Saint-Émilion und die Welt der Grand Cru’s

Saint-Émilion – die Welt der Grand Cru’s

[Enthält unbezahlte Werbung für die Region Saint Emillion]

Auf das UNESCO Weltkulturerbe Dorf Saint-Émilion hatte ich mich besonders gefreut, liegt es doch in Mitten von Weinbergen, strahlt durch die Kalksteinhäuser in den herrlichsten Tönen und bietet mit unter ein paar der besten Tropfen Wein der Weinregion Bordeaux.

Leider meinte es das Wetter anders, und der Morgen beginnt mit tiefen dunklen Wolken und Starkregen. Der bleibt zum Glück während der Stadtrundführung aus, trotzdem wird es auf den steilen Kopfsteinwegen dadurch nicht weniger rutschig. 

Einziger Vorteil des Regens – die Touristenschwärme bleiben aus und man kann sobald man von den Hauptwegen abbiegt die Schönheit des Weindorfes geniessen.

Die kleinen Gassen, feine Küche, die typischen Macaron’s, die nur im Rahmen einer Führung zugänglichen Höhlen und Kirche. Und natürlich der Blick von und der traumhafte Blick vom Glockenturm – und schon kommt etwas die Sonne heraus und die Welt sieht schon viel schöner aus

Aber eigentlich dreht sich rund um Saint-Émilion fast alles nur um Wein. Der Weinanbau ist tief verwurzelt – wie die Wurzeln der Weinreben – und viele der kleinen Weingüter haben sich durch harte Arbeit, ertragreiche Jahre und etwas Glück die kleinen Anbauflächen vergrößert – von 1 Hektar bis 20 Hektar reicht die Spanne der kleinen Weingüter. Zwar findet man in der Region rund 10% der Weinbauern des Bordeaux Weinbaugebietes, aber nur 2% der Weinanbaufläche. 

Was einem auf jeden Weingut begegnet sind die Chateaus – vom Prachtbau der einem Schloss ähnelt über die klassische Villenart bis zum einfachen – und für mich charmantesten- französischen Kalksteinhaus mit blauen Fensterläden und Weinreben an der Fassade. Und während man als Besucher öfters auch mal vor verschlossener Tür steht, so öffnen jedes Jahr mehr die Türen für Besucher.

Ein paar Minuten vom Saint-Émilion entfernt liegt das Chateau Catenac, dass sich zwischenzeitlich in vierter Generation im Familienbesitz der Familie Roskam-Brunot befindet. Ein eindrucksvolles Schlossartiges Chateau sucht man hier zwar vergeblich, aber dafür findet man wohl die beste Weintour der Region.

Die Schwiegertochter AJ führt einen charmant durch das Jahr eines Winzers, immer wieder gespickt mit Geschichten aus der Familiengeschichte – oder den eigenen Töchtern- und nimmt auf leichte Art und Weise mit auf eine Reise durch den Prozess der Weinherstellung.

Auf dem Chateau Catenac werden drei verschiedene Weine produziert, der klassische Grand Cru, dem jährlich sich veränderten Climate dem Wein des Sohnes und Winzer sowie Madame Wine – natürlich der Wein der Chefin. Während der Führung wird einem schnell klar, warum das Weingut den ersten Platz – verdient- auf TripAdvisor belegt. Oder vermutlich kann sich niemand der Geschichte der drei Söhne entziehen, die sich alle in Praktikantinnen aus der ganzen Welt verliebten. 

Nur ein paar Kilometer entfernt direkt an der Dore befindet sich Castillion-la-Bataille. Das kleine Städtchen ist ebendem von Weinbergen umgeben, und wer sich nach einem kleinen Häuschen als Zweitwohnsitz umschauen möchte, ist hier genau richtig – die Preise liegen deutlich unter denen von Saint-Émilion. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch der Grund warum die Winzerei Le Chai AU Quai vor ein paar Jahren direkt an der Dore mit der Weinherstellung begonnen hat. Die Arbeit im Weinberg überlässt man den Weinbauern, dafür konzentriert man sich ganz auf die Weinherstellung und nutzt die Methoden der „neuen Weinwelt“ aus Australien & Neuseeland um das beste aus den Weintrauben zu gewinnen. 

Daher findet sich im Tasting Room eine Vielzahl von unterschiedlichen Regionen, Sorten und Herstellungsarten wieder. Und ein Blick in den Weinkeller darf auch fast jeder werfen, auf eine höfliche Frage daraufhin wurde noch niemand nach Aussage des Winzers Marc abgewiesen. 

Fast schon wie im Traum füllt man sich im kleinen Dorf Saint-Magnede-Castillion, mit den ach so typisch französischen Häusern und Villen, die Weinberge nur ein paar Meter entfernt und dazu ein wunderbares Bed & Breakfast mit britischer Eigentümerin und frischen Croissants zum Frühstück aus dem Holzbackofen der Dorfbäckerei und Pfirsichkompott aus dem eigenen Garten.

Und wenn es doch in die Stadt zieht – mit dem Zug ist man in weniger als 30 Minuten direkt in Bordeaux, ohne sich um einen Parkplatz, Stau oder ähnliches kümmern zu müssen. 

Besondere Chateaus (architektonisch):

  • Chateau Cheval Blance
  • Chateau La Domenique – mit geheimen Dachgarten
  • Cheatau Agngelus
  • Chateau Pavie
  • Chateau Faugres
  • Chateau La Croizille – traumblick über die Weinberge
  • Chateau de Ferrand

Touren:

  • Weinbergtour im Tuk Tuk bei Tuktorevents
  • Weinberg mit Segway über Tourisme Saint-Emillion
  • Weinberg als Beifahrer im Bike über winebiketour

Übernachtung:

  • Im Chateau de Bonhoste darf man eine Nacht im Weinfass übernachten – 
  • Oder im D’Emilion de Sens im Baumhaus 
  • La Maisonnée Girondine – ein traumhaftes kleines B&B mit den besten Croissants 

Praktisches:

  • Bequeme rutschfeste Schuhe anziehen – die Kopfsteinstrassen sind teilweise steil und rutschig
  • Weinkeller können sehr kalt sein – Jacke oder Weste selbst im Hochsommer nicht vergessen
  • Parken ist kostenlos hinter der Polizei in Saint-Émilion möglich

Kulinarisches:

  • Macaroons of Saint-Emilion – aus süssen und bitteren Mandeln, Zucker und Eiweiss
  • Cremant de Bordeaux – seit dem 19th Jahrhundert z.B. direkt unter dem Kings Kepp und in der alten Franziskaner Kloster

Hinweis:

Meine Reise in die Region Saint-Émilion erfolgte mit freundlicher Unterstützung von Tourisme Nouvelle Aquitaine. Auf den Umfang, Inhalt und Art der Berichterstattung wurde dabei keinerlei Einfluss genommen. 

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