Weihnachtsbäckerei: Tipps und Tricks rund ums Plätzchen backen

Der 1. Advent steht vor der Tür, die Weihnachtsbeleuchtung in den Strassen der Gemeinden und Städte leuchtet morgens und abends bereits, die ersten Weihnachtsmärkte öffnen ihre Türen und spätestens am Samstag beginnt der Run auf die Backzutaten Regale in den Supermärkte, um mit der Weihnachtsbäckerei 2014 zu starten.

Tipps und Tricks rund ums Plätzchen backen

Für mich persönlich gehört neben dem Weihnachtsbaum am Heilig Abend, der Nusszopf von Mama zu Drei Nüsse für Aschenbrödel eben auch ein reichlich gefühlter Teller mit Plätzchen, oder wie wir Schwaben sagen „Gutsle“ zur Weihnachtszeit. Schon seit ich vermutlich auf zwei Beinen stehen konnte, wurde tatkräftig in der Küche mitgeholfen, ob es beim Teig kneten, oder dem naschen von Teig, dem Ausstechen von den immer noch beliebten Kakaoplätzchen bis schliesslich zum selber ausdenken von Rezepten.

Am vergangenen Samstag startete ich ins Abenteuer Weihnachtsbäckerei 2014 mit dem Versuch alles an einem einzigen Wochenende zu backen, ich muss gestehen ich persönlich möchte es gerne in einem Aufwasch hinter mir haben – und das Chaos in der Küche hält sich bei mir dann auch weitgehend in Grenzen.

Als Start in die Plätzchenwoche gibt es daher meine persönlichen Tipps und Tricks rund ums Plätzchen backen, bevor dann am Sonntag das erste von vielen Rezepten folgt.

Was sind meine allgemeinen Tipps und Tricks rund ums Plätzchen backen?

  • Rezepte vor dem backen, am besten einen Tag vorher, ganz in Ruhe bis zum Ende durchlesen. Oftmals benötigen die Teige eine gewisse Ruhezeit im Kühlschrank – eigentlich immer-, die Glasur kommt bereits vor dem Backen auf die Ausstecher usw.
  • Rezepte ausdrucken und am besten mit Masking Tape an die Türen der Oberschränke kleben – somit hat man diese immer im Blick, muss sich keine Gedanken um die klebrigen Finger am Tablet oder Smartphone Bildschirm machen und kann sich Änderungen fürs nächste Jahr einfach gleich handschriftlich notieren.
  • Eine kleine Tabelle für die wichtigsten Zutaten, insbesondere Mehl, Butter sowie Zucker wird in größeren Mengen benötigt. Wer nicht mit zuwenig oder zuviel am Ende dasitzen möchte, einfach die Menge der Zutaten aller Rezepte, die gebacken werden möchten, in eine Tabelle eintragen, Summe ziehen und nur diese auf den klassischen Einkaufszettel oder die App übertragen.
  • Am Samstag oder einem Wochentag backen, sollte man einmal ein paar Zutaten vergessen kann man so ganz schnell noch einmal kurz losdüsen um diese zu besorgen ohne gleich die ganzen Backpläne über den Haufen zu werfen.
  • Den Vorrat an Backpapier, Frischhaltefolie sowie Pergamentpapier vor dem geplanten Einkauf prüfen.
  • Für einen abwechslungsreiche Plätzchenteller auf verschiedene Farben und Formen achten, mit Füllungen aus Pistazie oder Matcha (Grüntee) kann ein grüner Akzent gesetzt werden. Fürs Füllen von Geschenktüten sind Blechschnitten, wie Gewürz oder auch Blechlebkuchen, eine gute Möglichkeit um ein größers Volumen zusammen zu bekommen.
  • Einfacher beim backen sind Mürbteigvarianten die einfach nur geschnitten werden, oder auch Ausstecher ohne Verziehren
  • Plätzchen, welche zusammengesetzt und noch dekoriert – zum Beispiel mit Schokoladenglasur – sind dagegen deutlich aufwendiger
  • Keine Lust viele verschiedene Sorten an Plätzchen zu backen? Mit der Freundin, Nachbarin oder der Mama kurz schliessen und einfach die Plätzchensorten austauschen – somit hat jeder plötzlich 50% mehr Auswahl im Plätzchenteller. 

Welches Zubehör benötige ich zum backen?

Eine Grundvoraussetzung ist natürlich ein Backofen, ohne diesen wird das backen von Plätzchen, Stollen und co. leider nichts. Ansonsten kann ich die folgende Grundausstattung empfehlen, einiges davon findet sich auch in meiner Küche:

      • Küchenwaage*mit Tara Funktionwidth=
      • Rührschüssel aus Keramik*
      • Siebe in diversen Größen*
      • Teigschaber* und Teigspachtel 
      • Ausrollmatte* aus Silikon als Unterlage zum verkneten oder Ausrollen von Teig
      • Wellholz*
      • Keksausstecher* nach Wunsch
      • Mind. 2 Backbleche*, am besten drei mit möglichst flachem Rand (auf das zum Backofen passende Blech achten)
      • Kuchengitter, am beste mehrere und in großer rechteckiger Form zum Auskühlen der Plätzchen
      • Palette*
      • Spritzbeutel* in kleiner Größe für Zuckerguss bzw. Schokolade zum dekorieren
      • Schüssel in kleiner Größe, die als Wasserbad zum schmelzen von Schokolade verwendet werden kann
      • Stabmixer* mit einem Zerkleiner Aufsatz, um damit Nüsse zu mahlen, Herstellung von Vanillezucker usw. 
      • Backpapier, Frischhaltefolie sowie nicht fettendes Pergamentpapier in ausreichender Menge
      • Blechdosen zur anschliessenden Aufbewahrung, sind jährlich im Oktober / November als dreier-Set bei allen gängigen Discountern im Angebot

Tipps und Tricks rund ums Plätzchen backen

Welche Zutaten kann ich selber herstellen?

Am vergangenen Wochenende erlebte ich einen Kampf um die letzte Packung Vanillezucker im Regal, und ich hegte schon das Gefühl das dieser bestimmt noch aus dem Einkaufswagen entwendet wird vor der Kasse. Und das ist eines der Produkte das ich zwischenzeitlich einfach selber herstelle:

      • Vanillezucker: Entweder Zucker mit aufgeschnittenen Vanilleschotten im Zerkleinerer zu Puderzucker mit Vanillestücken – und somit Vanillezucker- vermahlen oder in einer luftdichten Dose die aufgeschnittenen Schoten mit Zucker bedecken, dies dauert allerdings
      • Vanillessenz: Auch hier kann man die recht teueren kleinen Flaschen im Regal stehen lassen und mit etwas Zeit –also für nächstes Jahr – diesen selber herstellen. Gleiches gilt auch für Mandelessenz.
      • Orangen- sowie Zitronenabrieb: Beim Kauf von Bioware, bei der die Schale verzehrt werden kann – immer auf die Verpackung achten – kann der Abrieb ganz einfach selber hergestellt werden. Einfach die Orangen bzw. Zitronen heiß abwaschen, abtrocknen und mit einer feinen Reibe rundum abreiben.

Butter oder Margarine?

Bei dieser Frage scheiden sich die Geister, es gibt befürwortet von Margarine beim backen genauso wie es diese für Butter gibt. Ich kann hier nur für mich selber sprechen, dass ich lieber ein Produkt das aus einer einzigen – dazu natürlichen Zutat- besteht, was ich zudem noch selber herstellen könnte, gegenüber einem das mit einer ganzen Vielzahl von Stoffen auskommt und das nur sehr schwer selbst herstellt werden kann. Daher findet ihr in meinem Kühlschrank aktuell nur Butter. 

Was ist beim Kauf von Zutaten noch zu beachten?

      • Mehl: Wer einen Mühlenladen in der Nähe hat, sollte einmal das Mehl von dort ausprobieren. Das Backergebnis ist, nach meiner persönlichen Meinung viel besser
      • Zitronat & Orangeat: Dieses Jahr habe ich es das erste Mal auf dem Markt, und nicht in den 200g Schalen abgepackt, gekauft und wurde über die Qualität sowie den günstigen Preis überrascht. Daumen hoch dafür!
      • Vanilleschoten werden seit einigen Jahren hier bestellt, Preis-Leistung stimmen auch hier
      • Zimt kommt für mich nur als Ceylon Zimt in Frage, da dieser die geringsten Menge des schädlichen Stoffs Cumarin enthält
      • Eier in Bioqualität, meine kommen direkt vom Hofladen und schwankend dafür zwischen Größe S und L in der 10er Packung.
      • Zucker in Lebkuchen ersetzte ich gerne in teilen durch die dunklere Variante Muscovado .

Was sind meine Tipps und Tricks während des Backens bzw. danach?

      • Puderzucker unbedingt immer vor der Verwendung sieben, die feine Klümpchen bekommt man weder aus dem Zuckerguss gerührt noch aus dem Teig geknetet.
      • Mürbteiggepäck wird feiner wenn Zucker durch Puderzucker ersetzt wird.
      • Ausrollen von Teig für Ausstecher geht zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie viel leichter, und man kann auf weitere Mehlzugabe verzichten.
      • Eine Scheibe Apfel bei noch harten Plätzchen, wie zum Beispiel Lebkuchen oder Springerle sorgt dafür, das diese weich werden

Was fehlt euch noch ein? Hinterlasst mir eure in den Kommentaren und ich ergänze den Beitrag noch entsprechend

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