Nepal Kulinarisch

Auch in Nepal laufen einem an fast jeder Ecke Spuren des Buddhismus über den Weg, dazu passt dann auch das Mantra eines jeden Reisenden „Boil it- peel it – cook it or forget it“. Noch wichtiger in einer Stadt wie Kathmandu, die ein extremes Wasserproblem hat, selbst beim Duschen wird man dazu angehalten die Nase & Mund festverschlossen zu halten.

Das Angebot an Streetfood war verlockend, fliegende Händler mit einer Art Windbeutel, geröstete Hüselfrüchte & Nüsse und Popcorn, frisch fritiertes wie Samosa & Linsenmehlfladen, und vieles mehr.

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Gibt es etwas romantischers als Abendessen bei Kerzenschein? Spätestens beim 2. Versuch die Speisekarte zuentziffern, ändert sich darüber die Meinung. Vom Fotografieren der Teller spreche ich erst einmal gar nicht, die Bilder sprechen für sich. Nepal hat ein Energieproblem, besser gesagt ein Stromproblem. Täglich wird für 2-3 Stunden in Stadtteilen der Stromabgestellt, dadurch können teile der Produktion nach Indien verkauft werden.

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Als Tourist stellt man sich darauf ein, ohne extra geladenen Foto-Akku, Taschenlampe mit Ersatz-Akku’s wird das Hotelzimmer nicht verlassen. Das Kerzenlicht muss auch nicht über Nepal’s kulinarisches Angebot hinwegtäuschen. Die Küche ist faszinierend, lecker, einfach gut. Natürlich findet man Pasta & Pizza, so manchen deutschen Hippie der sein Cafe mit dt. Kuchen & Würstchen betreibt, oder die klassischen Burger. Und dann die indische Küche, kaum ein Restaurant, dass typisch nepalesische Küche anbietet. Wie den auch, die Hauptbestandteile dieser sind Linsensuppe mit Reis, Linsensuppe mit Kartoffeln,..Wer sich auf eine Trekking-Tour aufmacht, wird dies noch zur Genüge erfahren, vermutlich freuen sich genau diese Wanderer auf Pizza, Burger & co.

Oder man started in ebenso eine Tour in einer der typischen Touristenrestaurants, welche die alte Newari Küche in passendem Umfeld wieder aufleben lassen. Ingesamt aus 4 Gängen und 12 einzelnen Gerichten bestand mein vegetarisches Menü, an die Einzelteile ich mich nach über 8 Monaten natürlich nicht mehr erinnere, aber das beste war, was ich bis dahin in Nepal gegessen hatte – dazu wurde reichlich Schnaps nachgeschenkt (ob es daran lag) – alles für 8 € ( Thamel House Restaurant, Kathmandu).

Mein Lieblingsort war allerdings das leicht zu übersehende, da fern vom Trubel, das Cafe & Restaurant Gaia. Vom Frühstück über Lunch bis zum Abendessen wurde alles geboten, die Speisekarte bestand aus einer Mischung von typisch indisch, nepalesisch bis hin zu Pasta, Steak und Burger. Der sympatische Innenhof & WiFi sorgten für schönes Ambiente, dazu gutes Essen. Was möchte man mehr? (Gaia Restaurant & Coffee Shop, Kathmandu)

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5 Kommentare

  1. Wow, spannend…! Ich habe Deinen Blog erst vor kurzem entdeckt und verschlinge seitdem jeden Beitrag, v.a. solche über Nepal. Wirklich klasse :)

  2. Sehr spannend. Wie unterscheiden sich denn Deiner Meinung nach die Küchen aus Indien und Nepal? Ich hätte sie für recht ähnlich gehalten, denke aber, dass Vieles in Nepal wg der Höhe nicht wäschst?

    • So hoch ist Nepal auch nicht, nur ein Teil des Landes befindet sich im Himelaya Ausläufer. Aber insgesamt ist die Küche Nepals deutlich einfach, und dreht sich quasi nur um Hülsenfrüchte. Mit der Vielfalt der indischen Küche (was evtl. auch an der Landesgröße liegt) kann Nepal einfach nicht mithalten. Dazu sind die Einflüsse aus Tibet und Indien auch noch sehr stark.

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