Genussbuch: Eis von Elisabeth Johansson

Heute ist der letzte Tag der „Jeden Tag ein Buch“ Woche, in 7 Tagen sind hierbei mehr als 125 Bücher auf Blogs vorgestellt worden. Ein Hinweis das der Trend bei Genussbüchern weiterhin zum klassischen Buch geht?

Diese Woche kann hier nicht enden, ohne das mein persönlicher Favorit im „süssen“ Bereich des Jahres 2013 vorgestellt wurde. Die Welle der Ice Pops (Eis am Stiel) ist zwischenzeitlich auch nach Deutschland übergeschwappt. Es finden sich nun Eis am Stiel Formen und Bücher, wo letztes Jahr davon noch nichts erkennbar war. So irrte ich im Frühjahr noch durch halb New York, von Küchenladen zu Küchenladen, in der Hoffnung eine passende Form zu finden. Ergebnislos – und ich bestellte sie mir schliesslich bei amazon.com – mittlerweile gibt es eine ähnliche auch hier zu beziehen!

Ich muss gestehen, dass meine Eismaschine dieses Jahr noch höchst selten ihre Runde drehen musste, ein Grund dafür ist eindeutig Eis von Elisabeth Johansson.

9783038007395
© AT Verlag

Über den Autor
Spontan dache ich, ein weiteres amerikanisches Eisbuch als ich es das erste mal aufschlug. Erst auf der vorletzten Seite wird die Übersetzung aus dem schwedischen erwähnt, was 2012 dort unter dem Titel „Glass“ erschienen ist. Während den Schweden Elisabeth nicht unbekannt sein dürfte, sagte mir der Name rein gar nichts. Auch ein Blick auf die Seite des AT Verlags erbrachte nur recht wenige Infos. Ausgbelidete Konditorin, Jurymitglied für Wahl des Kochs und Konditor des Jahres und Tätigkeit für diverse Zeitschriften. Das bereits eine Vielzeit von weiteren Büchern von ihr erschienen sind, wie z.b: Lakritze, Schokolade oder Desserts, fehlt jeglicher Hinweis.

Über das Layout
Erneut wurde das Cover des Originals beibehalten, was einem mit seiner Auswahl an Eis am Stiel magisch anzieht. Dazu die Struktur des Einbands, der mich jedes Mal leicht an den Untergrund erinnert, durch das leichte rauhe. Auf ein Leseband wurde leider verzichetet, dafür wurde an den Bildern nicht gespart. Fast jede Doppelseite wurde mit einem ausgestattet. Keine zu überstylten Bildern sondern ganz im schwedischen Style mit vielen weisstöne, wodurch die farbintensiven Eissorten noch besser ins Auge springen.

Leider wurde nur ein Rezeptverzeichnis spendiert, wodurch „Himbeere“ nur bei z.B. Himbeer -Pfirsich Paleta auftaucht, der Pfirsich aber unter „Pfirsich“ unterschlagen wird.

Mango Erdbeer Paletas Eis am Stiel
Mango Erdbeer nach Eis

Über den Inhalt
Elisabeth Johannsonn behält die klassische Aufteilung in Eiscreme, Parfait, Eis am Stiel, Sorbet, Eisspezialitäeten, Sauchen & Garnituren bei. Dies führt zu einer Reise vom Eis mit Eiern hin zu den ohne viel Zutaten auskommendem Eis am Stiel. Jedes der Kapital beginnt mit einer kurzen Einleitung, bei der einige wichtige Hinweise aufgeführt werden oder auch nur reine allgemeine Ausführung um was es sich den eigentlich handelt.

Die Bandbreite der Rezepte ist unbeschreiblich, egal ob die KLassiker wie Vanille, Schokolade oder Stracciatella (immerhin der Deutschen ihr liebstes Eis) auch ausgefallenes wie Hagenbutten, Schwedenpunsch oder Süssholz – um nur ein paar wenige zu nehnen. Fast alle Eisrezepte bauen dabei meist auf auf dem Grundrezept für Vanilleeis auf, wodurch man auch selbst leicht Ideen für Variationen kommen könnte. Das Grundrezept ist mit 6 Eier allerdings nicht auf der unbedingt leichten Seite.

Dem schafft allerdings das übernächste Abhilfe, den es werden Paletas in allen nur möglichen Variationen vorgestellt. Egal ob klassisch aus Frucht, wie z.B. Pfirsich-Erdbeer, Kiwi oder Mango. Oder eben auch die, an die man nie denken würde. Wie zum Beispiel Kartotte, Gurke-Jalepeno, oder auch Ingwer Gin.

Ihr Grundrezept für Paletas funktioniert dabei wunderbar, Wasser wird mit Zucker zu Sirup gekocht und abgekühlt mit den restlichen Zutaten vermischt, wobei sich der Zuckeranteil jeweils sehr in Grenzen hält.

Bei den Spezialitäten werden auch weltweite Eisbesonderheiten aufgegriffen, so findet das indische Kulfi auch seinen Platz. Selbst an veganer (oder co.) wurde mit einer Doppelseite mit Ideen für Sojamilch und Hafermilch Rezepten gedacht.

Fazit
Mein absolutes Lieblingsbuch, was nun David Lebovitz’s The Perfect Scoops vom Platz 1 der Eisbücher gestürzt hat. Fantasievolle Kombinationen, mit Zutaten die man weitgehend ohne Schwierigkeiten erhält. Dazu einfach in der Zubereitung, Rezepte die funktionieren und auf der Zunge vergehen.

Eis ist im AT Verlag im Frühjahr 2013 erschienen, das Original 2012 im Nature & Kultur Verlag

Das Kochbuch wurde mir vom AT Verlag kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.
Verlinkungen zu Amazon.de erfolgen im Rahmen des Amazon Partnerprogramm (Affilate Links)

3 Kommentare

  1. Oh ja, der Blog ist wirklich toll. Freut mich, dass ich dir den Tipp geben konnte, Google weiß halt doch nicht Alles, manchmal sind Menschen nicht schlecht. ;-)
    LG

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