Vanillebrötchen nach Familenrezept

Vanillebrötchen nach Familienrezept

Ich musste erst bis ans Ende der Welt fliegen, um mir klar zu werden, dass „Jingle Bells“, Weihnachtsdekoration in Schaufenstern und Weihnachtssüssigkeiten für mich unwiderruflich mit der Winterzeit verbunden sind. Und wie oft hörte ich im Gespräch mit älteren Damen, dass sie mich beneiden das ich in den nächsten Tagen in den Flieger von Tasmanien in Richtung Europa steigen würde und ein „echtes“ Weihnachten feiern könnte.

Vanillebrötchen via Lunch For One

Weihnachten ist ohne Zweifel für mich nicht nur mit Winter sondern eben auch mit Tradition verbunden. Ob es über das traditionelle Weihnachtsessen nach dem Besuch des Weihnachtsgottesdienstes ist, oder von der Weihnachtsdeko bis zum Weihnachtsmarkt.

Dabei darf natürlich eines nicht fehlen – die Plätzchen oder wie wir Schwaben sagen „Gutsle“. Jedes Jahr finden sich dabei die Klassiker auf dem Teller wieder – Lebkuchen, Spitzbuben und Vanillebrötchen.

Vanillebrötchen via Lunch For One

Besonders die Vanillebrötchen sind ein Klassiker, und ein echtes Familienrezept stammt es doch von meiner Uroma und wurde nur etwas abgewandelt. Den so leicht Vanillebrötchen aussehen, die Plätzchen haben es in sich.

Jedes Jahr übernimmt meine Mama das backen der Klassiker und jedes Jahr beginnt das bangen – bekommen die Vanillebrötchen auch wirklich Füsschen? Quasi gleichen sie hier dem französischen Klassiker Macarons. Aber sie sind auf jeden Fall das warten wert – und wie sagt man so schön – es kommt auf die inneren Werte an, und Vanillebrötchen schmecken auch ohne Füsschen wunderbar.

 

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Vanillebrötchen nach Familenrezept
 
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Zutaten:
  • 3 Eiweiß,Klasse L
  • 3 Eigelb Klasse L
  • 250 g Puderzucker
  • 250 g Mehl, Typ 405
  • 2 El. Vanillezucker od. etwas gem. Anis
Zubereitung:
  1. Die Eier und den Puderzucker mit den Rührbesen der Küchenmaschine zu einer hellen Creme schlagen, mindestens 10 Min.rühren. Den Vanillezucker bzw. gemahlenen Anis und nach und nach das Mehl zugeben.
  2. Ein Backblech mit Backpapier belegen, dieses einfetten und bemehlen, mit zwei Teelöffel aus der Masse kleine Häufchen setzen. Diese sollen an der Oberfläche glatt fließen, dürfen aber nicht verlaufen. Über Nacht in einem kühlen Raum (nicht Kühlschrank) trocknen lassen.
  3. Am nächsten Tag den Backofen auf 160°C Ober-Unterhitze vorheizen. Nun jedes Blech nach einander für 12 Minuten backen. Dabei die letzten Minuten Blickkontakt halten so das sie nicht zu dunkel werden. Sie sind perfekt wenn die Vanillebrötchen ein Füsschen haben (nicht bei Anis) und nicht gebräunt sind. Je nach Backofen evtl. für 12-15 Minuten backen. Etwas auf dem Blech auskühlen lassen, und dann auf einem Backgitter vollständig abkühlen lassen.
  4. Vor dem backen des nächsten Blechs den Ofen erneut aufheizen, bis dieser 160°C erreicht, erst dann backen.

 

3 Kommentare

  1. Da kommen Kindheitserinnerungen hoch! Meine Mutter hat die auch immer gebacken, und sie sahen aus wie Deine, nur dass mir Deine natürlich besser gefallen, weil kein Vanillin sondern richtiger Vanillezucker verwendet wird und man auch kleine schwarze Pünktchen sieht. :-)

    Das mit den „kriegen sie dieses Jahr Füssle oder ned“ war immer ein Drama – meist hat’s geklappt, aber ich erinnere mich an ein Jahr, in dem sie nicht hoch gingen. Ja, Du hast recht, mir gingen auch einmal die Macarons nicht hoch, das ist ähnlich; man weiß meist nicht warum…

    Und einmal waren mein Bruder und ich frech und haben das Versteck im kühlen Raum gefunden und viele der Brötchen in der Mitte eingedrückt, mit dem Finger. Sie bekamen zwar Füßchen, hatten aber ein Loch in der Mitte… Da war meine Mutter, die echt die schönsten Gutsle macht, die ich kenne, echt sauer…

    • Das mit dem Füssle ist auch bei uns immer noch ein Drama und ich muss gestehen einer der Gründe warum ich Mama die Klassiker backen lasse;)

  2. Wer bei den Vanillebrödle das Mehl vortrocknet, ebenso bei Springerle, wird ziemlich sicher Füssle bekommen.
    Ein altes Springerlesrezept schreibt: Stell das Mehl über Nacht ins Ofenloch. Ich habe einen altmodisch-modernen Holzherd und kann das Mehl in der Papiertüte dort warm stellen. Eine Woche bevor ich den Teig zubereite, trocknet das Mehl und die Backwaren werden wie gewünscht wunderbar.

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