Jahresrückblick auf 2018

Jahresrückblick auf 2018 – wie war das Jahr ?

Wie so oft mit den guten Vorsätzen wurde es aus meinem Vorsatz der „mehr Zeit“ in 2018 leider nichts. Dachte ich Anfang 2018 noch, dass der berufliche Stress aus 2017 kaum mehr zu übertreffen sein könnte, zeigte das vergangene Jahr, dass es leider noch deutlich zu steigern war. 

Ergebnis war, dass ich dem Rekordsommer mit Blazer oder Weste im unterkühlten Büro zuschaute, die Erkundung neuer Ziele am Wochenende durch Zeit im Home Office oder selbst auf Reisen mit einem kritischen Blick auf die berufliche E-Mail App und Telefonaten verbracht wurde. Und dabei blieb leider auch das Blog, die Zeit und Freude am Kochen & Backen auf der Strecke.

Im Herbst 2018 war klar das es Zeit wird die Notbremse zu ziehen – mit einer neuen & spannenden beruflichen Aufgabe ab Juli 2019, dem festen Vorsatz die 39 Stunden Woche im Monat einzuhalten und endlich wieder die schönen Dinge des Lebens zu geniessen. Und dazu zählt auch, mir einen Reisewunsch zu erfüllen – ab in die Antarktis im November 2019

1. Was war 2018 dein erfolgreichster Blogartikel?
Wie im Vorjahr schafft es erneut ein Rezept rund um Pancake ganz nach oben auf die Liste – dieses Mal die Mohn Pancakes mit Zwetschenkompott.

2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?
Die im Vorjahr entdeckte Cocktailliebe setzte sich mit Frosé fort, erinnerte mich dazu noch an Frankreich. In Urlaubserinnerung schwelgte ich auch mit dem King’s Cake (Zimt Schokoladen Hefekranz)  – ein Abstecher zum Madi Gras nach New Orleans in die Südstaaten der USA. 

Bewegt hat mich dazu auch noch der Vulkanausbruch auf Big Island im Mai, eigentlich nichts besonders auf dieser Insel auf der seit 30 Jahren ununterbrochen Lava fliesst. Doch in 2018 verschwand der Lavasee der seit 2008 für nächtliches Leuchten im Nationalpark sorgte und wenige Tage später öffnete sich Spalten in einem der schönsten, kleinen Flecken auf der Insel und die rote Lava bahnte sich ihren Weg. 

3. Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?
Einer der Dinge die in 2018 eindeutig zu knapp kam, war das Lesen von anderen Blogs. Zwar entdeckte ich Podcasts für mich, aber beim Lesen von anderen Blogs fehlte leider die Zeit. Aber inspiriert hat mich ohne Zweifel Christina’s Artikel zum Thema Verzicht auf Avocados. Seitdem versuche ich die Anzahl zu reduzieren und vor allem auf die Herkunft zu achten – den überraschend findet man die Avocados auch aus Portugal, Spanien oder Israel.

4. Welches der Rezepte, die du 2018 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?
So richtig kochen kann man es eher nicht nennen, aber die Sesam Gewürzmischung  wurde am häufigsten verwendet und schon mehrmals nachgemischt, wobei auch immer wieder mal eine der Originalpackungen aus den USA mit ins Reisegepäck darf.

Sonst prägte im Sommer Hummus in jeglicher Variante den Speiseplan – bei dem Hitzesommer und einer Dachgeschosswohnung vermutlich auch keine große Überraschung. 

5. Was hat dich im Zusammenhang mit Kochen, Essen oder deinem Blog 2018 beschäftigt und warum?
Vermutlich ging es jedem Blogger wie mir in 2018 – die eigentlich nicht überraschende, aber dann doch viel zu schnell gekommene DSGVO Ende Mai 2018.

6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?
In 2018 dreht sich in der Küche alles um schnelle, vorzubereitende Küche und ein stärkerer Fokus auf die Reduzierung von Lebensmittelverschwendung.

Allerdings beschäftigte mich im August und September eine heftige Lebensmittelmottenplage erstmal mit der vollständigen Vernichtung meiner kompletten Vorräte – die nicht in Gläsern oder gut verschlossenen dicken Kunststoffbehältern aufbewahrt wurden. 

Erst nach dem Einsatz von Schlupfwespen, dem mehrmaligen vollständigen Putzen der Küchenschränke, Rückwände und Abbau der Fronten meiner Schubladen mit Essigwasser scheint seit mehreren Monaten ruhe zu herrschen. 

Seitdem sind alle Lebensmittel, die sich nicht in Dosen befinden, in Vorratsgläsern anzutreffen. Nicht nur dass, auch mehr Zutaten aus der meiner Vorratskammer in den Speiseplan zu integrieren. Sehr hilfreich war dabei die Strategie einmal im Monat den Kühlschrank komplett „leer zu essen“, bevor es wieder zum einkaufen geht. Das sorgte nicht nur für keine verdorbenen Lebensmittel, sondern auch immer wieder für überraschende Kombinationen.

7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf deinen Blog gekommen sind?
Wer einen Blog mit dem Namen „Lunch For One“ ins Leben ruft, findet immer mal wieder den Suchbegriff. Allerdings war ich dann über „Lunch For One Mount Everest“ etwas überrascht.

Zwar durfte ich schon den Blick auf den Mt. Everest aus nächster Nähe (sind immer noch 80 km Luftlinie in dem oberen Bild) geniessen, aber die Lunchgelegenheiten halten sich in der Höhe von rund 5.200 m dann doch etwas in grenzen.

8. Wie lief das Reisejahr 2018?
Im Vergleich zu den Vorjahren war ich deutlich weniger unterwegs – und neue Länder erstmalig nicht erkundet wurden. Trotzdem begeisterte London im Januar erneut, überrascht bemerkte ich wie schnell man von Süddeutschland für einen Kurztrip in Mailand oder Turin fliegen kann.

Und dann war da noch wie in den Vorjahren die Liebe zu Frankreich – von der viel zu kurzen Zeit in Bordeaux bis zur entschleunigten Flusskreuzfahrt entlang der Rhône.

Überraschend kurzweilig verliefen die fast 4 Wochen Roadtrip in Florida mit fast 3.000 km, im ersten Moment gefühlt viel zu lange und zum Schluss fehlte die Zeit um noch ausgiebiger die unbekannteren Ecken in Miami, Orlando & der Ostküste zu erkunden. 

9. Die schönsten Reisemomente?
Zwar gab es auch in 2018 viele tolle Momente, aber bei kristallklarem Wasser Seekühen nicht nur beim Frühstück zuschauen sondern sogar das Geräusch des kauen unter Wasser zu hören – unbeschreiblich.

 

10. Die wichtigsten Erkenntnissen auf Reisen?
Ohne Vorurteile neuen Reisezielen begegnen hat mich Florida gelehrt. In meinem Kopf stand Florida für Strand, Themenparks und Senioren. In fast 4 Wochen lernt ich jedoch kennen, dass Florida noch mehr zu bieten hat – eine Unzahl an Wanderwegen durch Vogelschutzgebiete, interessante Museen von Dali bis zum Zirkus und die sogenannten „Snowbirds“ sind im Oktober noch nicht anzutreffen.

Und Strand muss nicht unbedingt stundenlanges Sonnenbaden bedeuten – meine Lieblingsstunden waren die Spaziergänge entlang des Wassers zum Sonnenaufgang bzw. Sonnenuntergang.

11. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2019?
Neuer Anlauf in 2018 mit der Idee mehr qualitative Zeit zu verbringen. Die Zeit im Büro wieder auf ein normales Level im Jahresdurchschnitt senken, öfters zum oder vom Bahnhof nach Hause laufenspazieren anstelle bequem mit dem Bus zu fahren, die leichte Lektüre von Krimis, Thrillers und Romantik durch mehr und mehr Sachbücher und Biografien ersetzen und auch wieder die Lust am kochen, reisen und somit auch für das Blog finden.

Auf ein tolles Jahr 2019!

Weitere kulinarischen Jahresrückblicke findet ihr bei der giftigen Blonden

14 Kommentare

  1. Wow, auf deine Eindrücke aus der Antarktis bin ich sehr gespannt, das ist hier auch ein heimlicher Reisewunsch. Ein tolles und spannendes Jahr wünsche ich dir, auf dass sich auch der Jobstress etwas besser in den Griff bekommen lässt!
    LG
    Sabrina

    • Liebe Sabrina,
      auf Südgeorgien bin ich fast schon mehr gespannt als auf die Antarktis, und irgendwann muss man einmal die Gelegenheit nutzen und sich Wünsche erfüllen, auch wenn es mir als waschechte Schwäbin nicht gerade leicht fällt, soviel für eine Reise auszugeben.
      LG Tina

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  3. Liebe Tina, das mit dem Büro-Stress hört sich ja furchtbar an. Für die neue Herausforderung ab Juli dann ganz viel Erfolg, Spaß und vor allem weniger Stunden. :) Und Antarktis, wie wunderbar!

    Viele Grüße,
    Christina

    • Liebe Christina,
      wenn es hier mit Schnee & Kälte in der Weihnachtszeit schon nichts wird, dann muss ich halt in die Antarktis flüchten…und immerhin einmal für 20 Tage ein Social Media & Internet Detox quasi für den gleichen Preis
      LG Tina

  4. Das klingt nach einem mehr als stressigen Jahr. Gut, dass Du die Notbremse gezogen hast! Für die neue berufliche Herausforderung schon jetzt viel Erfolg – und natürlich ein gutes neues Jahr 2019!
    Liebe Grüße!

    • Liebe Julianne,
      man kann immerhin nicht immer nur jammern, irgendwann muss man dann leider handeln.
      Liebe Grüße Tina

  5. Liebe Tina,
    jetzt beschäftigt mich intensiv die Frage, was man wohl auf dem Mount Everest zum Lunch isst… Ich wünsche Dir ein wunderbares 2019 und hoffe, dass sich mit dem Jobwechsel Deine Wünsche nach mehr freier Zeit erfüllen.
    Herzlichst, Conny

    • Liebe Conny,
      der absolute Favorite waren bei uns Pfannkuchen – jeder von uns hatte damals das gleiche bestellt und sie kamen bei jeden anders an..aber für die Bergsteiger gibt es natürlich etwas anders.
      LG Tina

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