfangreichen Beschreibung an möglichen Pflanzen. Jeweils sind Tipps für gute Partner, dem Anbau, Boden, Pflege und Erntezeitraum mit dabei. Auch Excoten wie der chinesische Schnittlauch, griechischer Bergtee oder Erdbeerspinat befinden sich darunter.

Im letzten Kapitel geht es ums Auge, das Spiel von Farbe und was sich so verbindet.

Nicht so schön: Das komplette Buch ist auf den klassischen Garten ausgelegt, für die neue Generation der Balkongärten fehlt es leider an weiteren Infos, obowhl natürlich einiges auch anwendbar ist. Die Menge an Text erschlägt an mancher Stelle, und es wäre wünschenswert wenn mehr Tipps besonders hervorgehoben werden würden.

Fazit: Umfassendes Buch für alle die schon etwas Erfahrung bei Pflanzenanbau im eigenen Garten haben, bei dem Preis unschlagbar! Für Balkongärtner eher nicht geeignet.

Beide Exemplare wurden mir von Gräfe und Unzer kostenlos zur Verfügung gestellt.
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