Stockholm kulinarisch

Die Zeit verfliegt einmal wieder und dieser Blogeintrag über Stockholm hätte eigentlich schon Ende September gebloggt werden sollen, aber wie es nun mal so läuft, glatt vergessen.
Mitte September nutzte ich eines der üblichen Ryanair Lockangebote und es ging für 40 € return in die schwedische Hauptstadt. Ob das ein Resultat der schwedischen royalen Hochzeit im Sommer war? Evtl.

Neben dem üblichen Touristenprogramm mit Stadt-, Schloss-, Museums-, und Shoppingabstechern wollte ich natürlich auch die kulinarischen Seitens Stockholms erkundschaften. Bei 2,5 Tage war dies allerdings nur eingeschränkt möglich. Den schönsten Abend verbrachte ich jedoch nicht in einem Restaurant, sondern landetet gegen 23 Uhr zum Pastaessen in der gemütlichen Hostelküche (nicht meines) mit einem Australier, zwei Franzosen sowie einem Amerikaner – mit Pasta, Pesto aus dem Glas, Parmesam und ein paar Flaschen eigentlich ungeniessbarem Rotwein (erstaunlich das der Supermarkt Sonntags so spät noch geöffnet war). Wobei wieder einmal klar wurde, gutes Essen liegt auch an der Gesellschaft.

Restaurants sollte man grundsätzlich in Stockholm reservieren, bei den meisten funktioniert dies bequem (ohne grosse schwedisch Kentnisse) online.

Cafe Chokoladkoppen
Stortorget 20, Altstadt
Kleines, sehr gemütliches Cafe mit einer kleinen warmen Karte und toller Lage direkt am Stortorget Platz mit einer kleinen Terasse. Sehr nette Bedienung, eine weisse Schokolade für die man „sterben“ könnte (und man lieber auf die kleine Ausweichen sollte). Von der Zimtschnecke war ich nicht unbedingt überzeugt, sie war aber auf jeden Fall in Ordnung.

Chokoladkoppen

Cafe Rosendals
Rosendalsterrassen 12 , Djurgårdsbron
Lange Zeit ein Geheimtipp für Stockholm, seit ein paar Jahren jedoch das „muss“ für leckeren Kuchen. Die Gärtnerei baut & verkauft nicht nur biologische Pflanzen, Blumen sowie Gemüse & Obst. Nein, es gibt auch ein kleines Selbstbedienungsrestaurant. Neben Kaffee & Kuchen (jedoch nur Kaffee oder Tee, kein Latte & co.) gibt es auch eine kleine Tageskarte mit warmen Gerichten.
Der Abstecher lohnt sich auf jeden Fall, mein Möhrenkuchen war sehr lecker, die Gerichte sahen auch sehr gut aus (preislich auch fair). Und sollte man das Freilichtmuseum „Skansen“ besichtigen (meiner Meinung nach ein muss), einfach den Seitenausgang wählen, dann hat man es nicht ganz so weit.

Rosendals

Grand Hotel – The Veranda
South Blasieholmshamnen 8, Stockholm

Ein Abstecher nach Schweden ohne öttbullar, Rote Grütze sowie Hering ist bekanntlich fast nicht möglich. Ich entschied mich daher für ein traditionelles schwedisches Smörgåsbord, eine Art Buffet. Der einzige tägliche Anbieter ist hier das Grand Hotel, wobei die Fenstertische im The Veranda einen direktem Blick auf das königliche Schloss haben. Leider konnte der Service nicht ganz mithalten, leicht unfreundlich, und Teller wurden auch nur verzögert abgeräumt. Auch wurde mein Hinweis auf schimmelige Himbeeren nicht besonders gut gehandelt.
Nun zum Smörgåsbord, es besteht aus ca. 5-6 Gängen. Angefangen mit Suppe, über diverse Arten von Heringen zu ca. 6-8 Sorten Graved und Räucherlachs, sowie Krabben & Shrimps. Diverse Salate, Terrinen und Kalte Aufschnitte folgen bevor es zu einer (sehr kleinen) Auswahl von drei warmen Hauptgerichten ging. Abschliessend Desserts u.a. mit Roter Grütze, einer tollen Früchteblatte und natürlich einer Käseauswahl.
Die Auswahl an kalten Vorpeisen war unschlagbar, hierfür war der Preis auch angemessen.

The Veranda

Lieblingsrestaurant B.A.R.
Blasieholmsgatan 4A, Stockholm
Fast hinter dem Grand Hotel versteckt sich das Fischrestaurant B.A.R., wohl eines der IN-Lokale im Moment in Stockholm. Das System ist recht einfach, man wählt sich seinen Wunschfisch an der Theke (mit sehr netter Beratung), gewünschte Saucen, diverse Beilagen werden dann wieder am Tisch bestellt. Ich entschied mich für frischen Seeteufel, der auf den Punkt gebraten wurde, dazu zwei Beilagen, die extra serviert wurden. Einmal „junge Kartoffeln in Karpern Butter“ sowie einen kalten „Gelbe Beete mit Fetakäse Salat“. Die Portionen waren sehr gross, geschmacklich top. Der sehr nette Kellner überzeugte mich noch das ich Stockholm nicht verlassen könnte, ohne die Creme Brulee probiert zu haben. Recht hatte er – mit einem Glas Wein habe ich umgerechnet 48 € bezahlt.

B.A.R.

Markthalle Saluhall
Östermalmstorg, Stadtteil Östermal

In der Stadt gibt es diverse Märkte sowie noch eine weitere Markthalle. Die schönste ist jedoch eindeutig die Saluhall in Östermal. Wunderschöne Markstände, man fühlt sich in das 19. Jahrhundert zurückversetzt. Jedoch in jedem Reiseführer zu finden, daher sehr touristisch und preislich leicht „überzogen“.
Saluhall

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